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 Dorf

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Kayowa
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RPG-Alter : 20 (sieht allerdings aus, wie 16 und verhält sich auch eher so, da sie noch eine seeehr junge Elfe ist.)
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 9 Dez 2014 - 22:40

Idis und ich versuchten vergeblich die sich prügelnden Jungs zu beruhigen. Ich schaffte es ja nicht einmal mich selbst zu beruhigen! Schließlich schaffte ich es nicht einmal mehr ein Wort zu sprechen, ohne, dass es in einem Tränenfluss verschluckt wurde.
Ich war noch nie mit dem Tod konfrontiert worden. Einfach, da meine Rasse unsterblich war! Da gab es einfach keine Toten... außer im Krieg, und der letzte ist vor meiner Zeit gewesen...
Dabei ist der Tod so allgegenwärtig.... er ist überall... das hatte ich nicht gewusst. Aber war es doch so leiht zu sterben oder? Ein einziger Stich in die Brust, ein einziger Schnitt durch die Kehle... und es war aus.
Idis schien weiterhin nichts ausrichten zu können. Ich spürte ihre Anstrengung. Plötzlich schlug ihre Aura aus. Jake und sie landeten wenige Stücke weiter im Raum. Meine Augen wurden groß. Das war Magie! Magie! Idis hatte Magie angewendet! Ich erkannte Magie deutlich, wenn sie vor mir stand, obwohl ich nicht mehr, als ein kleines, wärmendes Licht zustande brachte. Ich starrte sie an. Sie sah erschöpft aus, doch stellte sie sich trotzdem zwischen die beiden streitenden.
Der Junge hieß also Chase. Chase schrie Jake aufgebracht an. Dieser schien wieder auf ihn losstürmen zu wollen, ich sprang schnell dazwischen, Idis sah nicht so aus, als könnte sie einem weiteren Ansturm stand halten. Doch da brach Jake auch schon zusammen. Ich blieb mitten im Raum stehen, wusste nicht was ich tun sollte, die Tränen wollten einfach nicht versiegen...
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Idis
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 10 Dez 2014 - 6:58

Nachdem Jake bewusstlos zu Boden gesunken war rang ich mit mir, zu ihm zu Boden zu stürzen und ihn aufwecken zu wollen oder ihm die Ruhe dieser Bewusstlosigkeit zu überlassen. Ich entschied mich für die zweite Variante.
Erschöpft, doch immer noch bei klarem Verstand drehte ich mich zu Chase um und hätte auch ihn am liebsten an den Schultern gepackt.
"Chase, ich..." Es war eine schwierige Situation, in die er sich gebracht hatte. Aus Ermangelung einer besseren Erwiderung sagte ich: "Du solltest doch nicht mit herauf kommen." Ich wusste selbst, dass es auch irgendwo meine Schuld gewesen war. "Jetzt ist es eh getan. Ihr seid beide verletzt und Jake ist in keinem guten Zustand. Ihr könnt euch später noch über das hier aussprechen." Ich versuchte ein bisschen was von meiner selbstbewussten Haltung zurückzugewinnen.
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 10 Dez 2014 - 7:04

Andromex verstand sofort und schob sich mit mir im Schlepptau durch die Menschenmengen, ohne dabei große Aufmerksamkeit zu erregen.
Kaum waren wir die Treppe hinunter und durch die Tür hinaus murmelte er eine Reihe von Schutzzaubern, die ich sofort als Hörzauber erkannte - wir konnten somit ungestört reden. Noch immer waren wir schnellen Schrittes unterwegs, als der Reiter mich fragte wer die Betroffenen wären.
Ich beugte mich leicht zu ihm herüber, während ich mir meine Kapuze überstreifte. "Eine kleine Elfe, Kayowa, ein auf der Straße großgewordener Bettlerjunge, Chase, eine Halfelfe - Ja, ich weiß, wie selten sie sind, aber ich bin mir verdammt sicher, dass sie eine ist. Ihren Namen weiß ich leider noch nicht - und zwei Jungs, die ich gestern schon einmal auf dem Marktplatz getroffen habe. Sie führten dort einen Stand, Jake und Catos sind die Namen. Catos ist die Leiche."
Noch einmal um mich blickend, ob uns Jemand verfolgte oder ob mir sonst etwas verdächtig vorkam folgte ich dem Reiter durch die nächsten kleinen Gassen. "Andromex, etwas stimmt hier nicht. Das sind keine Morde aus Rache oder aus irgendwelchen anderen sinnvollen Gründen, sofern man Morde denn überhaupt nach sinnvoll und nicht sinnvoll sortieren könnte - es sind Warnungen! Und ich wünschte ich könnte dir bereits sagen, wovor."
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Chase
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 10 Dez 2014 - 14:41

Erstaunt beobachtete ich wie Jake zu Boden ging. Irgendwie erfüllte es mich mit Zufriedenheit ihn so schutzlos und schwach zu sehen, doch Idis sah weniger begeistert aus, also milderte das meine Freude.
"Idis ich konnte ja nicht wissen, dass du bewusst nach oben gelaufen bist. Ich wollte sichergehen, dass dir nichts passiert. Und ja, ich wüsste gerne warum ER mich angegriffen hat..."
Langsam bemerkte auch ich wie die Kräfte schwanden und suchte Halt an der Wand, an der ich dann herunterrutschte und gegen die Wand gelehnt mich ausruhte.
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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 10 Dez 2014 - 19:21

Schnell und klar erklärte Zerean wer die Menschen im Gasthaus waren und woher sie sie kannte. Es waren normale Menschen, Menschen ohne jede Besonderheit, außer vielleicht die Elfe und die Halbelfe, die allerdings keine große magischen Kräfte aufwiesen, wie ich festgestellt hatte. Die große Frage war, warum der Junge und der alte Wirt umgebracht worden waren und wer dahinter stand.
Aber Zerean hatte schon den gleichen Gedanken gehabt und sprach aus, was mir in dem Moment durch den Kopf ging. Sie sah es ebenfalls als Warnung an, sinnlose Morde, zufällige Morde, die alle einen Grund hatten.
Ich stellte im Kopf Steckbriefe für die beiden Toten auf, in der Hoffnunf einen Zusammenhang zu finden.
"Der Wirt - alter Mann, lebt schon lange im Dorf, kann viele Leute verärgert haben, hat die Zeit des Schattens miterlebt, hat durch seine Gäste vielleicht Dinge gehört, die nicht für seine Ohren bestimmt waren", ich dachte laut und blickte auf den Schnee zu meinen Füßen.
Dann sah ich hoch und schaute Zerean an: "Der Junge, Händler, nicht aus dem Dorf, bester Freund von dem anderen, vielleicht Sohn von jemandem, der zu unsere Heimat eine Verbindung hat"
Es machte keinen Sinn und der Teil der mich an den Morden am meisten erschreckte war die Tatsache, dass die dunkle Magie so spürbar war aber nicht zu verfolgen. Es musste sich um jemanden sehr mächtiges handeln, der die Tat verübt hatte. Aber um ihn zu finden musste man erst einmal seine Motive verstehen.
Stirnrunzelnd blickte ich Zerean an. "Es macht keinen Sinn! Außer vielleicht dass der Schatten seine Rückkehr ankündigt, er wäre der einzige, dem ich eine solch dunkle Aura zuordnen würde!"
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Kayowa
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 10 Dez 2014 - 19:31

Der Streit endete, als Jake zusammenbrach. Es erleichterte mich ein wenig, nicht mehr das Geschreie der Jungs in den Ohren zu haben... Der unbekannte Junge, Chase, war sichtlich wütend. Allerdings war ich froh, dass er sich eher an Idis wandte... ich war im Moment nicht wirklich auf ein Gespräch mit einem fremden aus.
Erschöpft trat ich einen Schritt zurück und ließ mich zu Boden sinken. Direkt neben Catos Kopf.
Seine gestern noch lustig funkelnden, blauen Augen starrten panisch in die Leere. Sein Mund war wie zu einem Schrei aufgerissen... Seine Arme und Beine hatten eine unbequeme Stellung angenommen. Vorsichtig legte ich seine Beine grade hin und zog seinen Arm unter dem Körper hervor. Dabei viel ein Stück geschärftes Metall aus seiner Hand. Hatte er versucht sich damit zu verteidigen?
Vorsichtig schloss ich seinen Kiefer. Meine Tränen durchnässten sein Haar, als ich seine Augen schloss um die Panik darin verschwinden zu lassen... ich konnte sie nicht ertragen.
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 11 Dez 2014 - 13:40

Andromex blickte in den Schnee als er in Gedanken Steckbriefe der beiden Toten aufstellte und mir seine Vermutungen mitteilte. Ich folgte seinen Gedankengängen aufmerksam und durchforschte auch mein Wissen nach etwas, dass er vergessen haben könnte. Alles in allem brachte er die beiden Personen jedoch gut auf den Punkt, und es war mehr als deutlich, dass sie so gut wie nichts gemeinsam hatten.
"Ich kann mir darauf auch keinen Reim machen", erwiderte ich nachdenklich und meine Hände ruhten nun beide schützend auf meiner Tasche, "aber eines kann ich mit Sicherheit sagen: Die Aura, die Magie und die seelische Dunkelheit, die auf den Tatorten lastet, rührt nicht von normaler Magie her." Ich beugte mich leicht nach vorn und sah ihm in die weißen Augen. "Es ist schwarze Magie, Andromex."
Der Reiter teilte mir danach seine einzige mögliche Vermutung mit, bei der sich meine Augen weiteten - aber er hatte nicht unrecht, Eriks Rückkehr könnte eine Möglichkeit sein. Diese Möglichkeit wollte ich aber erst in Erwägung ziehen, wenn alles andere zunichte gemacht werden würde. Wenn der Schatten wirklich wieder da war, dann konnten wir in der jetzigen Zeit kaum etwas gegen ihn ausrichten. Die Drachen und ihre Reiter waren vor vielen jahren zerschlagen worden, vor mir stand ihr letztes Exemplar und die Menschen waren in der heutigen Zeit unwissender als je zuvor. Viele glaubten sogar nicht mehr den alten Geschichten, sie taten sie bereits als Legenden ab.
Ich sah wieder zu Boden. "Beten wir, dass es nicht so ist", sagte ich dann, auch in dem Wissen, dass wir keinen Götterglauben hegten. "Abgesehen davon hast du ihn geschwächt. Er wird nie wieder seine alte Größe zurückgewinnen, er ist nicht hier. Es muss Jemand anderes hier sein..." Ich konnte ein leichtes Beben in meiner Stimme nicht unterdrücken, da es keine sicheren Fakten waren, die ich hier aussprach.
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Idis
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 11 Dez 2014 - 13:49

Idis hatte die Aussichtslosigkeit ihrer Situation erkannt. Sie stand dort, ihre Kräfte hatten sie verlassen und auch ihr Gesicht hatte etwas von ihrer Tapferkeit verloren. Chase war gegen die Wand gesunken, Kayowa kniete vor Catos' Leiche und Jake lag bewusstlos daneben.
Ich atmete kraftlos aus und ging dann zu Chase, dem ich bestimmt schon zweimal versucht hatte zu sagen, dass er besser gehen sollte. Aber er hatte mit der Leiche nichts zu tun und sollte daher am besten auch nicht länger hier bleiben.
Gerade wollte ich ihm sinnvolle Gründe auflisten, da hörte ich auf einmal ein Poltern weiter hinten im Gang.
"Raus! Alle raus! Wir schließen!"
Der Tumult vor der Zimmertür legte sich und viel Lärm fand nun im Treppenhaus statt, als die Menschen aus dem Gasthaus getrieben wurden. Es war die Stimme der Gastwirtin gewesen, ohne Zweifel. Nachdem sie den Gang befreit hatte kam sie mit verschwitztem und verheultem Gesicht zu uns herein und wedelte mit einem weißen Handtuch, ihre rundliche Figur wippte dazu imselben Rythmus.
"Auch ihr! Ich will, dass jeder dieses Haus verlässt!" Als sie die Leiche erblickte, wurde sie noch blasser als sie sowieso schon war. "Sofort!", rief sie ungeduldig hinterher und blieb schockiert im Flur stehen.
Ich sah erst Chase, dann Kayowa hilfesuchend an, da Jake bewusstlos war und wir Catos auch nicht einfach hier liegen lassen konnten. Dann sah ich den Blonden vor mir erschöpft an. "Wärst du... Kannst du uns tragen helfen?"
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Jake
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 11 Dez 2014 - 14:06

Als ich wieder aufwachte, war der Lärm um mich herum noch lauter geworden. Mein Kopf dröhnte und ich spürte nun all die Verletzungen, die ich bei dem Kampf davongetragen hatte. Mein Hinterkopf pulsierte unf ivh merkte, dass ich aus einer Wunder blutete, außerdem war mir das Blut aus meiner Nase übers Gesicht gelaufen und hatte meinen Mund verklebt und mein Brustkorb fühlte sich an, als wäre er in Einzelteile zertrümmert worden. Es war dumm von mir gewesen, den Fremden anzugreifen. Jetzt in dem Moment, in dem ich um meinen besten Freund trauern und seinen Leichnahm beschützen sollte.
Ich lehnte mich herüber und starrte in die toten Augen von Catos. Erneut sammelten sich Tränen in meinen Augen und liefen mir die Wangen hinunter. Langsam und mit einem unguten Gefühl im Magen blickte ich an der Leiche meines besten Freundes herunter und entdecke die Schnittstelle an seinem Hals. Tief im Inneren fragte ich mich, wie es dazu kommen konnte und was ihn dazu getrieben hatte, und spürte, wie langsam der Selbsthass in mir hochstieg. Und dann bemerkte ich den Gegenstand in seiner Hand. Die Drachenschuppe, die Schuppe die meine Eltern schon so lange loswerden wollten und die noch nie jemand eines zweiten Blickes gewürdigt hatte. Das einzige magische was sich in meinem Leben befunden hatte, bevor ich auf die Elfen traf. Es ergab alles keinen Sinn. Irgendetwas magisches, unnormales musste Catos zu der Tat getrieben haben. Er musste einen Grund gehabt haben, warum er sich umgebracht hatte. Mir fiel der Mann ein, von dem Kayowa am Vortag gesprochen hatte, und die gruselige Elfe. Hatte es vielleicht etwas damit zu tun? Hatte Catos etwa mehr gewusst, als er mir gesagt hatte und sich deshalb das Leben genommen? Aus Reue irgendein Wissen  zu besitzen?
Ich konnte keine Verbindung zwischen all dem herstellen und ich spürte, wie der Schmerz und der Hass und die Reue erneut in mir hochstiegen.
Und dann kam mir plötzlich das Abendessen vom vorigen Tag hoch und ich übergab mich über den Boden des Zimmers.
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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 11 Dez 2014 - 14:29

"Schwarze, dunkle Magie und definitiv nicht elfischer Herkunft!", ich nickte nachdenklich und blickte Zerean stirnrunzelnd an. Als ich den Schatten ansprach weiteten sich ihre Augen und ich spürte, wie sehr sie gegen diesen Gedanken ankämpfte. Niemand wollte sich seine Rückkehr vorstellen und die meisten erwarteten dies nichtmal. Aber ich hatte damals schon gewusst, dass er zurückkommen würde, nur ich war mir nicht sicher, ob dies wirklich der Moment war. Vielleicht interpretieren wir auch zu viel in die Ereignisse.
Ich umgriff meinen Dolch und kühlte meine Finger an dem Metall, dann fing ich an, Bilder von den Leichen in den Schnee zu malen.
Zerean fuhr fort über meinen Kampf mit dem Schatten zu sprechen, doch sobald sie ausgredet hatte, setzte ich ein. "Ich habe ihn nicht geschwächt. Ich bin seine Maschine, sein falschgelaufenes Experiment, mein Körper gehört ihm und ich hätte ihn nie dauerhaft schwächen können. Das kann nur jemand, der nicht ihm gehört, der nicht von ihm erschaffen wurde. Das ist alte Magie, die dem inne liegt. Ich bin eine magische Waffe und eine magische Waffe kann nicht ihren Erschaffer zerstören."
Ich blickte Zerean ernst in die Augen und legte sorgsam die Worte zurecht, die ich sprach: "~Es ist alte Elfenmagie, es ist ein Gesetz mit dem sie herrschen und das auch der Schatten bei mir angewendet hat. Ich war nie dazu bestimmt ihn zu töten.~ Ich bin der, der dabei hilft!"
Ich blickte nieder und betrachtete die Bilder, die ich mit der Fußspitze in den Schnee gemalt hatte. "Ein gebrochenes Genick, ein getäuschter Selbstmord. Es ist kein Prinzip, es ist Zufall. Schatten arbeiten nach Prinzip, sie würden nie unnötige Magie verwenden. Entweder er handelt durch jemanden oder wir haben es mit einem mordlustigen Mörder zu tun!"
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Fr 12 Dez 2014 - 12:32

Als ich meine Vermutungen beendet hatte begann Andromex sofort mit entgegen zu wirken. Erst wollte ich ihm ins Wort fallen, doch dann, als er erzählte er sei ein misslungenes Experiment und sein Schicksal sei besiegelt entglitten mir die passenden Worte. Betroffen sah ich auf den Boden. So hatte ich den einst mutig kämpfenden Drachenreiter nie betrachtet.
Die Tatsache, dass Andromex mit Sicherheit nicht derjenige sein wird, der dem Schatten jemals das Handwerk legen wird, betrübte mich auf ungeahnte Weise. Bisher war mir nicht klar gewesen, dass ich seit ich ihn wiedergetroffen hatte meine Erwartungen in ihn gesetzt hatte, doch nun wurde es mir umso deutlicher. Ich schwieg allerdings und sprach keine meiner eben gedachten Gedanken laut aus. Er hatte ja recht.
Er hatte immer hinter ihnen gestanden, den Legenden. Hinter Daniel... und Djuli... Er hatte ihnen zur Seite gestanden und war somit ein Teil der Helden gewesen, ohne jemals wirklich ein Held zu sein. Mein Respekt gegenüber diesem Mann wuchs, als ich mir das klarmachte und ihn dann mit neuen Augen betrachtete.
Er hatte aber in der menschlichen Sprache hinzugefügt, dass er helfen würde, somit hatte er kein elfisches Ehrlichkeitsversprechen abgelegt. Er ließ es sich also offen. In meinen Augen eine weise Entscheidung, manch ein anderer würde es vielleicht anders sehen.
Zurück zu den Tatsachen. Andromex führte während meiner philospohischen Gedankengänge seine Überlegungen weiter aus und trotz meiner leichten Abwesenheit hörte ich ihm zu. Und als der Mörder zur Sprache kam hatte er wieder meine volle Aufmerksamkeit.
"Aber wer würde so etwas tun? In Eriks Auftrag? Das ist für mich zu dem jetzigen Zeitpunkt noch schwer vorstellbar, wenn auch nicht auszuschließen." Der Reiter fügte noch hinzu, dass es sich auch um einen mordlustigen Mörder ohne tiefere Hintergrundgeschichte handeln könnte, doch daraufhin schüttelte ich den Kopf. "Nein, das glaube ich nicht. Die Morde sind mit Präzision ausgeführt worden und er hat nicht ein Anzeichen, nicht mal den Hauch einer Spur oder auch nur die kleinste Möglichkeit ihn nach zu verfolgen dagelassen." Nach einer kurzen Gedankenpause setzte ich mit fester Stimme hinzu: "Wer auch immer es ist, es ist ein trainierter Killer. Jemand, der ohne Ziel mordet, tut es meist unachtsam und ist leicht aufzuspüren. Der, den wir suchen, kennt sich mit seinem Handwerk gut aus - ein bisschen zu gut für meinen Geschmack. Wir tappen noch vollkommen im Dunkeln."
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Chase
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BeitragThema: Re: Dorf   Fr 12 Dez 2014 - 14:31

Als Idis mich um Hilfe bat den Toten mit zu tragen zögerte ich einen Moment. Mir tat alles weh, doch dem anderen Mädchen schöne es echt schlecht zu gehen und Jake... Naja, er lag da halt bewusstlos rum, bis er wieder aufwachte und sich übergab. Mir blieb also keine Wahl. Zustimmend nickte ich Idis zu, stand mit schmerzverzerrtem Gesicht auf und gerade als ich zur Leiche gehen wollte und diese an den Füßen tragen wollte kam die Frau des Wirts und wollte uns alle rausschäuchen. Ich kannte sie. Deswegen bat ich sie um einen kleinen Moment, bis wir bereit waren den Leichnam herauszutransportieren.
Beim Sprechen fiel mir auf, dass meine eine Gesichtshälfte wohl etwas abbekommen hatte.
Letztendlich wandte ich mich wieder zu Idis um und sagte:"Ich Füße, du Kopf."
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Andromex
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BeitragThema: Re: Dorf   Fr 12 Dez 2014 - 18:37

Ich merkte,d ass Zerean über meine Worte nachdachte und ich ließ ihr ihre Zeit. Ich wusste, wie viele damals ihre Hoffnung in michgesetzt hatten und wie viele sie vielleicht wieder in mich setzen würden. Aber ich wollte lieber früher als später klarstellen, dass ich nur helfen konnte. Dass ich immer nur zum Helfen da gewesen war.
Die Beauftragte sprach weiter und führte meine Gedanken weiter aus. Und sie hatte Recht, ein ungeübter, nicht präziser Mörder würde Spuren hinterlassen. Es musste eine Bedeutung hinter den Morden stecken. Etwas, was derjenige den Menschen zeigen wollte. So etwas wie eine Warnung.
"Wer würde Grund genug haben, einen Killer zu trainieren und ihn in ein kleines Dorf zu schicken, um eine Warnung auszusenden? Was für ein Gedanke steckt dahinter?" Ich blickte in den eisblauen Himmel, an dem mittlerweile die Sonne schon hoch stand, bevor ich fortfuhr, "Ich nehme an, derjenige wird uns schon früher oder später aufklären!"
Mein Blick wandte herum und ich suchte in meinem Geist das Dorf ab. Menschen, normale Menschen und nirgendwo mehr eine Spur von der dunklen Magie, die im Gasthaus innegewohnt hatte. Was ging hier vor? Was sollten wir tun, um es aufzuhalten?
Mein Blick wanderte hoch und überblickte die Schneebedeckten Dächer. Dann merkte ich auf einmal zu meinem Schrecken, dass in der Ferne Rauch aufstieg. Grauer, dunkler Rauch eines Feuers, der den Himmel etwas verdunkelte. Er kam von den Bauernfeldern.
Erschrocken sah ich Zerean an. "Schnell!", rief ich und lief los in Richtung der Bauernfelder. Was war passiert?

-> Bauernfelder
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Zerean
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BeitragThema: Re: Dorf   Fr 12 Dez 2014 - 19:11

Andriomex' darauf folgende Worte waren an einen unbestimmten möglichen Serienkiller-Trainer gerichtet, doch ich konnte nicht verhindern, bei seinen Worten eine Vorahnung Erik gegenüber herauszuhören. Er war nicht im Unrecht und das war mir klar, außerdem verboten es mir meine Gaben und Talente, die Tatsachen zu leugnen. Nur weil ich nicht wollte, dass Erik wiederkam, konnte ich es mir nicht einfach wegwünschen. Dessen war ich mir bewusst.
Nach einem Moment des Schweigens blickte der Reiter um sich und auch ich begann, mich nachdenklich umzusehen. In der Ferne hörte man die aufgebrachten Ausrufe der Dorfbewohner, die das Gasthaus verließen oder die Nachricht der Toten gerade erhielten.
Dann sah auch ich es. Andromex hattte bereits seinen geschockten Blick auf mich gerichtet, als ich den dunklen Rauch in der Ferne wahrnahm. Sofort rannte ich los und ließ den Marktplatz und die hilfsbedürftigen Menschen des Gasthausunfalls hinter mir. Mit Glück waren wir noch rechtzeitig am Tatort um zu sehen, wer das Feuer gelegt hatte - die Hoffnung starb, als ich erkannte wie groß das Feuer bereits war. Es musste schon lange brennen um so auszuarten. "Es kommt von den Bauernfeldern!"

--> Bauernfelder
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Kayowa
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BeitragThema: Re: Dorf   So 14 Dez 2014 - 14:55

Plötzlich verschwanden die Menschenmassen vor der Tür und eine rundliche Frau mit verheultem Gesicht betrat den Raum und rief mit ihrem Tuch wedelnd wir sollten raus gehen. Chase und Idis begannen sofort Catos vom Boden zu hieven. Als Idis seinen Oberkörper packte wollte ich sie wegstoßen und ihn selbst tragen, doch wusste ich, dass ich anderes zu tun hatte. In diesem Moment übergab sich Jake auf den Boden. Ich ignorierte dies und den säuerlichen Gestank, der sich sofort breit machte und schob alle Sachen, die hier im Raum herumlagen in einen Rucksack, während ich mir auch meinen Umhang um die Schultern warf. Die fertig gepackten Sachen hängte ich mir über die Schultern und lief hinüber in mein Zimmer um auch meine Sachen zusammen zu suchen. Zum Glück brauchte ich nur Nadel und Faden, sowie die Stoffreste in die Tasche zu werfen, dann ging ich zurück um nach Jake zu sehen.
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Idis
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BeitragThema: Re: Dorf   So 14 Dez 2014 - 15:45

Chase schien im ersten Moment nicht besonders angetan von meiner Bitte zu sein, stand dann jedoch auf und gab mir die Anweisungen, ihn an der Kopfseite zu tragen. Als ich zu dem Toten ging bekam ich etwas Bauchschmerzen, doch das war vermutlich nichts im Vergleich zu dem, was seine Nahestehenden bei meiner Aufgabe empfinden würden, deshalb riss ich mich zusammen und packte seine Schultern.
Chase nahm ihn an den Füßen und gemeinsam trugen wir ihn die Tür hinaus, begleitet von aufgebrachten, wenn auch traurigen Blicken der Gastwirtin, die noch immer mit ihrem Tuch durch die Gegend wedelte.
Kayowa fing währenddessen an im Zimmer die Habseligkeiten zusammen zu sammeln, während Jake sich keuchend auf dem Boden übergab. Die Gastwirtin hatte es offenbar noch nicht mitbekommen, wenn würden wir sicherlich etwas davon gehört haben. Angestrengt beförderten Chase und ich den Leichnam von Catos nach unten und dann zur Gasthaustür hinaus. Draußen empfing uns die kalte Luft des Wintermorgens.

Out: Ich habe mal etwas 'vorgespult', sonst hätte das tragen noch 5 Posts gedauert und die Wirtin hat uns ja rausgeschmissen xD
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Jake
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BeitragThema: Re: Dorf   Mo 15 Dez 2014 - 15:12

Ich merkte, durch den Schleier vor meinen Augen und den säuerlichen Geschmack in meinem Mund hinndurch, dass Idis und der Fremde anfingen, Catos hochzuheben. Und eigentlich wollte ich den Fremden ausschimpfen, ihn von meinem Freund wegstoßen und ihm sagen, dass er kein Recht hatte, das zu tun, aber ich war zu schwach. Daher stemmte ich mich einfach nur mühselig auf und taumelte, ohne irgendetwas oder irgendjemanden zu beachten, zur Tür hin.
Ich drückte mich an der Gaswirtin, deren Geschrei nur dumpf in meinen Ohren hallte, vorbei und stolperte die Treppe herunter. Wie in einem Traum setzte ich einen Fuß vor den anderen und ging Stufe für Stufe herunter.
Mein Blick wanderte zu meine rechten und ich bemerkte einen Körper dort liegen. Doch ich spürte keinen Ekel, keinen Schmerz, eine Angst. Mittlerweile hatte sogar der Hass aufgehört, ich spürte nichts mehr. Mein Geist war taub und als ich zur Idis und dem Jungen stieß und die Leiche meines besten Freundes dort liegen sah, konnte ich noch nicht einmal mehr weinen.
Ich blickte mich um und sah nichts, es war einfach nicht wichtig. Nichts war mehr wichtig und es war alles egal. Was sollten wir jetzt tun? Was für einen Grund gab es noch für mich, irgendetwas zu tun, egal ob es das Handeln war, oder nach Hause zurückzukehren. Es machte keinen Unterschied mehr und ich sah das nun ein.
Deshalb setzte ich mich langsam auf den Boden und ignorierte den kalten Schnee unter mir, der meinen Körper abkühlen ließ. Es war einfach alles egal.
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Chase
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 16 Dez 2014 - 14:49

Draußen angekommen genoß ich mehr oder weniger die klirrende Kälte, die sich mit einigen wärmenden Sonnenstrahlen abwechselte.
Um größere Aufmerksamkeit zu vermeiden schleppte ich den Leichnam in eine nahegelegene kleine einsame Gasse und legte ihn dort ab.
Dann wusch ich meine Hände im Schnee ab, da ich das Gefühl von Tod nicht an ihnen mochte. Die Kälte des Schnees nutze ich auch gleich dazu mein Gesicht und meine Nase zu kühlen indem ich einen Eiszapfen abbrach und ihn mir ans Gesicht hielt.
Schließlich wendete ich mich zu den anderen. Jake sah aus als hätten meine Schläge Wirkung gezeigt und die Mädchen sahen eigentlich recht gefasst aus.
"Kann mir jetzt bitte mal jemand erklären was zum Geier hier los ist?", fragte ich in die Runde und erhoffte mir eine ehrliche und hilfreiche Antwort.
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Kayowa
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BeitragThema: Re: Dorf   Mi 17 Dez 2014 - 20:07

Jake hatte den Raum bereits verlassen, als ich zurückkehrte und ich entdeckte ihn und die anderen am Ende des Ganges, wo sie weiterhin von der Wirtin hinaus gescheucht wurden.
"Was tust du denn noch hier? Na los, sieh zu dass du fort kommst!", blaffte sie ich an, als sie mich bemerkte. Ich verstand zwar nicht genau was sie sagte doch waren ihre Gesten unmissverständlich. Also beeilte ich mich die Treppe hinunter zu kommen. Unten angekommen umfing mich erneut dieser Geruch, den ich grade eben erst los geworden bin! Eisen... und ganz deutlich: Verwesung. Hinter der Theke lag ein weiterer Leichnam. Mir wurde schlecht und ich beeilte mich den anderen zu folgen.
Draußen ließ sich Jake in den Schnee fallen. Wir befanden uns in einer kleineren Gasse. Chase hatte uns hierher geführt. Er sah sichtlich verwirrt aus... Schien danach zu fragen. Er verstand nichts. Wie auch? Aber ich würde gar nicht erst versuchen ihm zu erklären, warum Idis, Jake,.... C.. er, und ich uns kannten. Ich würde ohnehin nicht die Worte finden... nicht die nerven haben nach den Worten irgendwo in meinem nebligen Gehirn zu suchen. Also überließ ich dies Idis, da ich nicht damit rechnete, dass Jake etwas sagen würde. Ich fühlte mich nicht, als wäre es morgens und als hätten wir geschlafen. Ich fühlte mich eher als hätte ich seit Wochen nicht geschlafen... Erschöpft ließ ich mich neben Jake an der Wand in den Schnee fallen. Ich wollte mir gar nicht erst ausmalen, wie er sich jetzt fühlt. Er war sein Freund gewesen, sein Weggefährte.. sie haben sich bestimmt schon lange gekannt.. Ach was würde ich dafür geben ihn ein wenig länger, als bloß einen Tag gekannt zu haben...
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Jake
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 18 Dez 2014 - 12:29

Mein Blick wanderte herum ohne etwas richtig wahrzunehmen. Ohne einen Punkt zu fixieren oder sich auf etwas zu konzentrieren. Es war mir auch egal, als die Kälte unter mir meinen Körper heraufkroch und mich zittern ließ. Ich spürte es kaum.
Und auch als sich die kleine Elfe neben mich setzte, schenkte ich ihr nur einen schnellen, gleichgültigen Blick. Es machte doch alles keinen Sinn mehr, es war doch alles nicht wichtig. Was sollten wir jetzt nich tun? Was hatten wir jetzt noch hier verloren? Und vorallendingen, was sollte ich jetzt tun?
Den Stand konnte ich nicht alleine führen, nach Hause konnte ich einfach nicht zurückkehren, ich konnte seinen Eltern einfach nicht diese Nachricht überbringen, ich konnte es nicht.
Und hier an diesem Ort wollte ich auch nicht bleiben. Es war kalt und es roch nach Tod und es brachte zu viel Wut und zu viele Rachegedanken in mir hervor.
Mein Atem war ruhig und mein Herz schlug normal, als ich aufstand und langsam zu der Leiche meines Freundes herübertaumelte.
Ich packte seine Füße, ohne auf die Herumstehenden zu achten, und zog ihn langsam über den Schnee. Einfach weg von hier, weit weg....
Ich wollte ihn begraben! Ihm das geben, was er verdiente! Ihm danken! Und dann wollte ich weg, ganz weg, nicht mehr fühlen, nicht mehr denken, nicht mehr sein.
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Idis
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BeitragThema: Re: Dorf   Do 18 Dez 2014 - 16:10

Chase fragte, was hier eigentlich vorging und ich konnte es ihm nicht verübeln. Leider wusste keiner von uns eine genaue Antwort und ich war auch erst mit ihm zusammen bei den beiden im Zimmer erschienen, mehr als er wusste ich also kaum. Das einzige, was ich ihm erzählen konnte, war wie wir uns am gestrigen Abend kennen gelernt hatten und das schien mir irgendwie im Moment unwichtig zu sein. Da ihm aber keiner eine Antwort gab ging ich zu ihm hinüber.
"Niemand weiß das", sagte ich ihm und lehnte mich neben ihm an die Hauswand. "Ich habe die drei gestern Abend kennen gelernt, da herrschte eine ausgelassene Stimmung im Gasthaus. Über das, was heute Morgen im Gasthaus geschehen ist kann ich dir auch nicht mehr sagen als du selbst mitbekommen hast, ich bin mit dir hinaufgegangen." ich fiel in ein andächtiges Schweigen als ich sah, wie Jake sich hochmühte, Catos an den Füßen packte und begann, seinen Leichnam durch den Schnee zu ziehen. Verwirrt stieß ich mich von der Wand ab und ging zu ihm.
"Jake?" Sein Blick war abwesend, er schien auch kaum noch Emotionen zu zeigen. "Jake!" Ich berührte ihn an der Schulter. Wohin wollte er mit seinem Freund? Vielleicht die letzte Ehre erweisen... Als mir dieser Gedanke kam ließ ich von ihm ab und trat einen Schritt zurück. Ich glaubte nicht, dass er Hilfe wollte - oder überhaupt annehmen würde.
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Chase
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BeitragThema: Re: Dorf   So 21 Dez 2014 - 23:29

Idis Antwort stellte mich nicht im Geringsten zufrieden. Mein Unmut war allgemein sehr groß, denn mein Magen meldete sich mit einem hungrigen Knurren zurück. Da Jake die Leiche nun wegschleifte um was auch immer damit anzustellen, setzte ich einen Schlussstrich unter diese Sache mit den Toten und Jake, der mir ohne jeglichen Grund meine eine Gesichtshälfte für die nächsten Wochen versaut hatte.
Bei mir setzte sich nun hartnäckig der Wunsch fest etwas essbares zu bekommen und Idis und die Andere sahen so aus als könnten sie mir etwas beschaffen. "Ihr habt nicht zufällig was zu essen?" Dabei schaute ich die zwei mit dem besten bettelnden Blick an den ich hatte. "Der eigentliche Grund für meinen Besuch im Gasthaus war ja etwas zum Essen zubekommen, aber dann kam ja Das dazwischen. Also würdet ihr einem armen hungrigen Bettler etwas Essbares ausgeben?"

----> Quelle am Waldrand


Zuletzt von Chase am Mo 29 Dez 2014 - 21:39 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Kayowa
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 23 Dez 2014 - 16:41

Idis klärte den unglaublich blonden Jungen gnädiger weise auf. Er sah allerdings nicht so aus, als wäre er mit der Antwort zufrieden, doch das kümmerte uns nicht. Immerhin gab er jetzt Ruhe...
oder auch nicht!
Erschöpft und mich nach Ruhe sehnend starrte ich in den Himmel in dem sich eine große graue Wolke vor die glutrote, nein ... blutrote Sonne schob. Ich beachtete sie nicht weiter, kümmerte mich nicht um die seltsame Form, die sie hatte.
Chase schien hunger zu haben, er bettelte und bettelte... Ich wollte Ruhe! In Ruhe mit dem Gedanken abschließen können, jemanden verloren zu haben, der ein wirklich guter Freund hätte sein können...
Schließlich erbarmte ich mich und holte die Brotreste vom gestrigen Abend aus meiner Tasche. Sie waren zwar inzwischen ein wenig trocken, doch durchaus noch ein paar Tage essbar. Ich brach ein paar Stücke davon ab und drückte sie ihm in die Hand, in der Hoffnung er würde nun endlich Ruhe geben. Grade wollte ich meine Tasche schließen, da bemerkte ich, wie Jake begann an seinem Freund herum zu zerren. Idis lief hinter ihm her, doch versuchte sie nicht weiter ihn aufzuhalten. Ich sprang ebenfalls auf, nahm die Sachen und folgte ihm durch den Schnee. Was auch immer er vor hatte, ich würde auf ihn... auf die Lei.... auf den Körper aufpassen.

-----> Quelle im Wald


Zuletzt von Kayowa am Sa 27 Dez 2014 - 16:35 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Jake
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BeitragThema: Re: Dorf   Di 23 Dez 2014 - 16:56

Der weiche Schnee unter meinen Füßen erleichterte das Ziehen meines Freundes. Somit wurde sein Körper nicht über den harten Boden sondern über ein weiches Schneebett gezogen und selbst im Tod wurden ihm damit deiese Schmerzen erspart. Jedenfalls redete ich mir das ein. Es war ja auch egal, es war alles egal, denn er war tot und er konnte eh nichts mehr spüren, sein Körper war eh schon erkaltet und es war alles nicht mehr wichtig.
Die Gespräche meiner Freunde drangen nur als Gemurmel an mein Ohr und ich blendete sie aus, während ich langsam durch den Schnee stapfte und Catos hinter mir herzug. Es gab noch etwas für mich zu tun, eine letzte Sache, dann konnte ich, genau wie Catos, schlafen gehen.
Ich spürte, wie die Häuser rechts und links um mich herum weniger wurden und wie die Stimmen der Menschen hinter mir immer leiser wurden, und wie Idis, die mir ein Stück gefolgt war, immer weiter hinter mir zurückblieb.
Dann tauchten die ersten Bäume um mich herum auf, ihre Kronen weiß vom Schnee und ihre Äste dünn und kahl.
Ih stapfte weiter und kurz darauf befand ich mich im Schutz des Waldes, Catos hinter mir herziehend.

-> Quelle im Wald
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Idis
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BeitragThema: Re: Dorf   Fr 26 Dez 2014 - 16:29

Ich sah zu Kayowa, die nachdem Chase uns um etwas zu Essen gebeten hatte, aus ihrer Tasche Brotreste des gestrigen Abends hervorholte. Ich staunte, denn ich erinnerte mich nicht daran, dass sie etwas eingesteckt hatte. Da es hier allerdings anderes zu tun gab lächelte ich Kayowa nur kurz an, um ihre Gutmütigkeit zu würdigen, dann ging ich zu Jake, der inzwischen schon ein ganzes Stück weiter gekommen war. Chase versuchte ich schon gar nicht mehr wegzuschicken, er würde schon gehen wenn ihm der Spaß, die Laune oder was auch immer ihn hier hielt vergehen würde.
Jake schien sich mit dem Leichnam auf den Weg in den Wald zu machen und auch wenn mir bei dem Gedanken unbehaglich wurde, da noch immer nicht aufgeklärt war, wer diese schrecklichen Taten verübt hatte, hinderte ich ihn nicht daran. Als ich sah wie auch Kayowa ihm folgte setzte ich mich auf leisen Sohlen in Bewegung und sah mich etwas um, um die Gegend nach möglichen Verfolgern oder verdächtigen Personen im Auge zu behalten. Ich würde Jake jedoch in den Wald begleiten, falls er meine Hilfe brauchte würde ich für ihn da sein.
In Gedanken glitt ich zu Keona und fragte mich, wo sie gerade war, was sie machte und ob sie in Sicherheit war. Mit ihr an meiner Seite hatte ich mich sicherer gefühlt und irgendwie vermisste ich sie ein bisschen.
Aber nur ein bisschen. ich war von meinem Heimatdorf bis hierher allein gereist, ich kam gut allein zurecht. Falls mich Jake oder Kayowa wegschicken würden, würde ich ihrem Wunsch nachkommen, doch solange sie mich brauchten würde ich für sie da sein.

--> Quelle im Wald
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