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 Dorf

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BeitragThema: Re: Dorf   Sa 11 Feb 2012 - 0:08

<-Wasserfall

Nach einem längeren Fußmarsch war ich endlich im Dorf angekommen. Viel Geld hatte ich zwar nicht mehr, doch es hatte gereicht, um meine Proviante gerade so aufzustocke. Unterwegs würd ich wohl jagen gehen müssen, doch das wäre ja nicht das erste Mal. Ich packte meine Landkarte aus und überlegte, wohin ich ziehen sollte. Welche Gebirge waren interessant genug, um erforscht zu werden? Schließlich fand ich einen Hinweis auf eine Ruinenstadt und somit war mein Ziel klar. Ich musste zur Ruinenstadt.

<-Ruinenstadt
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BeitragThema: Re: Dorf   Fr 9 März 2012 - 21:21

-> Marktplatz

Es war schade, dass ich nun alleine weiterreisen musste. Immernoch war ich unsicher, wohin ich gehen sollte. Ich beschloss in Richtung Wälder zu reisen und mit einem Pferd wäre dies viel leichter als zu Fuß.

-> Im Herzen des Waldes
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 21 März 2012 - 17:44

<-- Marktplatz

Erschöpft stieg ich vom Pferd, als ich vor dem Haus meines Lehrmeisters hielt. Ich band meine Stute an einen nahen Pfosten und wollte gerade klopfen, da hörte ich Stimmen, die sich innerhalb des Hauses leise miteinander unterhielten.
Die eine Stimme gehörte meinem lehrmeister, die andere... kannte ich nicht. Oder doch? Irgendetwas grauenhaft Vertrautes fand ich darin wieder, ich konnte aber beim besten Willen nicht sagen, was. Wenn ich ehrlich zu mir war, wollte ich es auch gar nicht wissen; ich wollte diesen anderen Typen nicht kennen, er klang schon seltsam unfreundlich und auch etwas angsteinflößend.
Als ich mich dann endlich überwand, zu klopfen, öffnete mir mein Lehrmeister mit etwas erschrockener Miene. Zögernd blieb er in der Tür stehen.
"Du bist früher zurück, als ich erwartet hatte", sagte er dann nur, um die Stille zu durchbrechen.
"Ich weiß", erwiderte ich und hoffte, er würde es mir anrechnen, weil ich es brauchte für meine weitere Ausbildung und einen guten Ruf bekommen wollte. Besonders bei ihm.
Er allerdings starrte mich nur an. Irgendwann sagte er dann "Komm herein", auch wenn sein Blick etwas Anderes sagte und er nur zögernd zur Seite trat.
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BeitragThema: Re: Dorf   Fr 1 Jun 2012 - 19:17

<--- Drachenreiter Unterkünfte

Nach einem lagen Marsch kam ich endlich bei einem der Menschendörfer an. Mein Gesicht hatte ich unter dem Mantel verborgen, sodass niemand sehen konnte, dass ich ein Elf war. Schließlich musste ich anonym bleiben.
Ich ging direkt auf die Schenke zu und ließ mich dort an einem freien Tisch nieder. Während mir eine Bedienung etwas Bier und eine lauwarme Suppe brachte, hoffte ich, jemanden zu finden, der etwas über Erik Jäger wusste.
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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   Mo 27 Okt 2014 - 21:55

Felsen, Höhlen, Felsen, eine Felslandschaft, unterbrochen vonkleinen Höhlen, von kleinen Verstecken und kleinen Schluchten. Sie rauschten an mir vorbei und verschwommen vor meinen Augen. Ich spürte den Wind auf meinem Gesicht und Schuppen unter meinen Händen. Goldene, glänzende Schuppen, die mich durch den Himmel trugen und mich alles vergessen ließen. Ich blickte hinunter und betrachtete die Felslandschaft unter mir. Auf einmal nahm ich eine Bewegung war, eine zu schnelle Bewegung, als dass sie von einem Tier oder etwas ähnlichem hätte stammen können. Meine Augen suchten die Landschaft unter mir ab und ab und zu bemerkte ich es wieder.
"Wyrda tiefer!", rief ich in Gedanken und mein Drache lehnte sich nach vorne, um dem Erdboden entgegenzufliegen. Langsam und elegant gleitete er ein paar Meter über den Felsen und ließ mich hinuntergucken. Ich bemerkte den Schatten wieder und erkannte diesmal, dass es ein menschliches Wesen war, ermutlich eine Elfe, da kein anderes Wesen mit meinem Drachen hätte Schritt halten können.
"Können wir da runter? Kannst du hier landen?", fragte ich meinen Drachen und sofort bremste dieser uns sachte ab und griff mit seinen Krallen nach dem Erdboden. Der kalte Wind um mich herum legte sich und ich nahm einen tiefen Atemzug. Dann sprang ich elegant von meinem Drachen herunter und ging ein paar Schritte um mich umzugucken. Die Elfe oder der Elf, oder wer immer es gewesen sein mochte, war nicht zusehen, darum drehte ich mich einmal im Kreis.
Urplötzlich tauchte vor mir ein Gesicht auf. Ein so bekanntes Gesicht. Mein Atem stockte und meine Hände fingen an zu zittern.
"Andromex", hauchte die Elfe vor mir und streckte ihre zarten Hände nach mir aus, "Hilf mir!"
Ich streckte ebenfalls meine Hand aus, um sie zu mir heranzuziehen, als auf einmal aus dem nichts Blut aus einem Schnitt in ihrer Kehle strömte.
"NEIN!", schrie ich, "SELENA!" Sie fiel lautlos auf den Boden und ich brach unter so viel Schmerz neben ihr zusammen.


Ich schreckte mit einem Schrei in meiner Kehle aus meinem Schlaf und sah mich um. Keine Felsen, keine Höhlen, kein Wyrda. Ich wischte mir eine Träne von der Wange und erhob mich unter viel Anstrengung aus meinem Sessel. Verstört wanderte mein Blick im Raum herum und suchte nach dem Gesicht, das mich eben noch angefleht hatte ihr zu helfen. Aber es war zu spät. Diesen Hilferuf hätte ich or so vielen Jahren hören sollen!
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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 28 Okt 2014 - 8:51

Wütend ging ich in meinem Zimmer herum und suchte nach etwas, das mich ablenken konnte. Die Erinnerungen an diese Zeiten, an lange vergangene Zeiten, waren zu schmerzhaft, als dass ich sie allzu lange ertragen konnte.
"Andromex", ich hörte Selenas Stimme aus meinem Traum in meinem Kopf und erneut stiegen mir Tränen in die Augen. Ich hatte zu viel Schmerz im Leben erlebt und all das jede Mal aufs neue in meinen Träumen zu durchleben hatte mich gebrochen.
Wyrda, bist du da?, fragte ich meinen Drachen, der sich weit entfernt, hoch oben auf der großen Gebirgskette der Drakensberge versteckt hielt.
Immer!, hörte ich seine brummige Stimme in meinem Kopf.
Was machst du gerade Wyrda?, ich blickte im Zimmer herum und versuchte meinen Atem zu beruhigen und mich auf das Gespräch mit meinem Drachen zu konzentrieren.
Was ich immer tue Andromex. Jagen, schlafen, Flügel strecken. Viel wichtiger ist, was du machst! Du kannst nicht für immer in deinem kleinen stickigen Haus bleiben, du kannst dich nicht für immer von den Erinnerungen quälen lassen!
Ich seufzte und setzte mich auf mein Bett. Ich fühlte mich alt, und unnütz und ich wusste nicht, was ich tun konnte.
Aber wie kommst du damit zurecht Wyrda? Was tust du, was ich nicht tue, um über alles geschehene hinwegzukommen? Ich wischte mir schnell meine Tränen aus dem Gesicht, bevor sie zu meinem Kinn hinterunterlaufen konnten.
Ich schaue vorraus! Auf all das, was noch Schönes passieren kann! Und das solltest du auch tun!
Ich fühlte die Nähe meines Drachens, obwohl er nicht hier war. Und wäre er hier gewesen, dann hätte er mich unter seinen Flügel genommen und an seinen Schuppen gwärmt, das wusste ich.
Danke Wyrda!, ich schloss die Augen für einen Moment und versuchte meine Liebe zu meinem Drachen hinüberzusenden.
Dann nahm ich meinen langen, braunen Ledermantel von einem Stuhl, warf ihn mir über und trat verhüllt aus dem Haus.
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 28 Okt 2014 - 9:01

<-- Marktplatz

An diesem Morgen war es sehr neblig. Auf dem Marktplatz war er durch die Menschenmassen nicht besonders aufgefallen, doch jetzt wo ich den Marktplatz verließ vielen mir die tief hängenden, trägen Wolken auf, die den Himmel bedeckten und die Landschaft in der Ferne verschwimmen ließen.
Es war kalt, doch das Ei in meiner Tasche wärmte mich. Ich folgte meiner Intuition und ging einer willkürlichen Straße nach.
Meine Stiefel knirschten bei jedem Schritt im Schnee. Die großen Eichen bei den Bauernfeldern, die von hier aus klein aussahen, trugen anstatt der grünen Blätter im Sommer nun mehrere Schichten Schnee auf den kahlen Ästen.
Nicht weit von hier verließ eine vermummte Gestalt das Haus. Er trug eine Kapuze über dem Kopf und wirkte recht unscheinbar, doch mein inneres Radar für besondere Personen, die für das Ei infrage kommen könnten, sprang sofort auf ihn an. Interessiert kam ich ihm entgegen und setzte eine freundlich neugierige Miene auf.
"Entschuldigt, mein Herr...!"
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 28 Okt 2014 - 9:10

"Entschuldigt, mein Herr..." Ich schrak aus meinem intuitiven Trott auf und blickte mich um. Ich war mir nicht sicher, ob ich gemeint war, darum war meine erste Reaktion, die Kapuze tiefer ins Gesicht zu schieben. Aber dann bemerkte ich ein Mädchen, das direkt vor mir stand und mich angesprochen hatte.
Misstrauisch runzelte ich die Stirn und versuchte zu erahnen, was sie von mir wollte. Vielleicht nur nach dem Weg fragen, oder nach der nächsten Unterkunft. Ich ried mir ein, weniger misstrauisch den Menschen gegenüber zu sein, nachdem ich nun schon seit so vielen Jahrzehnten unter ihnen lebte.
Aber dann spürte ich es. Eine Anwesenheit, wie ich sie schon lange nicht gespürt hatte. Eine pulsierende Wärme, die das Mädchen ausstrahlte und die ein Zittern in meinem Körper hervorruf. Ich kniff die Augen zusammen und musterte das Mädchen, um herauszufinden, woher diese Wärme kam. Mein Blick fiel auf ihre Tasche, die anscheinend viel beinhaltete und schwer von ihrer Schulter hing. Ich trat einen Schritt vor und streckte unauffällig meine Fingerspitzen aus, um herauszufinden, ob von ihr die Wärme ausging.
"Ja?", fragte ich mit tiefer Stimme und einem etwas bedrohlichen Unterton. ich versucht es zu vermeiden, dem Mädchen in die Augen zu blicken, um sie nicht auf meine Eigenartigkeit aufmerksam zu machen.
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 28 Okt 2014 - 14:05

Die vermummte Gestalt reagierte etwas spät auf mich, jedoch trug er die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, sodass ich nicht viel von ihm sehen konnte. Ich wusste nicht was es war, doch eine Energie umgab diesen Mann wie ich es selten zuvor bei einer Person erlebt hatte. Etwas vergleichbares war mir bis jetzt noch nicht passiert.
"Hättet Ihr einen Moment Zeit? Ich fragte mich gerade, ob Ihr ein Wanderer seid - Ihr seht aus als kämet Ihr von weit her." Unglaublich aufgeregt fing meine Hand auf der Tasche mit dem Ei leicht an zu zittern. Ich spürte sie tatsächlich - Magie lag in der Luft. War er ein Elf?
Ich hatte so lange nicht mehr die Macht von Magie gespürt und schon gar nicht mit einer Person gerechnet, die umgeben davon war, doch es faszinierte mich ungemein.
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 28 Okt 2014 - 14:13

Die Worte des Mädchens ließen mich immer misstrauischer wirken und ihr offenes Interesse an ihr machten mir Angst. Was war, wenn meine Tarnung zu guter letzt doch auffliegen würde? Das hätte ich nirgendwo, wo ich hätte hingehen können.
Schnell versuchte ich mir einen Rat von meinem Drachen einzuholen.
Wyrda, spürst du das auch? Diese Wärme, die sie umgibt? Was denkst du, soll ich tun?
Ich blickte erneut an dem Mädchen herunter, besann mich dann aber zu einer grummeligen Antwort.
"Nein ich habe keine Zeit und nein ich bin kein Wanderer! Was wollt Ihr?"
Ich senkte den Blick noch weiter, sodass sie nicht auf die Idee kam, mein Gesicht zu studieren.
Lass dir nichts anmerken! Versuche etwas über sie herauszufinden!, kam Wyrdas Antwort nach einiger Zeit in meinem Kopf. Ich stimmte ihm zu.
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 28 Okt 2014 - 14:19

Als er mich zurückwies versuchte ich mich auf meinen Auftrag zu konzentrieren. Ich musste ihn noch ein bisschen bei mir behalten, das Ei hätte sonst keine Chance eine Reaktion zu zeigen!
"Ich... Nun ja, ich komme gerade vom Marktplatz", begann ich zu erzählen und versuchte Zeit zu schinden. "Ich suche nach alten Büchern und Antiquitäten. Ich hatte Gehofft, dass ihr ein Wanderer seid und mich in diesem Gebiet beraten könntet, aber wenn Ihr keiner seid..." Ich versuchte ihn zu studieren um herauszufinden, wie er darauf reagieren würde, doch er verschloss sich vollkommen mir gegenüber und ich hatte keine Chance, ihm näher zu kommen oder ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Ich hoffte nur, dass er darauf nun anspringen würde, denn ich fürchtete, dass wenn ich ihn jetzt nicht für mich interessieren konnte, ich ihm dann so bald nicht wieder begegnen würde. Außerdem hatte seine magische Aura meine Neugierde geweckt.
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 28 Okt 2014 - 14:41

Je länger das Mädchen sprach, desto mehr fürchtete ich mich, dass meine Identität preisgegeben werden würde. Ich steckte meine Hände tief in die Taschen meines Mantels und blickte stur zwischen meinen Haaren, unter der Kapuze hervor auf den Boden.
"Nein ich weiß nichts von Antiquitäten hier!", ich versuchte meiner Stimme einen energischen Unterton zu verleihen und räusperte mich danach kurz.
"Wenn Ihr mich nunr entschuldigen würdet!", ich überlegte fieberhaft, wie ich zu der Chance kommen konnte, einen Blick in ihre Tasche zu werfen und der Wärme, die von ihr ausgestrahlt wurde, auf den grund zu gehen.
Bedacht machte ich einen Schritt vorwärts und ging an ihr vorbei. Dabei streifte ich vorsichtig mit meiner Hand an der Tasche entlang und versuchte meine Geste dann schnell zu verdecken, indem ich meine Hand wieder in meiner Jackentasche verschwinden ließ.
Allerdings spürte ich noch immer die Berührung mit der Tasche an meinen Fingerspitzen und ich war fest der Überzeugung, dass ein kleiner Funken von meinen Fingern zum Inhalt der Tasche gesprungen war. Verstört stapfte ich schnell weiter und versuchte aus dem Sichtfeldes des Mädchens zu kommen.
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 28 Okt 2014 - 15:32

Er ging nicht auf meinen Gesprächversuch ein - natürlich nicht. Ich hatte mich schon darauf eingestellt, doch das er so abweisend reagierte kam mir dann doch suspekt vor. Ich war auf meinen Reisen schon vielen merkwürdigen Leuten begegnet, doch dieser Mann war ein einziges Mysterium.
Er entschuldigte sich und wollte an mir vorbei gehen. Verwirrt blieb ich dort noch einen Moment stehen, als ich eine Handbewegung an der Tasche spürte. Ich erstarrte und hielt die Luft an, bis die Hand des Mannes zurück in seine Tasche wanderte - so schnell, dass man fast hätte meinen können, es sei nichts passiert. Doch ich hatte es mitbekommen. Und ich spürte es. Irgendetwas war zwischen dem Ei und diesem Mann passiert und ich wusste nicht was.
Ich drehte mich schnell um, doch da war der mysteriöse Typ schon ein ganzes Stück weit weg. Was um alles in der Welt war gerade geschehen? Das Ei in meiner Tasche strahlte dieselbe sanfte, ruhige Wärme aus wie zuvor.
"Wartet!" Eilig stolperte ich hinter ihm her, in Gedanken aufgebracht über das gerade geschehene. "Mein Herr! Wartet!" Ich hatte Mühe ihn in dem Menschengewimmel, das uns vom Marktplatz aus entgegenkam, nicht aus den Augen zu verlieren.
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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 28 Okt 2014 - 18:09

Als ich gerade um eine Ecke biegen wollte, hörte ich, wie das Mädchen mir hinterherrief. Ein Knoten bildete sich in meiner Brust und ich fühlte, wie der Ärger und die Angst mir einen Stein in den Hals setzten.
Verärgert drehte ich mich um. "Was willst du?", zischte ich und blickte für eine Sekunde unter meiner Kapuze hervor, um mein Gesicht und meine Augen zu zeigen, die oft eine sehr abschreckende Wirkung auf Menschen hatten.
Dann schaute ich wieder auf den Boden, fühlte aber in meiner Manteltasche nach einem kleinen Dolch, den ich immer bei mir trug.
Ein sehr alter und sehr wertvoller Dolch, der noch aus der Zeit vor Erik Jäger, dem Schatten stammte, und der auf wundersame Weise in meine Hände gefallen war, kurz nachdem ich ein Drachenreiter wurde.
Es war ein sehr schöner und sehr mächtiger und wertvoller Dolch und sogar ohne ihn vor mir zu sehen, wusste ich genau, wie er aussah. Ich fühlte mit meinen Fingern an dem, mit Drachen verzierten Griff entlang, an dem sich eine Einkerbungbefand in die ursprünglich mal ein Rubin eingesetzt war, während ich auf eine Antwort des Mädchens war. Und ich erwartete eine gute Antwort von ihr! Einen triftigen Grund, warum sie mich so in Bedrängnis brachte und warum sie eine Tasche mit sich rumtrug, die ein so bekanntes Gefühl in mir auslöste.


Zuletzt von Andromex am Mo 24 Nov 2014 - 18:27 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 28 Okt 2014 - 22:33

Ich rannte ihm nach, ihm dessen magische Aura mich so faszinierte und die damit verbundenen aufkommenden Fragen sich bei mir anhäuften. Meine Tasche schwang geräuschvoll um meine Hüfte, als ich ihm durch das Menschengetümmel folgte.
Er erreichte einen Ort, an dem fast kein Mensch mehr war und blieb abrupt stehen. Verschreckt blieb ich es auch, stocksteif und mit einem unguten Gefühl im Magen.
Er drehte sich zornig zu mir herum und fragte, was ich von ihm wolle. Vor Schreck legte ich schützend eine Hand auf die Tasche mit dem Ei, doch ich hielt der bedrohlichen Stimme stand - bis er den Kopf hob und mir sein Gesicht offenbarte.
Er senkte es gleich darauf wieder, doch es hatte sich bei mir eingebrannt wie glühendes Eisen. Meine grünblauen Augen weiteten sich und offenherzig erstaunt starrte ich in die dunkle Kapuze, in der ich eben noch diese leuchtend weißen Augen gesehen hatte. Man konnte meinen Gesichtsausdruck in diesem Moment als einiges bezeichnen, aber nicht als entsetzt oder schockiert. Viel mehr überrascht.
Innerlich klapperte ich blitzschnell alle Namen ab, die mir dazu einfielen und wurde immer erstaunter, nervöser und überraschter als darunter auch die Namen Daniel und Djuli vielen.
Und mit einem Mal vielen mir Begegnungen ein, die in ein anderes Leben zu gehören schienen, so lang waren sie her. ich versuchte, den Namen noch einmal anständig auf die Reihe zu bekommen.
"A-...Andromex?"
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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 14:23

Ein kalter Schauer lief mir den Rücken herunter, als das Mädchen erneut hinter mir herrief. Sie rief meinen Namen, den Namen, den ich so lange nicht mehr aus dem Mund einen Menschens gehört hatte, der seit Jahrzehnten nicht mehr ausgesprochen wurde und mit dem ich seit Jahrzehnten nicht mehr addressiert worden war.
Fieberhaft überlegte ich, was nun zu tun war und versuchte mit Wyrda schnell nach einer guten Lösung zu suchen. Aber mein Drache war genauso verwirrt und verstört wie ich und konnte mir nicht helfen.
Daher drehte ich mich schnell zu dem Mädchen herum, packte sie am Mantel und zog sie mit etwas übermenschlichen Kräften hinter die nächste Ecke.
In sekundenschnelle hatte ich meinen Dolch aus der Manteltasche gezogen und fast lautlos "Letta Knífr Thorna" gezischt. Der Dolch schoss auf das Mädchen zu und schnitt durch ihre Kleidung, direkt an der Stelle, an der ihr Herz saß, stoppte dann aber direkt bevor er sich durch die Haut bohren konnte.
Ich blickte ihr nun fest in die Augen und zeigte ihr mein volles Gesicht. Mein Gesichtsausdruck war steinhart und ich konnte das Blut in meinen Ohren rauschen hören.
"Woher kennst du diesen Namen?", flüsterte ich hasserfüllt und sah ihr fest in die Augen um sie meine Wut sehen und spüren zu lassen.
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 15:10

Ich war innerlich so aufgewühlt wie schon lange nicht mehr. Woher kannte ich ihn? Ich war ihm nie persönlich begegnet...
Von Djulis Erzählungen. Natürlich! Damals hatte sie mir von der Allianz der Drachenreiter erzählt, die gemeinsam gegen den Schatten kämpften und deren selbst gestellte Mission gewesen war, alle vorhandenen Drachenreiter zu finden und gegen ihn zu wappnen. Einer der Meister war Andromex gewesen. Und ich war ihm mehrmals in der Elfenstadt über den Weg gelaufen...
Er ließ mich nicht zu ende denken. Kaum hatte er seinen Namen aus meinem Mund gehört packte er mich und ehe ich mich versah presste er mich gegen die kalte Steinmauer eines Hauses.
Verschreckt hielt ich den Atem an. Mit einer Geschwindigkeit, die meine Augen nicht mehr wahrnehmen konnten, tauchte ein Dolch auf und dann hörte ich, verschwommen hinter meinem laut pochenden Herzen, Wörter der alten Sprache.
Kurz riss ich die Augen auf als ich erkannte, dass er Magie anwenden wollte, doch dann spürte ich die eiskalte Klinge an meiner Haut und warf mit angehaltenem Atem den Kopf nach hinten.
"Ich kannte Djuli!", brachte ich als letzten Versuch mein Leben zu retten heraus, bevor ich die Augen zusammenkniff und auf den unvermeidbaren Todesstoß wartete.
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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 16:07

Ich atmete stark und presste das Mädchen mit großer Kraft gegen die Hauswand. Ich wusste, dass sich die Spitze des Dolches ganz langsam durch ihr Fleisch bohrte, aber ich wusste auch, dass ich niemals jemand unschuldiges, den ich nicht abgrundtief hasste, umbringen konnte. Als sie dann aber auf meine Frage antwortete, wurde ich noch zorniger.
"Verwende niemals diesen Namen in erbindung mit einer Lüge!", presste ich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor und starrte auf die Brust des Mädchens, wo langsam kleine Blutstropfen aus der Wunde traten.
"Wage es niemals, mich anzulügen!", ich starrte sie hasserfüllt an und überlegte fieberhaft, was ich nun tun konnte. Ich hatte mich dadurch offenbart, dass ich auf meinen Namen reagiert hatte. Was war, wenn sie ihr nur in den alten Geschichten gehört hatte? Und Djulis Namen als orwand benutzte um nun meine Existenz zu offenbaren?
Das würde allerdings nicht die Wärme, die aus ihrer Tasche kam, erklären, darum beschloss ich, zuerst dem auf den Grund zu gehen.
"Was ist in der Tasche?", fauchte ich und hielt den Dolch mit einem Wink meiner Hand an.
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 16:26

Mein Herz raste und meine Gedanken ebenso. Doch Andromex reagierte darauf nicht wie erhofft, ganz offenbar viel es ihm wesentlich schwerer, Jemanden auch nur ansatzweise an sich heran zu lassen, als ich gedacht hatte.
Meine Hand krallte sich in den Stoff der Tasche, als er behauptete, ich hätte ihn angelogen. Jedoch war ich zu einer direkten Antwort nicht fähig, da sich in diesem Moment die Dolchspitze in meinen Körper bohrte. Ich keuchte laut auf und verlor etwas das Gleichgewicht, sah ihm aber dennoch standhaft in die Augen. Wenn er wirklich der mächtige Drachenreiter war für den ich ihn hielt - und ich war mir da ziemlich sicher - dann konnte er spüren, dass ich nicht log.
Ich konnte jedoch nicht vermeiden, im Angesicht des möglichen Todes an Konzentration zu verlieren. Natürlich wusste ich Zauber, die mich dank den uralten Schwüren, die als Ratsbeauftragte auf mir lagen, beschützen konnten, doch ich hatte auch eine wage Ahnung davon, wie mächtig Andromex nach all den Jahren sein musste. Wenn er wollte würde ich hier und jetzt durch seine Hand den Tod finden.
Aber noch wichtiger als der Versuch ihm klar zu machen, dass ich ihn kannte, war das Ei zu schützen.
Nachdem er den Dolch gestoppt hatte holte ich schnappend Luft, dann hörte ich, was er wissen wollte. Mit einem Mal wurde ich wachsam. Ich wusste nichts über diesen Mann, wenn das Ei jetzt in die falschen Hände geraten würde wäre meine jahrelange Suche und mein Schutz umsonst gewesen.
Mein Körper versteifte sich und ich bereitete mich darauf vor, das Ei fort zu schicken sollte es notwendig werden.
"Mein Proviant. Nichts von Bedeutung, das einfache Hab und Gut einer Wanderin." Das war eine ganz offene Lüge, jedoch stellte ich nun seine Ehrlichkeit einer Wanderin gegenüber auf die Probe.
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 16:45

Ich merkte, dass das Mädchen mich anlog. Besonders bei ihrer letzten Antwort hörte ich einen spöttischen Unterton. Sie stellte mich ganz offensichtlich auf die Probe.
Ich kam mit meinem Kopf ganz nah an ihren und flüsterte ihr wütend ins Ohr: "Ein weiteres Wort und es wird dein Letztes gewesen sein" Ganz langsam nahm ich den Kopf wieder ein wenig zurück und blickte sie an, in der Hoffnung irgendeine Antwort in ihrem Gesicht zu finden. Ich wollte, dass sie mir die Wahrheit erzählte, denn das hätte mich aus der Situation befreit in die mich ihre Antwort gebracht hatte.
Ich wartete noch einen Augenblick ab und verharrte still um meinen Drachen um Rat zu fragen.
Wyrda, soll ich auf ihr Spiel eingehen oder ist es wichtiger herauszufinden, was wirklich in ihrer Tasche ist? Es könnte gefährlich für mich sein! Es könnte sein, dass Erik mich aufgespürt hat!
Ich spürte das verächtliche Schnauben meines Drachens in meinem Körper. Hätte Erik dich gefunden, hätte er jemanden geschickt, der gegen dich angekommen wäre! Handel nicht zu voreilig Andromex
Ich seufzte tief innerlich und ordnete meine Gedanken für eine Sekunde. Dann behalf ich mich erneut der alten Sprache und murmelte ganz leise "Malthinae", um den Körper des Mädchens zu lähmen und sie vom weglaufen zu hindern.
Ich setzte ebenfalls eine spöttische Miene auf und ging auf ihre Antwort ein.
"Was, wenn ich nun doch ein Wanderer und gerade auf der Suche nach Essen bin? Würdet Ihr Euer Brot mit mir teilen?"
Meine Augen funkelten wütend und meine gesamte Körpersprache sollte ihr klarmachen, dass sie mir besser schnell eine erklärende Antwort gab.
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 19:14

Es war ein brenzliges Spiel, das wir spielten. Seinen Dolch hatte er zurück gepfiffen, unangenehmerweise hatten seine weißen Augen eine einschüchternde Wirkung. Ich zog vor ihm jedoch nicht den Kopf ein, was an seinem Ego zu kratzen schien - so gab er sich zumindest. Ob er sich mit dieser Masche schützen wollte konnte ich nicht sagen, ich wog es allerdings mit mehreren anderen Theorien ab.Er war ein einziges Rätsel.
Als er zurückwich und durchatmete berührte ich die Schnittwunde unter meinem Schlüsselbein. Gleich darauf wurden wieder elfische Worte zu mir gesprochen und ich fror mitten in der Bewegung ein. Ich verkniff mir ein Lächeln. Im Ernstfall würde mich das nicht davon abhalten können, das Ei in Sicherheit zu schicken.
Zu meiner Überraschung versuchte er allerdings nicht, mich anzugreifen. Er ging auf mein Spiel ein.
"Das kommt ganz auf den Fremden an", erwiderte ich nachdenklich und versuchte zu ergründen, ob er ein Freund oder Feind war - ein so mächtiger Drachenreiter auf der gegnerischen Seite konnte erheblichen Schaden anrichten. So oder so musste ich es schaffen ihn so um den Finger zu wickeln, dass ich mein Geheimnis behüten und zeitgleich am Leben bleiben konnte - was sich als schwieriger herausstellte als erwartet.
"Wenn der Fremde nicht nur nimmt sondern auch gibt, würde ich ihm vielleicht sogar etwas von dem guten Brot geben." Ein prüfender Blick begegnete dem Reiter.
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 19:27

Ich runzelte die Stirn auf die Aussage der Fremden hin. Mir gefiel ihre Art nicht, und die Art und Weise, wie sie mit mir sprach. Ich merkte, dass sie sich zwar fürchtete, sie aber dennoch viel Hoffnung und Stolz in sich trug, zu viel, als dass ich sie wirklich vollends einschüchtern konnte sie so loswerden würde. Selbst jetzt, wo sie erstarrt dastand, hatte sie keine Angst, dass sie mir nun schutzlos ausgeliefert war.
Ich ging erneut auf ihre Antwort ein, in der Hoffnung, dass ich dadurch mehr erfahren würde: "Was würde ein Wanderer denn anderes begehren, als Nahrung, einen Platz zum Ruhen und die Freiheit zu gehen wohin er wollte?"
ich versuchte verzweifelt aus ihren Worten zu erkennen, was sie von mir wollte und weshalb sie hier war, aber sie machte es gut. Sie war geschickt in der Wahl ihrer Worte und in der Weise, wie sie konterte. Das passte nicht zu der Art, wie sie aussah und wie sie sich hätte verhalten sollen.
"Was hätte ein normaler Wanderer, einem selben zu geben?"
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 19:43

Noch wurde ich nicht schlau aus ihm, jedoch gab mir sein Einstieg in das Spiel die Möglichkeit, anders auf ihn einzugehen. Er war nicht der Einzige, der Informationen wollte.
"Wanderer sind von Haus aus neugierig auf die Welt und ihre Schätze", sagte ich leise, erst mehr zu mir selbst. Vorsichtig suchte ich dann seinen Blick.
"Um besondere Schätze wie besonders gutes Brot zu teilen erfordert es ein bisschen mehr ... ein bisschen weniger Argwohn."
Ich hatte erst Vertrauen sagen wollen, mich dann aber zu einer abgeschwächteren Version entschieden. Er musste mir nicht vertrauen, aber zuhören wäre Gold wert..  oder das Vergrauen meinerseits.
Ich versuchte an seinem Gesicht abzulesen, was er dachte, doch das war nahe des Unmöglichen.
"Und vielleicht stellt sich gutes Brot als eine Kostbarkeit heraus."
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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 19:59

Das Gespräch mit der Fremden entwickelte sich langsam zu einem interessanten Austausch von Aussagen und wir wussten beide, dass wir in diesem Spiel auf einer Stufe standen. Ich wollte ihr gerade meine Antwort geben, als ich spürte, dass sich ein Grüppchen Menschen vom Markplatz her näherten. Schnell zog ich sie um eine weitere Hausecke, in eine dunkle, schmale Sakckgasse. Ein Vorteil für mich, da meine Augen selbst in der Dunkelheit unglaublich gut funktionierten, ein Nachteil für sie, da sie nun nicht mehr richtig erkennen konnte, was mein Gesichtsausdruck sagte, und was ich möglicherweise anstellen konnte.
"Aber welches Brot hätte den Wert eines offenen Gespräches? Welches Brot wäre kostbar genug, um es auf eine Stufe mit dem Bund des Vertrauens zu stellen?"
Ich hatte sehr wohl verstanden, was ihre Worte bedeuteten und ich wusste nun, dass sie nicht vorhatte, mir etwas Böses zu tun. Ich wollte aber dennoch nicht so schnell jemand Fremdem offenbaren, wer ich wirklich war, abgesehen von den Geschichten, die man über mich gehört haben konnte.
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 20:14

Eine Gruppe Menschen näherte sich und Andromex verschwand mit mir um die nächste Ecke, die noch ein ganzes Stück dunkler war als die vorige. Jetzt machte es keinen großen Unterschied mehr ob er die Kapuze trug oder nicht, sehen konnte ich sein Gesicht nicht mehr.
Seine Fragen waren weise gestellt. Wir wussten beide, dass es um viel mehr ging als um einen Laib Brot. Wir befanden uns in einem Schlagabtausch, der viel auf die Waage legte und dessen Ausgang von erheblicher Bedeutung war.
"So kostbar..." Ich murmelte ein leises "aptr", wodurch sich mein Körper aus der Lähmung befreite. Behutsam strich ich mit einer Hand über die Tasche mit dem wertvollen Inhalt, blieb mit dem restlichen Körper jedoch aus Respekt vor Andromex still.
"Vielleicht ein Brot, so selten, dass selbst Legenden kaum mehr geglaubt wird, dass es noch existiert." Ich starrte in das Dunkel, wo ich sein Gesicht vermutete.
Damit hatte ich einen kleinen Schritt aus den Metaphern heraus getan. Dafür musste der richtige Zeitpunkt gewählt werden, um nicht auf der Stelle umgelegt zu werden. Wenn er mir jetzt etwas entgegenkam und seinen Argwohn niederlegte, konnten wir vielleicht frei sprechen.
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