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 Dorf

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Keona
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BeitragThema: Re: Dorf   Mo 1 Dez 2014 - 21:55

Keonas Mundwinkel zuckten leicht bei Jakes Kommentar. Sie fand es nicht wirklich lustig. Wenn er doch wüsste, wie gefährlich sie sein könnte.
Doch plötzlich fühlte die Elfe etwas kaltes an ihrem Nacken. Es griff um ihren Kehlkopf. Drückte zu. Eine Hand... Doch nur aus schwarzer Magie..., trotzdem konnte keine Luft ihre Lungen füllen und sie sprach in gedanken Skölir, um sich von der Magie zu befreien, doch schon war es als währe nie etwas gewesen...
Obwohl... Nachdem die mal wieder wie angestrengt einen Punkt in der Ferne anvisiert hatte und Keonas Augen sich schreckhaft vor dieser Macht geweitet hatten, hatte Jake sich abgewandt und Keonas Hand tastete leicht nach ihrem Hals, befühlte die Stelle wo die Geisterhand sie berührt hatte.
Leichte Druckspuren.
Obwohl sie überaus hungrig war, stellte Keona ihr Tablet langsam auf dem Tisch ab und tippte Idis auf die Schulter. Sie musste hier raus. Doch das Buch wollte sie nicht hier lassen.
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Idis
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 2 Dez 2014 - 7:54

Ich schmunzelte Kayowa an, als diese mich plötzlich nach einem Wort fragte, dass ich verwendet hatte. Nachdenklich überlegte ich, wie ich es ihr gut erklären konnte.
"Persönlich", wiederholte ich und führte die Hände zu meinem Herzen und dann wieder weg, als würde ich ihr mein Herz oder einen wertvollen, persönlichen Gegenstand überreichen - es war mir wichtig. Vielleicht konnte sie so die Bedeutung erfassen.
Jake stellte Keona eine Frage und da ich mit Kayowa beschäftigt war hörte ich nicht zu, jedoch spürte ich mit einem Mal das ungute Gefühl, das mich wie eine neue Welle überkam und plötzlich sehr präsent war. Ich sah angsterfüllt zu meiner Begleiterin und sah mit Schrecken, wie ihr Gesicht bleich wurde. Aschfahl starrte sie für einen Moment ins Leere, bevor sie irgendetwas flüsterte, dass ich nicht verstand. Danach kam ihre Gesichtsfarbe zurück, doch sie tastete sich nervös den Hals ab, was bei mir alle Warnsignale aufheulen ließ.
Als hätte ich ihr Schultertippen kommen sehen wandte ich mich zu Kayowa, Jake und Catos um. "Ich gehe kurz mit meiner Begleiterin... Luft schnappen. Geht es nur mir so oder ist es stickig hier drinnen?" Das letzte war ein versuchter Scherz, jedoch war ich zu angespannt um ihn gut herüber zu bringen. Mit vor Sorgen gekräuselter Stirn erhob ich mich und ging dann mit Keona zielstrebig zur Tür.
Draußen schloss ich die Tür langsam und stellte überrascht fest, dass der Sturm sich wieder etwas beruhigt hatte. Nervös sah ich die Elfe an. "Alles in Ordnung?"
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Kayowa
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 2 Dez 2014 - 8:20

Idis machte ein paar seltsame Bewegungen, mit denen sie versuchte mir 'persönlich' beizubringen. Unterdessen Unterhielt sich jake mit der anderen Elfe. Doch plötzlich schien das Gespräch einzufrieren. Verwirrt schaute ich auf. Die Elfe starrte ins leere, schien gar nicht mehr unter uns zu sein, als wäre sie ganz wo anders. Sie war kalkweiß, schien die Luft anzuhalten... oder....bekam sie keine Luft? Meine Augen weiteten sich. Der dunkle Schatten, der über dem Gasthaus lag schien nur noch dunkler zu werden, der druck, der schon die ganze Zeit beinahe spürbar auf meinen Schultern lag verstärkte sich, drückte mich beinahe nieder. Die Elfe schnappte nach Luft, ihre Hände wanderten unauffällig zu ihrem Hals. Ich ließ sie nicht aus den Augen. Idis und das seltsame Wort waren vergessen. Was war hier los? Sie sah komplett verstört aus! Sie wandte sich an Idis und schon waren die beiden auf dem Weg nach draußen. Ich schaute ihnen komplett verwirrt hinterher, ihr Essen stand unberührt auf dem Tisch.
"Was das war??", fragte ich verdattert niemand bestimmtes. Der Druck auf meinen Schultern ließ ein wenig nach, als die beiden das Gasthaus verließen.
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Jake
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 2 Dez 2014 - 8:31

Ich hatte gehofft mich durch das Abwenden von dem seltsamen Anblick abzulenken, doch in dem Moment, in dem die Fremde dieses tote Aussehen annahm, wurde es am ganzen Tisch still und alle schauten sie an.
Nachdem ich mich abgewendet hatte, blickte ich verstört in die Gesichter der anderen, in der Hoffnung, dass sie mir erklären konnten, was geschehen war. Doch auf einmal stand die gruselige Fremde neben uns und tippte Idis auf die Schulter. Ich verstand nicht ganz, was sie sagte, doch Idis erklärte uns, dass sie kurz mit der Fremden nac draußen wollte, weil es zu warm hier drinnen war. Stirnrunzelnd betrachtete ich die beiden und versuchte dem Blick der gruseligen auszuweichen. Der Anblick hatte mich sehr verstört und ich wollte am liebsten so schnell wie möglich weg.
Ich nickte Idis zu und sprach mit etwas zittriger Stimme: "In Ordnung, ich denke wir gehen langsam nach oben, es scheint schon ziemlich spät zu sein!"
Ich schluckte einmal, bevor ich weitersprach und versuchte mit fester Stimme zu sagen: "Ich nehme an, wir sehen uns nicht wieder. Wir müssen morgen für den Marktplatz überaus früh aufstehen. Ich wünsche Euch noch eine gute Reise", ich überlegte einen Moment und nickte dann in die Richtung der Fremden, dann fügte ich hinzu "zur Elfenstadt!"
Ich wandte mich ab und wandte mich an Catos und Kayowa: "Wollen wir?", dabei beachtete ich Kayowas Frage nicht, und versuchte all das für den Moment zu verdrängen um schnell weg von der Fremden zu kommen.
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Kayowa
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 2 Dez 2014 - 8:52

Ich war unendlich verwirrt. Was war hier los? Was ist passiert? Warum Haben Idis und die Elfen den Raum so Fluchtartig verlassen? Woher kam dieses Gefühl der Last auf meinen Schultern? Warum War die andere Elfe so bleich geworden....? Doch niemand, der sich in diesem Raum befand schien mir auch nur eine dieser Fragen beantworten zu können. Es war zum Verrückt werden! Jake überging meine Frage einfach. Er meinte irgendetwas, das klang, als würden wir jetzt nach Oben n unsere Zimmer gehen, sagte noch etwas zu Idis, eine Art Abschied? Ich war komplett verwirrt. Nicht nur die tatsache, dass ich nicht verstand, was hier vorging, sondern auch, dass ich nicht alles verstand, was sie sagten, war daran Schuld. Catos erhob sich, Jake drehte sich zu mir um. Die beiden ragtn hoch neben mir auf, sodass ich mich gezwungen sah aufzustehen, nur um mich nicht ganz so winzig zu fühlen. "Aber was mit essen?", ich deutete auf, die zurück gelassene Nahrung.
"Pack sie doch ein", meinte Catos und deutete eine bewegunng in seine Taschen an. Ich nahm mir eine paar Servierten vom Tisch und wickelte das Brot vorsichtig darin ein. Catos half mir dabei, dann gingen wir nach oben in unsere Zimmer. Ich verstaute einen Teil der Brote in meiner Tasche, nahm Nadel, Faden und Stoff und begab mich in das Zimmer der Jungs. Wir hatten viel zu reden!
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Jake
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 2 Dez 2014 - 8:58

Vorsichtig ging ich die Stufen des Gasthauses hoch und versuchte dabei, kein Geräusch zu machen. Was eben alles passiert war, hatte mich zu sehr verschreckt, sodass ich unendlich froh war, als ich die Tür unseres Zimmers aufstieß und alles so vorfand, wie wir es verlassen hatten.
Ich drehte mich um zu Kayowa: "Du weißt, wo dein Zimmer ist oder?" Fragend blickte ich hinüber zu Catos und er nickte.
"Ich bring sie hin!", antwortete mir mein bester Freund und bedeutete Kayowa ihm zu folgen. Erschöpft ließ ich mich auf die Strohmatratze fallen und starrte auf die Decke. Was war da eben passiert? Was wusste Idis? Und wer war diese gruselige Fremde?
Ich war anscheinend wirklich in ein Abenteuer geraten, aber nach diesem abend wollte ich nciht unbedingt wissen, wie es ausging. Voralledingen, da ich anscheinend nichts davon mitbekam. Sowohl Kayowa, als auch Idis schienen irgendwie was gewusst zu haben.
Ich setzte mich in meinem Bett auf und fing an, mich umzuziehen, dann wusch ich mir kurz das Gesicht und schlüpfte unter das Tuch auf meinem Bett. Ich starrte weiter die Decke an und hoffte, dass Catos bald zurückommen würde.
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Kayowa
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 2 Dez 2014 - 9:06

Catos ging schon vor, wärend ich mich kurz umzog. Als ich den Raum betrat hatte Jake und auch Catos sich bereits umgezogen und lag auf seinem Bett. Ich setzte mich auf den Boden zwischen den beiden Betten in den Schneidersitz und begann den dunkelblauen, seidigen Stoff mit der Nadel und dem Faden zu bearbeiten. Catos setzte sich ebenfalls auf sein Bett und legte ein teil des Brotes zwischen uns drei uf den Boden. "Wisst ihr, was da eben los war?", begann er das verwirrende Thema anzuschneiden. Ich hielt inne und fragte mich ob, die beiden den Druck auch gespürt hatten? Vielleicht nicht? Ich beschloss sie zu fragen. "Ihr das auch gefühlt? Dunkel... Schwer... überall in Gasthaus!", erklärte ich. "Ich merke jetzt auch!"
Meine Fünger flogen über den Stoff, durchstachen ihn immer und immer wieder.
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Jake
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 2 Dez 2014 - 9:14

Ich musste nicht lange warten. Kurz nachdem ich mich umgezogen hatte, kam Catos wieder rein und tat dasselbe. Dann legte auch er sich auf sein Bett und ich blickte in an.
"Alles in Ordnung?", fragte ich ihn und versuchte somit um die seltsame Situation eben im Gasthaus herumzureden. Doch Catos konnte nicht antworten, denn es ging plötzlich die Tür auf und die kleine Elfe stand in unserem Zimmer.
Ich blickte sie verwirrt an.
"Alles in Ordnung?", fragte ich auch sie, doch sie setzte sich auf den Boden und fing an zu sprechen.Sie fragte, ob wir wüssten, was eben in der Stube passiert war und dann fing sie an, von einem unguten gefühl zu sprechen. Noch verwirrte, als ich eh schon war, blickte ich sie an.
"Nein? Was für ein gefühl?", fragte ich interessiert und verängstigt und blickte mcih verunsichert im Raum um. ich hatte nichts gespürt, das einzige was mir an der Situation komisch vorkam, war diese plötzlich Reaktion der Fremden.
"Die Fremde war dunkel und seltsam!", sagte ich zu ihr, "meinst du das?"
Ich wechselte einen Blick mit catos, doch er schien genauso verwirrt und verängstigt wie ich.
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Keona
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 2 Dez 2014 - 20:40

Draußen in der Kälte, raus aus diesem dunklem Raum, atmete Keona tief durch. Dann sah sie Idis fest in die Augen.
"Ich weiß nicht, wer da drinnen ist. Oder eher gesagt was. Aber es ist böse. Benutzt die dunkle Magie wie ein Spielzeug.", die Elfe atmete erneut durch und schloss kurz die Augen. "Pass auf. Vertraust du mir? Ich hoffe es.", wie blaues Eis stachen ihre Augen nun in der Dunkelheit hervor, "In deiner Tasche, da ist ein Buch. Es ist sehr sehr wertvoll und wichtig. Ich würde es dir gerne abnehmen, aber ich glaube, bei mir währe es nicht sicher. Ich muss hier weg... "
Keonas Kiefer mahlte aufeinander. Sie war wütend. Wütend dass sie sich irgendwie so hilflos fühlte. Wie ein kleines Kind.
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Kayowa
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 3 Dez 2014 - 14:42

Ich schien in ein Gespräch geplatzt zu sein, doch schien es nicht besonders wichtig gewesen zu sein und so ignorierte ich dies. Viel wichtiger war es heraus zu finden, wer oder was uns hier das Leben schwer machte! Es hatte höchste Priorität! Konzentriert nähte ich an meinem Umhang und sammelte die Worte zusammen, die ich brachte. Jake schien mich jedenfalls halbwegs verstanden zu haben, doch schien er nichts gemerkt zu haben... seltsam... wobei... er war ein Mensch, vielleicht hatten er und Catos sich von dieser fremden Ruhe einlullen lassen? Ich drehte mich zu dem blonden Jungen um. Dieser zuckte auch bloß mit den Achseln - auch nichts bemerkt! Wie konnte das sein? Es war doch nur zu deutlich? Da begann Jake wieder zu sprechen. Die Fremde... hm ... die? da war ein dunkler Kerl gewesen... aber war 'Die' nicht eine weibliche Form? Moment... meinte er etwa...? "Die Elfe? Nein! Die nicht dunkel! Die ist gut! Aber sie dunkle.... Domia? gemerkt... und die Domia sie doll gemerkt.. ganz doll...! Jemand sie mit dunkler Vanyali getroffen... ich glaube... Aber sie nicht dunkel!!" Ich musste es ihnen begreiflich machen, doch fehlten mir einfach die Worte! Also wechselte ich in meine Sprache in der Hoffnung, sie würden trotzdem ein wenig verstehen, was ich meinte.
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Idis
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 3 Dez 2014 - 14:57

Die Kälte kroch durch meine Kleider und lief mir kalt den Rücken hinunter. Zitternd fing ich an, meine Handflächen aneinander zu reiben und mit den Füßen leicht aufzustampfen, um Leben und Wärme in meinen kalten Körper zu bringen.
Keona schien es unterdessen wieder etwas besser zu gehen. Das Durchatmen half und selbst ich hatte gemerkt, dass dieses dumpfe Gefühl, dieser Druck hier nicht mehr auf uns lag. Ich fühlte mich viel besser und streckte die Schultern durch, doch ich konnte nicht vergessen, wie Keona vorhin ausgesehen hatte.
Dann sah die Elfe mich ernst an. Ich blickte ihr aufmerksam in die Augen und war mir der Ernsthaftigkeit der Lage im klaren. "Ich vertraue dir", sagte ich leise und stieß dabei kleine Wölkchen mit dem Atem aus, die sich in der kalten Nachtluft bildeten.
Sie deutete auf meine Tasche: das Buch. Ich hatte es bereits vergessen.
"Ich verstehe, dass du fort musst und ich werde deinen Rat zu Herzen nehmen. Ich passe darauf auf", sagte ich mit ernstem Blick und lächelte sie dann zuversichtlich an. "Ich hoffe... wir begegnen uns bald wieder", sagte ich dann und war für einen Moment geneigt, sie in den Arm zu nehmen, was ich dann aber sein ließ. Sie schien mir nicht der Typ für rührende Verabschiedungen zu sein.
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Keona
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 3 Dez 2014 - 21:29

Keona lächelte. Idis schien ebenfalls erleichtert, dass sie hier draußen war, auch wenn sie zu frieren schien.
"Ich bin mir sicher, dass wir uns wieder treffen werden.", sie führte zwei Finger als Abschiedsgruß an die Lippen. "Eka elrun ono. Wenn du mehr über die Elfen und ihre Sprache lernen möchtest, solltest du dich mit dem Buch beschäftigen. Ich muss los."
Die Elfe nickte Idis noch einmal zu, dann zog sie sich die Kaputze wieder tief ins Gesicht und verschwand in der Dunkelheit.

--> Bauernfelder
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Jake
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 4 Dez 2014 - 8:46

Kayowa beantwortete meine Frage mit einer sehr verwirrenden Antwort, aus der ich nur raushören konnte, dass die Fremde wirklich eine Elfe war, aber nicht böse war. Den Rest konnte ich nicht verstehen, da Kayowa ab und zu von unserer Sprache in ihre wechselte und cih nicht wusste, welche Wörter sie brauchte.
Also setzte ich nochmal an: "Aber die Elfe...." und ich versuchte den Ausdruck auf ihrem Gesicht nachzumachen, diesen toten Blick in ihren Augen, in der Hoffnung, dass Kayowa verstand.
"Das sah böse aus!"
Ich warf einen Blick zu Catos hinüber. "Das war doch irgendwie böse! Was sollte da anderes gewesen sein?", fragte mein Freund die kleine Elfe, die in unglaublicher Geschwindigkeit auf dem Boden ihren Mantel nähte.
"Es war alles in Ordnung, bis die Elfe kam, denke ich!", erklärte ich ihr und hoffte, dass sie noch einmal versuchen würde, zu erklären, was sie gespürt hatte, damit wir beide es verstanden. Es war ja nicht so, dass hier so viele Übersetzer der Elfensprache rumliefen!
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Kayowa
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 4 Dez 2014 - 14:22

Jake schien mich genauso wenig verstanden zu haben, wie Catos... okay... Wie sollte ich es ihnen dann erklären??
Jake machte die Elfe nach... soweit dies möglich war und meinte es sei doch böse gewesen. Ich nickte aufgeregt. Doch bevor ich etwas erwidern konnte stimmte Catos ihm zu.
Ich nickte noch aufgeregter. "JA! Das war böse! Aber nicht sie! Anderes bei ihr gemacht! Anderes böse!!", erklärte ich ihnen. Jake schien der Elfe immer noch nicht zu trauen.
Ich schüttelte wild mit dem Kopf. "Nein! Vor Elfe und Halbelfe kam schön böse Domia in Gasthaus! Mann! Dunkler Mann!" Ich deckte mir Mund und Nase mit dem Stoff ab, an dem ich grade arbeitete und hielt mir ein Auge zu. "Ich dunkler Mann!", erklärte ich mit einer tiefen Stimme. Catos musste lachen.
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Jake
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 4 Dez 2014 - 14:35

Kayowa behauptete auf meine Aussage hin, dass nicht die Elfe das böse gewesen war, sondern ein dunkler Mann. Sie versuchte das zu unterstreichen, indem sie einen dunklen Mann vormachte und sowohl Catos als ich mussten lachen. Ich war nicht so ganz von Kayowas Meinung überzeugt, da mir wirklich überhaupt nichts seltsames in der Stube aufgefallen war, abgesehen von der rgruseligen Elfe, daher konnte ich nicht so viel dazu sagen. In Gedanken blickte ich mich noch einmal in der Wirtsstube um, aber ich konnte mich an überhaupt nichts auffälliges erinnern, außer vielleicht den Schneesturm und wie Kayowa das Fenster geöffnet hatte. Mir war schon wieder entfallen, wie sie sich eigentlich bei den Menschen entschuldigt hatte und ob sie noch böse auf uns gewesen waren, aber ich nahm an, dass das an der Müdigkeit lag, die gerade meinen Körper hochstieg. Ein großer Gähner kam aus meinem Mund und meine Augen wären mir in dem Moment fast zugefallen. Ich blickte zu meinem Freund hinüber und sah ihm an,d ass es ihm genau wie mir ging.
"Kayowa, ich glaube wir sollten alle schlafen gehen und die ganzen Sachen morgen nochmal mit klarem Kopf betrachten!", meinte ich zu der kleinen Elfe und lächelte sie an, in der Hoffnung, dass sie so in etwa verstanden hatte, was ich sagen wollte.
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Idis
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 4 Dez 2014 - 14:57

Nachdenklich stand ich vor der Tür zum Gasthaus.
Eine Hand ruhte neugierig auf meiner Tasche, in der sich das Buch befand, dem ich bis jetzt noch keine besondere Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Irgendwie fühlte ich mich mit Fragen ausgefüllt: Was war da im Gasthaus mit Keona los gewesen? Warum hatte ich die ganze Zeit dieses Unwohlsein gehabt? So viele Rätsel... Ich fühlte mich, als sei ich Hals über Kopf in ein Abenteuer hinein geraten. Und ich konnte nicht leugnen, dass es mir irgendwie gefiel. Neugierig und lernwillig wie ich war würde ich hier sicher noch einige sonderbare Dinge sehen und tun.
Kurzfristig entschied ich mich dazu, Zuflucht vor der Kälte der Nacht in einem der nahegelegenen Häuser zu finden. Leise und behutsam, wie ich es von Keona gelernt hatte, ging ich durch den Schnee und sah in den Himmel, als sich weiße Schneeflocken auf meine Wimpern legten.
Es sah einfach nur schön aus. Der Schnee rieselte in dicken Flocken vom Himmel. Von dem Sturm war inzwischen nicht mehr viel übrig, nur einige vereinzelte Schneeböen und die hohen Schneemassen auf den Dächern des Dorfes erzählten noch von dem Sturm, der hier zu Beginn der Nacht getobt hatte.
Ein Haus am Rande des Dorfes hatte noch Kerzen an und ich klopfte an ein Fenster, so verschneit wie ich aussah kam sofort jemand an die Tür gestürmt. In Zeiten großer Unwetter hielten die Menschen in den Dörfern stets zusammen, das war auch in meinem Heimatdorf so. Ich fragte mich, ob die Elfen ähnlich hilfsbereit völlig Fremden gegenüber waren wie die Bewohner der Menschendörfer.
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Sketch
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 4 Dez 2014 - 15:24

Langsam verließ die zusammengekommene Gruppe Menschen das Gasthaus wieder. Da das Unwetter sich inzwischen gelegt hatte konnten sie wieder zurück in ihre Häuser gehen, abgesehen davon war es bereits sehr spät.
Der Wirt stellte bereits die Stühle hoch und fing an aufzuräumen.
Sketch nahm einen tiefen, ruhigen Atemzug. Er sah den Schnee durch die Fenster des Gasthauses, wie das Gestöber sich mit jedem Atemzug den er tat beruhigte. Eine ruhige, verschneite Nacht klarte auf.
Erst als das Gasthaus wieder komplett hergerichtet war, alles glänzte und der Wirt sich entspannt die Ärmel nach oben schob bemerkte er, dass noch nicht alle Gäste gegangen waren. Der dunkle, bis jetzt unbemerkt gebliebene letzte Gast lehnte entspannt an der hinteren Säule des Bartresens.
"Wir schließen jetzt", sagte der Wirt leicht verwirrt und kam einen Schritt näher, bleib dann jedoch stehen.
Sketch zog sein Halstuch nach unten und seine Lippen schmückte ein Lächeln. "Ich weiß."
Der Wirt wollte etwas sagen, schloss seinen Mund jedoch sofort wieder. Seine Arme überzog aufgrund der tiefen, vollen Stimme die zu ihm sprach eine unverkennbare Gänsehaut.
Sketch löste sich von der Säule und fasste sich entspannt mit der Hand in den Nacken, den er sich vorhin etwas verspannt hatte. Gelassen ging er auf den Wirt zu, seine Stiefel ließen dabei jeden seiner Schritte im Raum widerhallen.
"Ihr... mü-müsst... Ich meine... W-wir hätten glaube ich z-zur Not noch ein Z-Zimmer frei..." Der Wirt versuchte bei klarem Verstand zu bleiben, während Sketch seiner zuvor vernebelten Aura nun endlich Spielraum lassen konnte und er die Angst, die sein Gegenüber durchlebte, sichtlich genoss.
Er blieb einen Meter vor ihm stehen und sah ihm in die Augen. Dann hob er eine behandschuhte Hand und fasste dem Wirt ans Kinn, um ihn dazu zu zwingen, ihn anzusehen. "Ich glaube das wird nicht nötig sein."
Eine Handbewegung. Sein Lächeln vertiefte sich, als er das Knacken eines Genicks hörte. Dann sank der Wirt vor seinen Füßen zu Boden. Gleich darauf hob er die Hand und im nächsten Moment gingen alle Lichtquellen im Erdgeschoss aus.
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Kayowa
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 4 Dez 2014 - 15:36

Auch Jake musste über meine kleine Darbietung lachen, doch schien weder er noch Catos sich an die seltsame Gestalt erinnern zu können. Es war mir ein Rätsel. Es hatte ihn doch schließlich jeder im Gasthaus bemerkt gehabt als er am Höhepunkt des Schneesturms den Raum betreten hatte? Auch Jake und Catos hatten ihn gesehen! Da war ich mir sicher! Aber warum konnten sie sich nicht an ihn erinnern? Es war mir ein Rätsel. Ich machte ein paar weitere Stiche an meinem Umhang, der langsam Gestalt annahm. Die Kapuze war bereits fast fertig. Ich legte ihn mir kurz um, um besser abschätzen zu können, wie ich weiter machen würde, er war ein ganzes stück zu lang. Ich würde ihn noch kürzen müssen. Jake gähnte uch sagte etwas, das ich nicht wirklich verstand. Irgendwas mit morgen und betrachten... hmm.. "Schlafen?", fragte ich, legte meine Hände schräg an einen Kopf, schloss die Augen und schnarchte einmal kurz. Catos nickte. "Schlafen." Achso.. okay.. er war müde.. verständlich... auch ich merkte allmählich die Strapazen des vergangenen Tages. "Ist gut.", meinte ich. Scheinbar wollte er jetzt nicht über den seltsamen Mann diskutieren. Dann würde ich die beiden nicht weiter stören. Ich legte den Stoff vorsichtig zusammen und ging zur Tür, in der ich mich noch einmal umdrehte. "Schlaft gut".
Dann verschwand ich in meinem eigenen Zimmer und verkroch mich unter der Decke auf der weichen Strohmatratze. Es war deutlich gemütlicher, als in den letzten Wochen!
Ich schloss die Augen, doch irgendwie konnte ich keine Ruhe finden. Dieses ungute Gefühl war immer noch da...war stärker geworden... wie eine Warnung erfüllte das Unwohlsein meine Gedanken... wie eine leise Vorahnung...
Ich wälzte mich von einer Seite auf die andere. Wo der unheimliche Typ jetzt wohl war? Befand er sich immer noch im Gasthaus, oder war er unbemerkt gegangen? Aber ich spürte seine Anwesenheit immer noch. Irgendwo dort unten.. ein Stockwerk unter mir befand er sich. Was hatte er mit der Elfe getan? Sie hatte ausgesehen, als würde sie jeden Moment zusammenbrechen! Oder war es gar nicht er gewesen, sondern einer der anderen Gäste?
Ich konnte einfach nicht einschlafen. Was wenn heute Nacht der dunkle Magier von unten hierher kam und mich angriff? Ich hätte doch gar keine Chance!
Ich fühlte mich das erste mal auf meiner Reise einsam, obwohl ich näher an einer Ansammlung von Menschen dran war, als je zuvor. Ich setzte mich im Bett auf, nahm den Stoff zur Hand und nähte den Umhang fertig, schnitt das untere Ende mit meinem Messer ab. Dann versuchte ich erneut zu schlafen. Nichts!
Kurzerhand nahm ich meine Decke, sowie den Umhang und lief hinüber zu dem Zimmer der Jungs. Leise öffnete ich die Tür. Catos bewegte sich ein bisschen. "Ihr mich hören?", fragte ich leise.
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 4 Dez 2014 - 15:51

Nachdem Kayowa aus dem Zimmer verschwunden war, um selber schlafenzugehen, blickte cih nochmal einmal zu Catos hinüber, der nachdenklich die Decke anstarrte. "Schlaf gut!", meinte ich, "und vergiss was sie gesagt hat okay?" Catos nickte und ich drehte mich auf meinem Bett herum.
Kurz darauf fielen mir auch schon die Augen zu und ich sank in einen tiefen, dunklen Schlaf.

Ein Schrei drang ein mein Ohr, irgendwo um mich herum, irgendwo. Aber um mich herum war nichts, nur Dunkelheit, ich tastete mich vor, ich tastete ins Nichts. Aber dann hörte ich den Schrei erneut. Ich wollte rufen, cih wollte fragen, wer da war aber ich konnte nicht sprechen, meine Augen wanderten in der Dunkelheit herum. Ich versuchte etwas zu erkennen, aber da war nichts.
Plötzlich hörte ich ein tiefes Lachen, heiser und dunkel, direkt an meinem Ohr. Aber als ich mich umdrehte war da nichts, nur Schwärze. Ich wollte nach Hilfe rufen, aber es würde niemand kommen.
Verzweifelt drehte ich mich herum und herum, aber es war einfach nichts da.
Auf einmal spürte ich Atem in meinem Nacken, heißen Atem. Blitzschnell drehte ich mich um und sah zwei Personen. Unscharf, doch sie wurden immer klarer vor meinen Augen.
Idis stumpfe, tote Augen blickten mich an und ihr Mund war weit aufgerissen zu einem Schrei, doch es kam nichts heraus. Ihre Lippen waren blau und ich merkte, dass auch ihr Atem versagt hatte. Hinter ihr, die Hände um ihren Hals gelegt stand eine dunkle Person, eingehüllt in einen schwarzen Umhang, sodass ich das Gesicht nicht erkennen konnte.
"Idis!", schrie ich und merkte, dass ich wieder sprechen konnte. Doch zurück kam nur das grausige Lachen des verhüllten Mannes, der die Leiche der Halbelfe nun wegwarf. Dann packte er mich am Kragen und schubste mich nach hinten. Meine Füße verloren den Halt und ich kippte nach hinten um. Und ich fiel und fiel, tief ins schwraze Nichts hinein.


Zuletzt von Jake am Do 4 Dez 2014 - 15:59 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 4 Dez 2014 - 15:53

Catos richtete sich langsam auf und winkte mich leise herüber. Ich huschte in den Raum und schloss die Tür wieder hinter mir.
"Was ist los?", raunte er mir leise ins Ohr.
"Kann nicht schlafen... kann ich hier schlafen?", fragte ich und sah ihn mit großen Augen an. Er grinste und nickte. "Ist der 'böse Mann' in dein Zimmer gekommen oder was ist los?" Ich schüttelte den Kopf. "Nein... Aber er ist noch da! Ich merke das!" Er zuckte die Achseln und stützte den Kopf auf, während er mich dabei beobachtete, wie ich meine Decke auf dem Boden neben Catos Bett ausbreitete. Dann legte ich mich hin und breitete meinen neuen Umhang über mir aus. Es war deutlich härter, als das Bett aber ähnlich, wie ich die letzten nähte verbracht habe. Dann drehte ich mich zu Catos um. "Danke!"
Einige Zeit betrachtete ich ihn noch aus halb geschlossenen Liedern. Eine Zeit lang blieb er noch so aufgestützt liegen, schien mich ebenfalls anzusehen, doch schien er nicht zu bemerkten, dass ich das gleiche tat.. doch seine Augen durchdrangen die Dunkelheit ja auch nicht so wie meine.
Er sah gut aus... Blond, blauäugig, muskulös. Und er war ein netter Kerl, genau, wie Jake! Sie waren beide einfach super!
Bals sackte seine Hand weg und sein Atem wurde gleichmäßig. Schließlich fielen auch mir die Augen zu und ich schlief endlich ein.

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Sketch
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 4 Dez 2014 - 18:32

Alles war dunkel.
Zu seinen Füßen lag die Leiche des Gastwirts und neue Energie flammte in ihm auf. Er erwartete einen genießerischen Kommentar, doch Erik schien ihn für den Rest des Abends freigegeben zu haben.
Dann galt es jetzt Prioritäten zu setzen.
Mit einer gewissen Genugtuung stieg Sketch über den toten Leichnam und hob die Hand, um sich die Kapuze aus dem Gesicht zu ziehen. Weich landete sie auf seinen Schultern und die silberne Strähne leuchtete in der Dunkelheit auf. Sein Grinsen blieb unverändert, als er die Treppe zu den vermieteten Zimmern ansteuerte. Sein Blutdurst war allgegenwärtig.
Kaum war er am oberen Treppenabsatz angekommen veränderte sich seine Sicht und er spürte eine Ansammlung von Auren und Gefühlen um sich herum. Alles schlief.
Er ließ den Abend revue passieren und überlegte, wer es von ihnen verdient hatte zu sterben. Seine Aufgabe war, das Dorf zu warnen, doch ihm wurde bei der Frage nach der Art und Weise Spielraum gelassen. Wie viele sterben würden stand auf einem ganz anderen Blatt.
Entspannt trat er durch den Gang und ließ seine Finger über die geschlossenen Türen wandern. Seine Stiefel verursachten hier oben kein einziges Geräusch mehr. Der lange, schwarze Mantel schlug ihm sachte um die langen Beine.
Er erinnerte sich an die Svit-Kona, wie sie in Begleitung das Gasthaus verlassen hatte. Noch konnte er ausmachen, dass sie sich bei den Bauernfeldern aufhielt, doch nur weil sie sich nicht anstrengte. Sollte sie dies tun, dann würde es eine Herausforderung werden sie ausfindig zu machen.
Außerdem hat es Zuschauer gegeben.
Es sollte eine persönliche Warnung an sie sein, jedoch hatte er ihre Selbstbeherrschung zu hoch eingeschätzt, sie hatte sich ansehen lassen was mit ihr geschah. Er hätte ihr das nicht zugetraut, nach all den Jahren der Vorsicht...
Hmmmmmm. Er legte den Kopf leicht schief, als er mit der Hand über den Türrahmen zu dem Zimmer der Kleingeister fuhr und lachte leise in sich hinein. Er könnte sie wissen lassen, dass sie ihre Neugier besser im Zaum hielten. Er könnte sie alle töten. Er könnte das ganze Gasthaus in eine Leichenhalle verwandeln. Er würde es tun, er würde...
Ehe er sich versah leuchteten seine weißen Zähne in der Dunkelheit des Zimmers, sein lächelnder, blutrünstiger Blick auf die schlafenden Leiber in den Betten gerichtet. Die Tür stand offen und ein leiser Windzug brachte seinen langen Mantel in Bewegung.
Er richtete sich langsam zu seiner vollen Größe auf. Größenwahn ist hier noch unangebracht, sprach er zu sich in Gedanken, blieb allerdings im Zimmer stehen. Studierte ihre schlafenden, ahnungslosen Gesichter. Ihre schwachen, flackernden Auren. Ihre Hilflosigkeit.
Nein, er würde nur einen töten. Es reichte, um den anderen einen Denkzettel zu verpassen. Er studierte ihre Empfindungen und mit Liebe fürs Detail suchte er sich den besten Freund aus.
Sketch fixierte ihn und der blonde junge Mann schlief mit einem Mal unruhiger, wälzte sich auf die andere Seite, bis er mit einem Mal still liegen blieb. Seine blauen, verschleierten Augen öffneten sich, er befand sich in Trance. Als sein Blick Sketch fand er erhob er sich lautlos, ohne die neben sich ruhende Elfe auch nur zu berühren.
Lächelnd stand Sketch daneben, beobachtete das Schauspiel als wäre er gar nicht vor Ort. Der Blondschopf stand nun am Tisch auf der anderen Seite des Raumes, dort lagen zwei Taschen. Sketch ließ sie ihn öffnen.
Lauter kleine Schnitzereien befanden sich darin, manche schöner manche weniger schön, zusammen mit unterschiedlichen Utensilien. Der junge Mann suchte sich eine aus. Es war eine silberne Metallplatte, dem ungeübten, von den Legenden berieseltem Auge konnte es wie eine Drachenschuppe vorkommen. Die Kante der Platte war stumpf, doch es reichte eine Handbewegung um sie zu schärfen.
Sketch lächelte ihn warm an. Er stand nun direkt vor dem verschreckten Jungen, der sich mit zitternder Hand die Metallplatte ganz langsam zum Hals führte.
Dann drehte Sketch sich um, sein Mantel flog hinter ihm her wie ein schwarzer Sturm und mit ruhigen, berechnenden Schritten verließ er das Zimmer, während aus dem Hals des Blonden langsam ein Blutrinnsal floss, dass sich zu seinen Füßen zu einer kleinen Pfütze sammelte. Ironisch, wie die guten Freunde gleich neben ihm friedlich schliefen.
Kurz darauf sank sein lebloser Körper zu Boden, in seinem Gesicht ein stummer Schrei als er kurz vor seinem Tod aus der Trance erwacht war.
Dann war Sketch fort.

--> Kleiner Wald abseits
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Kayowa
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BeitragThema: Re: Dorf   Fr 5 Dez 2014 - 16:13

Der Wind sauste an meinen Ohren vorüber. Warm schien mir die Sonne ins Gesicht. Meine Beine liefen, flogen über den Boden und wirbelten dabei die Pollen in die Luft. Starke arme schlossen sich um meine Mitte. "Hab dich!", rief eine mir bekannte Stimme. Lachend warf ich mich zu Boden und riss Catos mit. Wir rollten über den Boden und wirbelten noch mehr der weißen Blüten in die Luft, als ich versuchte mich aus seinem sanften Griff zu befreien. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung.
Es ging einen Abhang hinab. Ich lachte, er lachte. Das Lachen verklang. Der glasklare, blaue Himmel hatte sich zu gezogen. Die Blumen waren verschwunden. Bedrohliche Stille breitete sich aus. Keine Vögel zwitscherten mehr, keine Bienen summten. Karge Landschaft breitete sich vor uns aus, als wir uns wieder hin stellten. Ich spürte seine Hand in meiner. Wo waren wir? Vor uns zog sich ein dunkler Abgrund von einer Seite zur anderen. Catos zog mich näher heran, ich wollte stehen bleiben, doch hörte er nicht und zog mich weiter. Schließlich standen wir am Abgrund. Zu nah... Catos ging noch ein Stück weiter heran. "Catos, was tust du denn?", rief ich. Steine bröckelten vom Rand. Er schaute hinunter, ich stand ein Stück hinter ihn und schielte ebenfalls. Tiefe Dunkelheit schlug uns entgegen. Weitere Steine bröckelten. "Catos, pass auf!", schrie ich und stürzte nach vorn um ihn weg zu zerren. Er rutschte weg, der Boden unter seinen Füßen gab nach. Ein Schrei ertönte, das poltern hallte laut von den Wänden wieder. Er hielt sich am oberen Rand der Klippe fest. "Hilf mir! Hilfe!", schrie er. Ich wollte ihn hinauf ziehen, doch genauso gut hätte ich versuchen können einen Berg zu verschieben. Er bewegte sich nicht einen Millimeter. Panik stand in seinen Augen. Weitere Steine bröckelten und er fiel.


Früh am nächsten Morgen
Ich schreckte aus den Schlaf. Ich fühlte mich schlapp und wenig ausgeruht. Was für ein seltsamer Traum... niemals war irgendjemand in meinen Träumen gestorben! Aber es war auch nur ein Traum! Kompletter Unsinn! Verschlafen räkelte ich mich auf meinem Lager, öffnete die Augen und sah aus dem Fenster. Es war noch dunkel, doch ein schmaler Silberstreif war am Horizont zu sehen. Seltsam... irgendetwas war anders, als gestern... Wo war dieser Druck auf meinen Schultern hin? Er war verschwunden.... der Fremde schien verschwunden zu sein. Trotzdem machte sich ein ungutes Gefühl in mir breit.
Ein merkwürdiger Geruch stieg mir in die Nase. Mir wurde übel. Langsam drehte ich mich zu Jake um. Er schlief noch. Dann zu Catos. Sein Bett war leer... war er vielleicht schon runter gegangen? Ich beschloss ihn zu suchen und wandte mich zur Tür. Der eiserne Geruch wurde stärker, erfüllte meine Nase. Mein Blick fiel auf den Boden.
Meine Knie gaben nach. Ein heller schrei erfüllte das Gasthaus.
Catos.
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Jake
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BeitragThema: Re: Dorf   Sa 6 Dez 2014 - 11:06

Nach meinem Albtraum hatte ich eine unruhige Nacht gehabt und das aufwecken vervollständigte das alles dann noch. Ein heller Schrei hallte durch meinen Kopf und ich suchte erneut die Dunkelheit meines Traumes nach dem Urpsrung dieses ab. Aber da war wieder nichts und kurz darauf öffneten sich meinen Augen und ich blickte an die Decke des Zimmers, die von einem orangenen Licht angeleuchtet wurde.
Kayowas Schrei hallte in meinem Körper wieder, meine Augen waren weit aufgerissen und ich merkte, dass ich schweißüberströmt war.
Mein Blick wanderte panisch im Raum herum, bis ich die kleine Elfe auf dem Boden hocken sah.
"Kayowa was zum...?" Ich blinzelte ein paar Mal bis der Schleier vor meinen Augen verschwunden war. Dann betrachtete ich die Elfe genauer. Ihre Augen weit aufgerissen blickte sie auf etwas vor sich.... einen Körper.
Das Blut gefrierte mir in den Adern und mein Gesicht verlor alle Farbe. "Kayowa was...?"
Vorsichtig schob ich die Decke von meinen Beinen und stemmte mich benebelt auf. Dann wanderte ich, wie durch einen Traum, auf die Elfe zu und blickte ihr über die Schulter.
Blut, so viel Blut, überall, und der Geruch...
Sterne tanzten vor meinen Augen und langsam wurde die Welt vor mir schwarz, dann hörte ich nur noch das Pochen meines Herzens und fiel auf die Knie.
Ich riss meinen Mund zu einem Schrei auf, doch kein Laut kam daraus. Mein ganzer Körper war verkrampft, mein Herz schlug so laut wie noch nie und ich spürte alles Leben aus meinem Körper weichen.
Wie, wie konnte das passieren? Warum?
Die Gedanken rasten in meinem Kopf hin und her und die Welt drehte und wirbelte vor meinen Augen. Dann spürte ich, wie mein Körper langsam zur Seite fiel und mein Kopf auf den Boden schlug. Doch ich spürte keinen Schmerz, nur eine unglaubliche Kälte, die meinen Körper versteinerte.
Catos....
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Idis
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BeitragThema: Re: Dorf   Sa 6 Dez 2014 - 11:16

Der Morgen brach heran und helle Sonnenstrahlen kitzelten mich wach.
Ich lag in einem Feldbett in dem Haus von Fremden und streckte mich. Die Sonne strahlte und es sah alles danach aus, dass heute ein wunderschöner Tag werden würde.
Ich erhob mich friedlich seufzend und streckte die Arme. Dann nahm ich meine Tasche in der sich das Buch befand und wendete Keonas Schleichtaktik an, um mich unbemerkt und ohne meine Gastgeber zu wecken aus dem Haus zu schleichen. Es war sehr freundlich von ihnen gewesen, mich für die Nacht aufzunehmen, doch wecken wollte ich wirklich keinen und ich wollte mich auch nicht dazu überreden lassen, noch länger bei ihnen zu bleiben.
In das Buch hatte ich bis jetzt noch nicht hineingeguckt.
Nachdem ich die Haustür geöffnet hatte musste ich die Augen zusammenkneifen, da die Helligkeit des Schnees mich blendete. Dann gewöhnte ich mich daran und erblickte eine traumhafte Winterlandschaft vor mir, wie sie schöner nicht hätte sein können.
Ich ging durch den weichen, noch unbefußspurten Schnee und steuerte zielstrebig das Gasthaus an, um dort zu frühstücken. Ich wusste, dass es noch recht früh war, doch vielleicht war der Wirt ja schon wach.
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Chase
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BeitragThema: Re: Dorf   Sa 6 Dez 2014 - 23:31

<---- Marktplatz

Nur eine Fußspur im Schnee und jetzt meine. Ich wusste nicht ob ich mich jetzt freuen sollte oder nicht. Einerseits würde die Chance gering sein ein Bekanntes Gesicht zu sehen, andererseits wären nicht so viele potentielle Essensausgeber da. Trotzdem... Meine Füße schmerzten so sehr, dass es kaum auszuhalten war, also betrat ich das Gasthaus und genoss die Wärme, die meine Füße jetzt unangenehm zum kribbeln brachte.
Die Stühle sahen einladend bequem, weshalb ich erstmal auf einen von diesen sank, meine Augen kurz schloss und den Geruch dieses Gasthauses aufsog. Als ich meine Augen wieder öffnete bemerkte ich eine Frau im Raum. Hatte ich wohl nicht bemerkt, als ich reingekommen war. Wir waren wohl auch die einzigen, die so früh am Morgen die Idee hatten hierher zu kommen. Um eine peinliche Stille zu vermeiden räusperte ich mich und sagte:"Hey, wer bist du?" Meine Stimme klang rau und war leiser als gedacht.
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