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 Dorf

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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 20:53

Als das Mädchen vor mir Magie anwendete, konnte ich ganz genau die Energie spüren, die sie dabei umgab. Es war ein relativ einfaches Wort und kostete nicht allzu viel Kraft, aber es machte deutlich, dass die Fremde mehr war, als man erwartete. Mein Respekt für sie wuchs, ebenso, wie das Interesse. Nun, da sie sich von dem Zauber befreit hatte würden wir unter gleiichen Vorraussetzungen weitersprechen. Und ich war nahe daran zu erfahren, was in ihrer Tasche war. Ich hatte zwar eine Vorahnung und ihre Worte bestärkten mich immer mehr mit diesem Gedanken, aber ich musste ganz sicher gehen.
"Welches Brot auf Erden könnte so selten sein, für wie du es erklärst?"
Ich wusste genau, woraufhin sie anspielte und ich wusste genau, was als nächstes kommen würde, aber ich wagte gar nicht zu hoffen, dass es wirklich passieren konnte.
Ich hatte schon vor so langer Zeit die Hoffnung aufgegeben und die Furcht enttäuscht zu werden, saß viel zu tief in mir, als dass ich es wagte meinen eigenen Vermutungen zu glauben.
"Welches Brot könnte existieren, ohne dass der Schimmel der Jahre es ihm etwas anhaben kann? Ein verschimmeltes Brot ist so nährbar, wie der Schwanz einer Ratte. Nimmst du an, damit das Interesse eines Wanderers wecken zu können?"
Ich versuchte das Spiel noch ein wenig weiterzuspielen, um noch mehr über die Fremde herauszufinden, im Falle, dass ich es gegen sie verwenden müsste.
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 21:11

Wir standen uns nun ebenbürtig gegenüber, ich hatte mit meinen Worten Neugierde bei ihm wecken können. Damit hatte ich mein Leben aus der Gefahrenzone bringen können, spielte mit ihm aber immer noch auf demselben Spielbrett. Und jeder Zug konnte das Ende des Spiels bedeuten.
Seine Worte waren gut gewählt und ich studierte mit fliegenden Augen das schattenhafte Gesicht vor mir, bevor ich meinen nächsten Spielzug tat.
"Vielleicht nicht das Interesse eines Wanderers.." Den Satz ließ ich in der Luft hängen und starrte nachdenklich seine Schulter an. Er hätte mir bereits entgegen kommen können, ließ sich nun aber noch Zeit. Ich rätselte über seine Beweggründe nach, während ich mich in Hab-acht-Stellung begab. Ich musste es vermeiden, ausgefragt zu werden. Als Ratsbeauftragte konnte es gefährlich für mich werden, unbedacht Informationen preis zu geben. Ich beschloss es nun zu riskieren und ihn zu konfrontieren, seine Neugierde gab mir den Mut.
"Aber warum würde ein Fremder, der kein Wanderer ist, über ein Teilen verhandeln, wenn er versuchen könnte es sich auf eigene Faust zu holen? Was lässt seine Faust zögern?" Ich spielte nun mit dem Feuer, doch mir war nicht entgangen, dass er mit dem Dolch rechtzeitig inne gehalten hatte.


Zuletzt von Zerean am Mi 29 Okt 2014 - 21:41 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 21:22

Ihre Frage war berechtigt, das gestand ich mir selber ein. Und ich wusste, dass sie die Antwort im Endeffekt erahnt hatte, aber nun wissen wolle, wie ich ihr gegenüber stand. Zugeben, dass ich meine Schutzmauern ein wenig fallen gelassen hatte, wollte ich aber nicht offen zugeben, denn ich wusste immernoch nicht ihre Beweggründe, nur das offensichtliche, was ich schon erahnt hatte. Darum ließ ich mir bei meiner Antwort besonders Zeit und legte mir die Worte vorher sorgfältig zusammen:
"Vielleicht ist die Faust in diesem Falle nicht der Handelnde. Vielleicht wird die Faust von dem geleitet und zurückgehalten, was sich zum Handel entschieden hat."
Ich wollte deutlich machen, dass ich diese Entscheidung nicht ohne genügend Überlegung gefällt hatte und das ich ganz sicher auf alles, was der Handel, oder besser, die Offenbarung von dem Inhalt ihrer Tasche, vorbereitet war. Ich wollte ihr zeigen, dass ich ihr für den Moment vertraute und ihr die Chance geben, ebenfalls hinter ihrem Schutzwall hervorzukommen.
Nichtsdestotrotz blieb ich so aufmerksam, wie nie zuvor und prägte mir jede Bewegung, jede Geste ein, in der Hoffnung, dass ich es gegen sie verwenden konnte, wenn sie doch nicht war, wer sie vorgab zu sein.
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 21:36

Seine Worte waren gut formuliert und ließen keine mehrfachen Interpretationen für diesen Fall zu, womit er mir sein zeitweiliges Vertrauen bestätigte. Da meine Frage durchaus in die entgegengesetzte Richtung hätte gehen können breitete sich Erleichterung und Mut in mir aus, doch ich verlor nicht an Wachsamkeit.
Er schien bereit dafür, das Spiel zu beenden, nun war es an mir den letzten Spielzug zu tun.
Ich wog noch einmal alles ab, ging unser Gespräch in Gedanken noch einmal durch und setzte die Dinge, die ich über ihn herausfinden konnte in Relation zu meinen Pflichten und meiner Vorsicht dem hohen Rat gegenüber, bevor ich ihn schließlich entschlossen anblinzelte.
"Die Faust ist in diesem Falle nicht der Handelnde", zitierte ich ihn und hob die warme, glimmernde Tasche hoch. Ich überließ es ihm, den Stoff zurück zu schlagen und einen Blick hinein zu werfen. Und das nicht mit der herausfordernden Faust, sondern mit der weisen, wissenden Hand des Drachenreiters, der er war.
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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 29 Okt 2014 - 21:47

Ein wohl bedachtes Gespräch war es, das wir geführt hatten, es war wie ein Schachspiel, in dem jeder seinen Stein setzte, in der Hoffnung ihn nicht zu verlieren. Den auf Steinen war es schließlich alles aufgebaut. Jedes Wort, das wir gesprochen hatten war einer dieser Steine gewesen und nun waren wir am Ende angekommen, beim Schachmatt.
Sie wiederholte meine Worte, um sich zu vergewissern, dass ich sie so gemeint hatten, wie sie gesprochen wurden und dass ich nicht andere Absichten hatte. Aber das htte ich nicht. Ich hatte nur auf diesen Augenblick hingearbeitet.
Sie hielt mir die Tasche hin, beließ es aber an mir, sie zu öffnen und hineinzuschauen. Die pulsierende Wärme, die von ihr Ausging umhüllte meine Sinne und ließ mich die Umgebung vergessen. Ich war fixiert auf das Objekt in der Tasche und jetzt, wo ich es fast in den Händen hielt, fingen die Drachenmale auf meinem Körper an, zu brennen. Es war, als ob die Hitze der Tasche sie entfachte und ein Feuer auf meiner Haut entflammte.
Ich bemühte mich den Schmerz zu ignorieren und schlug vorsichtig den Stoff der Tasche zurück.
Rot leuchtend, und gebettet in Lagen von Stoff, befand sich darin ein Drachenei. Ein großes und so kostbares Drachenei. Es musste schon sehr alt sein und ich konnte erahnen, wie sehr es immernoch auf den Menschen hoffte, der sich irgendwann auf seinen Rücken und das unzerbrechbare Band herstellen würde.
Vorsichtig streckte ich die Hand aus und strich über die Oberfläche. Es war so unglaublich lange her, dass ich dieses Gefühl unter meinen Fingern gespürt hatte. Die kalte Schale, die doch so viel Wärme austrahlte und so viel Hoffnung und Wünsche.
Ich schloss die Augen für einen Moment und ließ die Energie des Eis durch meinen Körper wandern. Der Schatten hatte gute Arbeit vollbracht! Er hatte meinen Körper umfunktioniert, für genau diesen Moment. Indem mein Körper sich mit dem Geist dieses kleinen Wesens in der Schale verband.
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 30 Okt 2014 - 12:31

In all den Jahren in denen ich nun schon gerum gekommen war bin ich immer wieder Leuten begegnet, bei denen man aufpassen musste, was man sagte. Ich hatte viel Übung in Wortgefechten, da meine Kampftechniken und meine Kraft begrenzt waren und ich wertvolle Fracht mit mir trug, die ich zu schützen hatte.
Ich hatte mir mit dem Reiter ein Wortgefecht auf einer Ebene geliefert, die über hoch hinaus ging. Es hatte eine Anspannung exsitiert, niemand hatte an Wachsamkeit nachgelassen und die Worte hatten viel gewogen. Doch es schien, als hätten wir nun eine Übereinkunft gefunden. Wir respektierten einander, wir hatten uns gegenseitig anerkannt. Er war ein sehr alter, mächtiger Drachenreiter, der bereits viel erlebt hatte und nicht einfach jedem Vertrauen konnte und ich war eine heilige Ratsbeauftragte mit einer Aufgabe, die wichtiger war als mein eigenes Leben.
Andromex schlug den Stoff zurück und seine Augen bekamen einen außerordentlichen Glanz als er den Schatz erblickte, den ich so wachsam behütete. Zärtlich strichen seine Finger über die raue Drachenschale und ich spürte die Energie, die um ihn herum pulsierte, nun noch viel stärker. Da ich ihm vertraute ließ ich ihn tun, was er vorhatte und sah zu, wie er seine Hände auf das Ei legte und die spürbare Energie sich fast schon sichtbar in einem Leuchtfeuer zwischen dem Ei und dem Reiter ausbreitete. Es war ein magischer Augenblick, dem ich schweigend und bedächtig beiwohnte.
Vorsichtig ließ ich den Stoff zurückschnellen und nahm die von innen glühende Tasche wieder an mich. Meine blaugrauen Augen waren groß, freundlich und offen und mein Blick ehrlich und aufrichtig, als ich sein Gesicht studierte. In Gedanken rätselte ich, ob er ein gebrochener Mann war oder ob sein mächtiger Drache noch exisiterte. Ich wagte es aber nicht, ihm jetzt schon eine so persönliche Frage zu stellen. Vielleicht würde es sich irgendwann ergeben, vielleicht würde der richtige Zeitpunkt dafür noch kommen.
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 30 Okt 2014 - 13:02

In dem Moment, in dem ich die Schale des Eis berührte, schossen all die Erinnerung durch meinen Kopf. Wie mir Wyrdas Ei in die Hand gelegt wurde und ich seine Warme Schale in meinen Handflächen spürte, wie ich den kleinen Körper meines Drachens unter der Hülle spüren konnte, und wie er dann letzendlich bei mir geschlüpft ist und mich mit dem Zeichen eines Drachenreiters geprägt hatte. Ich erinnerte mich an unseren ersten Flug, und die ganzen weiteren Flüge die wir, verbunden als Drache und Reiter zusammen gemacht hatten.
Dann schlug die Fremde das Tuch wieder über die Tasche und nahm sie zurück zu sich. Ich starrte noch einen Moment ins Leere und ließ diese Erinnerungen, die das Ereignis in mir aufgeweckt hatte, durch mich strömen. Ich musste zu Wyrda! Ich musste ihn wieder sehen! Ich musste wieder auf ihm fliegen. Noch nie hatte ich dieses Bedürfnis so stark gespürt, wie in diesem Moment. Und mir war bewusst, dass er das spürte, hoch oben auf den Bergspitzen.
Das Mädchen fing an, interessiert mein Gesicht zu betrachten, was mich verunsicherte, darum zog ich schnell wieder die Kapuze meines Mantels tiefer ins Gesicht.
Ich überlegte mir genau, wie ich die Frage, die mich in diesem Moment am meisten beschäftigte, stellen wollte.
Ich durfte sie nicht erschrecken, ich durfte sie nicht verurteilen und ich durfte nicht zu viel Interesse zeigen, das könnte ihre Offenheit mir gegenüber zerstören. Daher entschied ich mich für eine einfache Frage und versuchte so freundlich und offen zu klingen, wie möglich.
"Wie kommt eine Wanderin, wie Ihr an einen solch kostbaren Schatz?"
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 30 Okt 2014 - 13:29

Es irritierte mich etwas, als er die Kapuze wieder ins Gesicht zog. In der dunklen gasse konnte ich sowieso die Hand vor Augen kaum erkennen, ich hatte ihn nur angesehen. Das er noch zusätzlich sein Gesicht verbergen wollte gab dem Vertrauen, dass ich ihm gegenüber brachte, einen kleinen Stich.
Ich verzichtete aber darauf jetzt noch einmal in eine Hab-acht-Stellung zu gehen, denn jetzt hatte ich ihm mein größtes Geheimnis offenbart. Wenn er mir etwas böses gewollt hätte, dann hätte er bereits versuchen können, das Ei an sich zu nehmen.
Allerdings stellte er dann eine Frage, die sehr persönlich war. Ich sah den dunklen Schatten an, der nun alles war, was er von seinem Gesicht sehen ließ, und schwieg eine ganze Weile. Ich bewegte mich nicht und wog ab, ob er das Vertrauen wert war. Schließlich beschloss ich, ihm einen wichtigen Teil der Wahrheit zu sagen, jedoch nicht alles.
"Ich bin nicht das, was ich vorgab zu sein", gestand ich ehrlich und ließ ihn meine Ehrlichkeit auch spüren, indem ich meine Hand zur Stirn führte und dann wieder von ihr weg - der elfische Gruß. "Ich reise im Auftrag des hohen Rates der Elfenstadt." Mit dieser Information konnte er sich den Herkunftsort des Eis zwar denken, hatte ihn aber nicht aus meinem Mund gehört.
Ich wollte ihm vertrauen, wirklich, doch er machte es mir unheimlich schwer. "Und was macht einen gewöhnlichen Wanderer wie ihr zu so einem fachkundigen Schatzsucher?" Ich wusste, dass er kein Wanderer war, doch er glaubte mir nicht, dass ich ihn bereits kannte, daher versuchte ich nun ihn dazu zu bringen es mir von sich aus zu sagen.
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BeitragThema: Re: Dorf   Fr 31 Okt 2014 - 16:57

Als die Fremde ihre Hand zur Stirn führte, zuckte ich ein wenig zusammen. DIeser Gruß erinnerte mich zusehr an lange vergangene Zeiten. Zu sehr an alte Freunde. Und zu sehr an Selena natürlich. Aber dennoch hörte ich weiter zu und als sie beendet hatte und mir eine Frage stellte, antwortete ich zuerst auch erstmal mit dem Elfengruß. Es zeigte, dass wir uns nun respektierten und dass wir auf einer Ebene standen, was das Wissen über die alten Traditionen anging.
Und sie hatte mir nun auch offenbart, woher sie dieses Wissen besaß. Sie hatte vom Elfenrat anscheinend den Auftrag bekommen, mit dem Drachenei durch die Lande zu reisen und nach dessen Reiter zu suchen. Das war schon öfter passiert und es war nicht das erste Mal, dass ich davon hörte.
Aber obwohl ich nun ihre Beweggründe wusste, hatten sich mir dennoch neue Fragen gestellt. Woher kam sie, wie lange reiste sie schon umher, wusste sie von allem, was passiert war, und war sie möglicherweise zu der Zeit schon umhergereist, um den Auftrag auszuführen?
Ich merkte aber, dass ich warten müsste, um diese Fragen zu stellen. Wie sie richtig gefordert hatte, wer nehmen will, musste auch geben, und jetzt wollte sie zuerst meine Beweggründe erfahren.
Und es viel mir schon deutlich einfacher, diese preiszugeben, nun, dass ich sicher sein konnte, dass sie auf meiner Seite stand und die gleichen Interessen hatte, wie ich. Neue Drachenreiter zu finden und die Zeit der Drachenreiter wieder aufleben zu lassen.
"Was, wenn der Wanderer doch kein Wanderer ist, sondern ebenfalls nicht ist, was er vorgab zu sein, aber Schatzsucher zu den Dingen gehört, die er ist?"
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BeitragThema: Re: Dorf   Sa 1 Nov 2014 - 10:53

Er erwiderte den elfischen Gruß, begann dann jedoch wieder in Rätseln zu sprechen. Ich kniff leicht die Augen zusammen, dachte über seine Worte nach und überlegte, ob ich mich erneut auf dieses Spiel einließ. Doch er hatte von mir offene Antworten auf seine Fragen erhalten, jetzt wollte ich auch welche. Ich würde nicht mehr mit ihm spielen. Entweder sprach er Klartext mit mir, oder ich hatte mein Vertrauen in den falschen gesetzt.
"Wenn das so ist, dann hat er meine Frage nicht beantwortet." Schweigend sah ich ihn an.
Ich sah dann hinunter auf die Tasche mit dem Ei, das nach so langer Zeit schon fast ein Teil von mir war, dann blickte ich wieder auf. Ich musste ihn konfrontieren, anders konnte ich ihn nicht zum reden bringen.
"Ich will ehrlich zu euch sein Andromex. Ich kenne euch." Ich machte eine schleifende Handbewegung um uns herum und flüsterte: "Atra nodu waíse vardo fra eld Hórnya." Ich spürte, wie die Magie durch meine Venen floss - jetzt konnten nur wir uns noch hören. Einer der wenigen Zauber, die ich perfekt beherrschte.
"Erweist mir die Ehre und seid auch ehrlich zu mir. Ich wage gar nicht zu glauben, dass Ihr der Andromex seid, von dem ich damals so viel gutes gehört hatte, doch Ihr seid es."
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BeitragThema: Re: Dorf   Sa 1 Nov 2014 - 19:05

Ich merkte, dass die Fremde mit meiner Antwort nicht zufrieden war und ich konnte es verstehen. Dennoch fiel es mir so unglaublich schwer nach all den Jahrzehnten nun meine Hülle fallen zu lassen und einen Menschen einzuweihen.
Doch die Fremde benutzte im nächsten Moment Magie, um uns unhörbar zu machen, was ich als einen Aufforderung deutete, ihr letzendlich die Wahrheit zu erzählen. Gedanken kreisten in meinem Kopf herum, wie ich anfangen sollte, wie ich ihr all das erzählen sollte, was jeden Tag in meinem Kopf vorging und wie ich mich überwinden konnte, nach all den Jahren wieder einem Menschen zu vertrauen.
Wyrda, sprach ich in Gedanken, hilf mir!
Mein Drache grummelte in der Ferne und ich merkte, dass er genauso über die Aufforderung des Mädchens nachdachte, wie ich.
Sei ehrlich zu ihr!, antwortete er, sie ist die Person, die dich am ehesten verstehen würde! Sie ist dir ähnlich Andromex! Sie hat womöglich das gleiche durchgemacht, wie du und sie ist deine Hoffnung!
Ich spürte die Wärme meines Drachens und den Mut, den er mir in Gedanken ausstrahlte.
Ich stellte mich etwas aufrechter hin und sammlte ein letztes Mal meine Gedanken, bevor ich begann zu sprechen.
"Ja, ihr habt richtig erkannt, ich bin Andromex, der letzte Drachenreiter. Ich weiß nicht, was man sich Gutes über mich erzählt, ich weiß aber, dass ich dejenige bin, der Euch helfen kann.
Dennoch müsst ihr mir verzeihen. Es ist nicht einfach, meine Vergangenheit mich wieder einholen zu lassen. Aber ich werde mein Bestes geben, Eure Fragen ehrlich zu beantworten.
Allerdings müsst Ihr mir auch eine Frage beantworten. Woher kennt Ihr Djuli?"
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Sa 1 Nov 2014 - 21:26

Er schien sich zu wappnen, dann sah er mich ernst an.
Er war es also wirklich. Ich hatte mich nicht getäuscht. Es war Andromex, der Andromex aus den Zeiten der großen Legenden!
Ich nickte. "Natürlich ist es schwer und ich akzeptiere das. Ihr habt bereits viel erlebt und könnt nicht jedem trauen." Ebenso wie ich, fügte ich in Gedanken hinzu. Nun hatten wir einander guten Gewissens unser Vertrauen geben können ohne einander verpflichtet zu sein. Vielleicht konnten wir auf dieser Basis mehr werden als Bekannte. Wir hatten in dem anderen Jemanden gefunden, der ansatzweise verstehen konnte, was wir durchgemacht haben und wie viel Lebenserfahrung in uns schlummerte.
Die Frage nach Djuli, ich wusste sie würde kommen. Und ich konnte mir ein verträumtes Lächeln bei den Gedanken an meine Heldin nicht verkneifen, als ich in Gedanken in der Zeit zurückging.
"In jungen Jahren studierte ich die Geschichte der Drachenreiterallianz - Daniel, Djuli, Keona und auch Ihr, Andromex, die großen Reiter und Helden der damaligen Zeit." Wehmütig an die vergangene Zeit denkend strich ich gedankenverloren über die Tasche mit dem Ei, das eine angenehme Wärme ausstrahlte. "Mit 17 ging ich in die Welt hinaus um dem Geschehen nah zu sein - Ich begegnete Djuli 3 Jahre nach dem Verlust von Daniel. Sie nahm mich auf ihrer mächtigen Mausstern mit zur Elfenstadt... Diesen Ritt auf einem Drachen werde ich niemals vergessen." Ich sah die mächtigen Schwingen vor mir, die wunderschönen Schuppen ihres Körpers von denen jede einzelne funkelte wie tausend nachtschwarze Diamanten. Ich sah den Reiter vor mir gedankenverloren an, der lebendig vor mir stehende Beweis, dass ein Drache wohlmöglich heute noch existierte, obwohl sie sogar bereits als fast ausgestorben klassifiziert wurden.
"Das ist lange her", fügte ich dann hinzu und senkte den Blick. 80 Jahre waren es nun fast und doch zeigte mein Körper kein Zeichen der Alterung.
Ich versuchte die alten Erinnerungen abzuschütteln und sah wieder zu ihm auf. "Darf ich fragen was einen so mächtigen und weisen Reiter wie euch in ein kleines Dorf verschlägt?" Ich wusste, dass hier Geschichte geschrieben wurde, doch ich bezweifelte, dass das der Grund war warum er sich hier versteckt hielt.
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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   So 2 Nov 2014 - 20:48

Die Fremde begann ihre Gesichte zu erzählen und ich hörte ihr aufmerksam zu. Ich versuchte, während sie sprach, das gehörte zusammenzupuzzeln und mit meiner Vergangenheit zu verbinden. Ich fragte mich, ob wir uns schon einmal begegnet waren, zu der Zeit, in der Daniel und Djuli noch in unseren Landen wanderten.
Zögerlich nickte ich und strich mir eine Strähne, die mir ins Gesicht gefallen war, zurück. Ich hatte mittlerweile die Kaputze wieder ein wenig in den Nacken geschoben, um der Fremden bei unserem Gespräch in die Augen blicken zu können. Meine Hände waren dennoch immernoch in meinen Manteltaschen versteckt, da die Angst noch zu tief saß, dass jemand meine Male oder das Zeichen der Drachenreiter entdecken konnte.
"Ich erinnere mich an die Zeit! Es war nachdem der Schatten in die Flucht geschlagen war und die Drachenreiter immer weniger wurden. Ich bin damals noch einmal Daniel und Djuli in der Elfenstadt begegnet, als sie sich aufmachten, um ein neues Leben zu beginnen. Demnach müssen wir wohl zur gleichen Zeit am gleichen Ort gewesen sein! Oder jedenfalls in der Nähe des anderen!"
Ich zeichnete für ein paar Sekunden mit meiner Fußspitze Muster in den Sand bevor ich fortfuhr: "Ich folgte damals dem Bespiel meiner Freunde und versuchte, das Erlebte zu vergessen. Ich versuchte all das, was geschehen war zu verdrängen und zog mich zurück, feige wie ich war. Ich bereue es bis zum heutigen Tag, dass ich damals dem Schatten nicht gefolgt bin und all die Toten gerächt habe. Stattdessen begann ich ein neues Leben, oder was man Leben nennen möchte, in diesem Dorf und legte mir eine neue Identität zu, um die Vergangenheit hinter mir zu lassen. ABer ich fürchte trotzdem jeden Tag noch mit der Rückkehr des Schattens und ich bereue meine Feigheit jeden Tag aufs neue. Und nun kennt ihr meine Geschichte und könnt mich deswegen verurteilen!"
Ich senkte den Blick und spürte, dass ich meine Hände in den Taschen zu Fäusten geballt hatte.
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BeitragThema: Re: Dorf   So 2 Nov 2014 - 21:07

Als Andromex begann mir seine Geschichte zu erzählen fuhr ich unwillkürlich mit den Fingerspitzen tiefer in den Stoff der Tasche, als er von dem Schatten erzählte. Ich hatte nicht viel von Erik Jäger, dem berüchtigten Schatten, gehört, doch wenn dann nur furchtbares, angsteinflößendes und die lebendige Hölle. Das Ei strahlte eine Wärme aus, die mich beim Zuhören beruhigte. Doch ich merkte auch, wie angespannt der Reiter war, als er von diesen Zeiten erzählte.
Als er geendet hatte hätte ich ihm am liebsten sanft über die Schulter gestrichen und gesagt, das alles gut werden würde. Er sah so gebrochen aus, hatte so viel furchtbares erlebt und doch musste er mit dieser unerträglichen Last weiterleben. Ich brauchte mich nicht in ihn hineinzuversetzen um zu wissen, wie er sich fühlen musste. Vielleicht war ich eine der wenigen, die ihn in diesem Moment verstehen konnte.
"Es gibt nichts zu verurteilen..." Zögerlich hob ich die Hand, ließ sie dann aber wieder sinken. "Die Entscheidungen, die wir im Leben treffen müssen, fallen nicht immer zu unseren eigenen Gunsten aus. Doch tu tatest es für dich, Andromex! Du hattest das Recht alldem den Rücken zu kehren. Nur du weißt, was du in deinem Herzen für Lasten mit dir herum tragen musst. Ich sehe keine Schande darin, unter diesen Lasten auch mal nachgeben zu müssen. Wahre Schande ist es nur, wenn man es nicht schafft wieder aufzustehen." In meine zuvor traurigen Augen trat nun ein ausdrucksstarkers überzeugtes Blitzen.
Meine Worte waren aufbauend, doch sie zeigten keine Wehleidigkeit. Das Leben hatte mich abgehärtet und ich wusste, dass man nur die Wahl hatte: Gebrochen zu werden, das konnte uns allen widerfahren. Doch entweder ließ man sich von der Welt in ihrer ganzen Furchtbarkeit unterkriegen, oder man stand wieder auf und setzte den Kampf fort. Und in meinem Herzen zweifelte ich keinen Moment daran, dass Andromex im Falle einer Bedrohung wieder zu seiner alten Größe finden würde.
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BeitragThema: Re: Dorf   Mo 3 Nov 2014 - 13:30

Ich nickte über die Worte der Fremde und vergub meine Hände noch tiefer in den Taschen. Natürlich waren ihre Worte die Wahrheit und natürlich war das wichtigste, wieder aufzestehen, wenn man einmal gefallen war. Aber meine innere Wut auf mich selber, dass ich damals nicht das Leben meiner Geliebten gerecht hatte, saß zu tief, als das diese aufmunternden Worte mir halfen. Daher ließ ich ihre Worte unbeantwortet im Raum stehen.
"Nun wisst Ihr meine Vergangenheit und ich weiß eure. Es gibt allerdings noch unbeantwortete Fragen. Doch zuallererst bitte ich euch, mir euren Namen anzuvertrauen. Den meinen kennt ihr ja schon!"
Es war ein weiterer wichtiger Schritt im Aufbau unseres gegenseitigen Vertrauens, ihren Namen zu verratten, das wusste ich. Und es musste ihr genauso schwer fallen, wie mir, nach all diesen Jahren die Verkleidung, die wir uns Zugelegt hatten, um ungestört, ungebunden an die alten Legenden, leben und reisen zu können.
Dennoch wusste ich ebenfalls, dass ihr Name bei mir sicher war und ich ihn hüten würde, ebenso wie ihre Identität und ihre Geschichte. Ich war der letzte, der wollen würde, dass wir unter dem Volk der Menschen gefunden werden würden.
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BeitragThema: Re: Dorf   Mo 3 Nov 2014 - 14:52

Ich nickte als er sagte, dass wir nun unsere Vergangenheiten kannten. Wir wussten, dass sie bei dem jeweils anderen gut bewahrt werden würden und unser Vertrauen in den richtigen gesetzt hatten.
Seine Frage jedoch ließ mich etwas in mich zusammensinken. Ich lief schon so lange unter falschem Namen, dass ich meinen eigenen ewig nicht mehr gebraucht hatte. Doch seine Frage war nur berechtigt, da er mir seinen auch genannt hatte.
"Ich bin Zerean, Ratsbeauftragte, auf der das Vertrauen des Rates erliegt. Ich hüte das Ei, es ist meine heilige Aufgabe." Es war eine offizielle Vorstellung und ich musste lächeln, als ich sogar eine zarte Verbeugung andeutete. Die Situation hatte sich zwischen uns entspannt und beide waren wir froh, Jemanden zu haben mit dem wir über die Jahre sprechen konnten, die wir in unserem Innersten vergraben hatten.
"Ich zögerte zuvor, Euch eine Frage von Bedeutung zu stellen..." Zögerlich sah ich in seine Augen, die in der Dunkelheit hell hervorstachen, nun da er die Kapuze etwas hatte zurückfallen lassen. "Nun, ich weiß, dass ihr einen Drachen hattet und ich weiß wie mächtig ihr seid. Ich spüre eure Aura schon die ganze Zeit." Ich wartete einen Moment ab und fragte mich, ob ich die Frage wirklich stellen sollte.
"Ihr müsst nicht antworten, doch... Ich hatte gehofft, euch noch immer einen Reiter nennen zu dürfen. Würde es immer noch angemessen sein?" Ich hatte die Frage schön verpackt, sodass sie nicht so hart klang, doch die Frage nach seinem Drachen war dahinter unverkennbar herauszuhören. Und ich konnte selbstverständlich damit umgehen, sollte er sich dazu entscheiden mir diese Information noch vorzuenthalten.
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BeitragThema: Re: Dorf   Mo 3 Nov 2014 - 17:54

"Seit gegrüßt Zerean, Hüterin des Eis!", sprach ich langsam und blickte ihr fest in die Augen, während ich ebenfalls eine leichte Verbeugung andeutete. Der Respekt war nun auf beiden Seiten aufgebaut und innerlich spürte ich eine gewisse Ruhe, endlich jemandem alles erzählt zu haben. Endlich jemanden zu haben, mit dem ich auf gleicher Stufe stand.
Als sie weiter sprach und die Frage nach meinem Drachen stellte, umspielte ein kleines Lächeln meine Lippen. Es war klar gewesen, dass die Frage kommen würde und sie war berechtigt. Es waren so viele Drachen und ihre Reiter im Kampf verloren worden und es war wichtiger, den Überblickt über die, die uns erhalten wahren, zu bewahren. Allerdings gab es da nur Daniel, Djuli und mich. Der Rest ist durch Eriks Hand gefallen.
"Es ist angemessen einen Reiter bei seinem Titel zu nennen, ja! Ich war einer der glücklichen, einer der, der nicht vom Schatten entgültig gebrochen wurde! Was immer ich euch gerade erzählt habe, ich bereue es zutiefst, nicht diesem Schrecken ein für alle Mal ein Ende gesetzt zu haben, aber ich bin nicht so gebrochen, wie ihr denkt. Über all die Jahre war immernoch mein Drache da, um mich zu stützen!"
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BeitragThema: Re: Dorf   Mo 3 Nov 2014 - 20:02

Mit großen Augen lauschte ich ihm bei seiner Rede, als er verkündete, dass er seinen Stolz als Drachenreiter trotz alldem, was er durchgemacht hat, nicht verloren hatte. Er strahlte eine solche Zuversicht aus, dass es mich noch in dem Glauben verstärkte, dass man auf diesen Reiter auch heute noch zählen konnte. Vielleicht sogar besonders zu heutigen Zeiten, wo die Welt unverbraucht und ruhig war und Drachen zu den alten Sagen und Mythen gehörten.
"Ich fühle mich geehrt, einem wahrhaftigen Shur'tugal gegenüberzustehen. Einer der letzten", fügte ich mit leicht belegter Stimme hinzu, doch der Ausdruck in meinen Augen verlor nicht an Zuversicht. "Ich verstehe eure Beweggründe, sich hier gedeckt aufzuhalten. Besonders nachdem, was euch mit dem Schatten wiederfahren ist... Doch ich bin auch froh, euch anvertrauen zu können, welch wertvolles Geheimnis ich behüte. Nun wisst ihr um die Wichtigkeit meines Auftrages."
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 4 Nov 2014 - 8:29

Ich spürte zereans Hoffnung, als ich ihr von Wyrda erzählte, ich wusste genau, was sie von mir erwartete, denn es war genau das, was ich von mir selber auch erwartete. Aber ich wusste nicht, ich war mir wirklich nicht sicher, ob wenn es zu dem, was sie und ich erwarteten, kam, ich bereit sein würde, auch diese Hoffnung zu tragen.
Ich konnte mir nicht sicher sein, ob nicht die Angst und die Erinnerungen mich fliehen lassen würden.
Aber im Augenblick sah es so aus, als würde diese Frage nie beantwortet werden müssen, derSchatten war fort und ich sah keinen weiteren Kampf, in dem Menschen die Hoffnung in mich setzen könnten.
Ich schluckte einmal kurz, bevor ich zu einer Antwort ansetzte: "Ich weiß um die Wichtigkeit Eures Auftrags und ich biete euch an, bei eurem Auftrag zu helfen. Ich bin mir bewusst, dass es die Regeln des Elfenrates verschreiben, das Ei nicht in die Hände eines anderen, als dem Reiter selber zu legen, aber ich stelle euch dennoch meine Fähigkeiten zur Verfügung eben diesen zu finden."
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 4 Nov 2014 - 8:39

Mit großen Augen betrachtete ich ihn, als er mir seine Hilfe anbot. Dann huschte ein zaghaftes Lächeln über mein Gesicht.
"Ich weiß eurer Angebot zu schätzen und ich werde mit Sicherheit darauf zurückgreifen, sollte es sich als hilfreich erweisen." Mir war aufgefallen welche Kraft in ihm steckte, als er sich für einen Moment mit dem Drachenei verbunden hatte. Er hatte besondere Gaben und die konnten mir wirklich zugute kommen, es war ein großherziges Angebot und zeigte noch einmal, dass er auf meiner Seite stand und nur das Beste für die Zukunft der Drachenreiter im Sinn hatte.
"Ich bin außerdem noch auf... Ich kann es nicht wirklich Suche nennen, dafür ist es schon zu lange fort." Ich richtete meinen Blick einen Moment gen Boden. "Ich halte Ausschau nach einem bestimmten Buch." Mein Blick wurde forschend, als ich ihn wieder ansah. Mit Sicherheit konte er bereits jetzt sagen, von welchem Buch ich sprach, denn das war definitiv zu wertvoll, um es laut auszusprechen - selbst wenn Schutz- und Hörzauber auf einem Lagen.
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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 4 Nov 2014 - 9:03

Ich hörte aufmerksam zu, als sie mir für das Angebot dankte. Ich hatte erwartet, dass sie nicht sofort darauf zugreifen wollte und erstmal weiter versuchen wollte, ihren Auftrag auszuführen.
Ich nickte und betrachtete sie interessiert, als sie ein neues Thema aufbrachte. Sie war auf der Suche, nach einem Buch, einem Buch, das lange verschollen war. Ich wusste von welchem Buch sie sprach, dennoch war ich immer der Überzeugung gewesen, dass das Buch zusammen mit dem Schatten verschwunden war.
Ich blickte sie mit einem verwirrten Gesichtsausdruck an. "Das Buch der alten Spracheß"; fragte ich,"das Buch was schon seit Jahrezehnten keiner mehr in den Händne gehalten hat?"
Ich üerblegte einen Moment, bevor ich fortfuhr: "Das letzte Mal, dass ich es gesehen habe war kurz bevor dem Kampf mit dme Schatten. Ich nahm damals an, dass dieser es mit sich genommen hat. Was lässt Euch vermuten, dass es noch in diesen Landen umherwandert?"
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 4 Nov 2014 - 9:12

Seine Frage war berechtigt, doch ich kam ihm gleich darauf unwillkürlich näher, als hätte ich noch immer Angst, Jemand anderes könnte hören, was ich sagte.
"Nach dem Verschwinden des Schattens gab es Gerüchte. Ich hörte davon, dass es kurzfristig wieder zurück zu den Elfen gefunden hatte, später sei es in den Voreanlig-Gebirgen verschwunden. Alles nur Gerüchte und wage Vermutungen, doch solange die Möglichkeit besteht, dass es noch außer Eriks Reichweite ist, wage ich nicht aufzuhören danach zu suchen."
Ich nahm wieder etwas Abstand und sah auf meine Hände, die ruhig auf der Tasche lagen. Die Hoffnung blieb mir, daran zu glauben, dass das Buch, das so mächtige und alte Zaubersprüche enthielt, nicht in den Händen des Erzfeindes gelandet war. Denn wäre es das, dann wäre dieses Land bereits jetzt zum Tode verurteilt gewesen. Zwar wusste Niemand, ob Erik nicht bereits gestürzt war, doch nichts konnte man über all die Jahre mit Sicherheit sagen.
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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 5 Nov 2014 - 19:41

"Wenn es in die Hände der Elfen zurückgelangt sein sollte, habt ihr dort bereits gesucht, nehme ich an?"
Ich war mir ziemlich sicher, dass die Beautragte schon überall, wo man in dieser Situation hätte suchen können, gesucht hatte, aber wenn ich ihr bei der Suche helfen sollte, musste ich mich selber davon vergewissern. Ich war seit Jahrezehnten nicht mehr in der Elfenstadt gewesen, ich wusste nicht, wie die Situation dort im Moment aussah und was sie getan hätten, wenn das Buch der alten Sprache wieder an sie gegeben worden wäre.
"Und wenn es im Voreanlig-gebirge verschwunden ist, dann ist die Chance hoch, dass es zu irgendeinem Zeitpunkt in falsche Hände geraten ist. Dennoch hätten wir die Konsequenzen zu diesem Zeitpunkt schon mitbekommen.", schlussfolgerte ich und sprach meine Gedanken eher zu mir selber, als zu Zerean.
Auf einmal spürte ich erneut, ein paar Menschen um die Ecke kommen und zischte schnell: "Aber wir sollten über diese Dinge nicht an diesem Ort sprechen!"
Obwohl ihr Zauber uns natürlich vor den Ohren Fremder schützte, erregte es dennoch deren Aufmerksamkeit, zwei Menschen sprechen zu sehen ohne Geräusche von sich zu geben. Zudem würde der Zauber irgendwann an der Kraft der Beauftragten zerren, das wusste ich. Daher zog ich sie schnell um die nächste Ecke.
"Kennt ihr das Ruinendorf an der Waldgrenze? Wir treffen uns dort!", murmelte ich leise und zog mir die Kapuze blitzschnell über den Kopf. Dann trat ich in den Schatten eines Hauses und folgte diesem um ein paar Ecke, sodass niemand mich bemerken konnte, als ich mich aus dem Stadtkern heraus auf den Weg zum Wald machte.
Während ich ging sprach ich schnell ein Wort der alten Sprache, um meine Fußabdrücke im Schnee verschwinden zu lassen. Eine Angewohnheit, die schon seit langem Leute davon abhielt, mir zu folgen.

-> Waldrand
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 5 Nov 2014 - 20:43

"Ja, allerdings. Die Elfenstadt ist mir nach all den Jahren der Suche immer wieder als möglicher Aufenthaltsort des Buches begegnet." Ich wusste es sehr zu schätzen, dass er mir seine Hilfe anbot, doch leider konnte man keinen Ort gänzlich und auf Dauer ausschließen, da das Buch nach kurzer Zeit erneut dort auftauchen konnte.
"Das befürchte ich auch", sprach ich zu ihm, als er darüber nachdachte, dass es in falsche Hände gewandert sein könnte. "Deshalb bin ich gerade an öffentlichen Plätzen wie diesem auch so frei, auf Leute zuzugehen und sie eingehend zu studieren. Man weiß nie, welche Person unwissend ein so wertvolles Relikt mit sich herumtragen könnte." Dass ich es auch wegen dem Ei tat erschloss sich daraus von allein.
Gleich darauf zog er mich erneut um eine Ecke und ich wusste, er hatte Menschen in der Nähe gespürt. Zu solch ausgeprägten Tastsinnen des Geistes war ich leider nicht fähig, daher verließ ich mich auf ihn.
Gleichauf nickte ich und zog auch mir meine Kapuze wieder tief in die Stirn. Als er sagte, wir würden uns an den Ruinen treffen gab ich ihm mit einem knappen Nicken zu verstehen, dass ich verstanden hatte, dann verschwand ich in die entgegengesetzte Richtung, damit man uns nicht miteinander in Verbindung brachte. Zwar musste ich dann noch einmal durch das Menschengewusel des Marktplatzes, doch im Falle von Verfolgern konnte dies hilfreich sein.

--> Marktplatz
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Jake
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BeitragThema: Re: Dorf   So 9 Nov 2014 - 19:22

<- Marktplatz

Langsam schlenderte ich durch die Gassen des Dorfes und schaute mich ab - und zu um, ob Catos und Kayowa mir noch folgten. Mittlerweile kannte ich den Weg zu unserem Gasthaus auswendig, aber in den ersten paar Tagen hatte ich mich doch ein paar Mal in den kleinen Gassen des Dorfes verlaufen und war an dunklen Häuserecken herausgekommen.
Nachdem wir den erhellten Marktplatz verlassen hatten, war es schlagartig dunkel geworden, da es keine Laternen in den schmalen Gassen gab und das einzige Licht von den kleinen Fenstern der Häuser her kam. Und selbst das wurde in dieser Nacht von der Dunkelheit fats verschluckt, sodass ich meinen Blick die meiste Zeit auf den Boden gerichtet hatte, um nicht zu stolpern.
Daher war ich froh, als wir letzendlich am Gasthaus ankamen und die zwei Laternen vor der Tür uns freundlich begrüßten.
"Das sind Laternen - Licht!", sagte ich zu Kayowa und deutete auf die Kerzen, die in den Holzständern brannten.
Dann deutete ich auf die Tür vor uns, auf der mit Farbe der Name des Gasthauses gemalt war: "Das ist eine Tür!", meinte ich und drückte dagegen.
Sofort kam uns die Wärme des Raumes und das Gelächter von Menschen entgegen. Ich hielt Kayowa und Catos die Tür auf, damit sie eintreten konnten.
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