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 Marktplatz

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Kayowa
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RPG-Alter : 20 (sieht allerdings aus, wie 16 und verhält sich auch eher so, da sie noch eine seeehr junge Elfe ist.)
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Fr 7 Nov 2014 - 15:29

Als ich die Fremde so überschwänglich ansprach trat sie erst einmal ein Stück zurück, was mich an meine Manieren erinnerte und so entschuldigte ich mich sofort bei ihr. Als sie mich in dieser vertrauten Sprache begrüßte begann ich zu strahlen. Es tat so unglaublich gut.... ich hatte seit mindestens zwei Wochen kein Wort mehr in der alten Sprache gehört...! Auch ich begrüßte sie mit dem Gruß. "Atra Esterní ono thelduin"
Sie erklärte sie sein Adva. Auf der menschlichen Sprache. Dann fügte sie noch etwas hinzu, was ich allerdings wieder nicht verstand. Mist. Dann wechselte sie aber zum Glück wieder in meine Sprache. Sie war eindeutig verwundert eine Elfe hier anzutreffen! Sie kannte auf jeden Fall ein paar Elfen! So fließend, wie sie die Sprache sprach.... Ob sie mal bei uns in der Stadt gewesen ist? Aber bestimmt würde ich mich daran erinnern können... Ich rätselte immer noch, was sie war. Sie hatte durchaus etwas Menschliches! Aber dennoch strahlte sie ein alter aus, das das eines Menschen mit einem solch jungen Gesicht weit überstieg! "~Mein Name ist Kayowa. Ich kam aus der Stadt der Elfen um etwas von der Welt zu sehen, da kam ich hierher.~", erklärte ich ihr. "~Leider musste ich feststellen, dass ich nicht besonders viel der menschlichen Sprache verstehe...Jake hier (ich deutete auf diesen) hilft mir sie zu verstehen und dafür bin ich ihm sehr dankbar! Verzeihung aber ich habe leider auch nicht verstanden, was ihr grade gesagt habt.~"
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Zerean
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RPG-Alter : an die 80 jahre (sieht aus wie mitte 20)
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Fr 7 Nov 2014 - 15:42

Ich lächelte die Elfe an als sie mich ebenfalls mit der elfischen Formel begrüßte, doch merkte ich auch, dass der Schnitzerjunge sich unbehaglich fühlte und nervös seine Finger knetete. Ich hatte jedoch nicht die Zeit auf ihn Rücksicht zu nehmen, da ich nur wissen wollte, ob das Ei auf die Elfe ansprang, und dann weiter musste - ich hatte eine Verabredung, die ich ganz sicher nicht versetzen wolle.
"~Freut mich euch kennen zu lernen, Kayowa.~" Sie sagte, sie verstehe nur Bruchstücke der menschlichen Sprache, was mir sofort erschloss warum sie ihre Zeit mit diesem Händlerjungen verbrachte. Scheinbar waren die beiden mit dem Versuch zugange gewesen, Kayowa die menschliche Sprache beizubringen. Da überwand ich mich und sah noch einmal zu dem Jungen.
"Eure Freundin hat scheinbar erhebliche Schwierigkeiten mit der menschlichen Sprache. Sie sagte sie käme von weit her und reist um die Welt. Sie kommt aus der Elfenstadt. Außerdem dankt sie Euch für eure sprachliche Hilfe." Da Kayowa gesagt hatte, dass sie ganz schlecht sprach, hatte ich daraus geschlossen, dass ihr Händlerfreund all das nicht wusste. "Ich wünsche euch viel Erfolg dabei." Ein kleines Lächeln folgte dem, dann wandte ich mich wieder an die Elfe.
"~Sagt, gibt es Neuigkeiten aus der Elfenstadt? Das letzte Mal, dass ich dort war, ist lange her.~" Nicht nur, dass ich das Ei auf sie testen wollte - wenn sich schon die Möglichkeit ergab, dann konnte ich mir auch auf diesem Wege neue Informationen einholen - die Reise zur Elfenstadt war lang und beschwerlich und so konnte ich vielleicht erfahren, ob sich eine Reise in nächster Zeit wieder lohnen würde.
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Jake
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Fr 7 Nov 2014 - 15:58

Die beiden sprachen weiter in der alten Sprache, aber blendeten mich komplett aus, was mich vermuten ließ, dass ich wohl doch nicht in Gefahr schwebte. Vielleicht unterhielten sie sich auch einfach nur über normale Dinge, wie das Wetter.
Doch dann wendete sich Adva zu mir herüber, nachdem sie einen Augenblick mit der Elfe gesprochen hatte und fing an, mir ein paar Details über Kayowa zu geben. Anscheiend schien die Elfe, mit der ich mich in den letzten paar Stunden schon ein wenig angefreundet hatte, aus der Elfenstadt zu kommen und war auf einer Reise. Ich nahm an, dass die beiden das in der seltsamen Sprache besprochen hatten und sie mir das nun erzählte, da Kayowa dafür die Wörter fehlten.
Ich nickte Adva zu und sah ihr in die Augen, was ein wenig schwierig war, da ihre Kapuze fast die Hälfte ihres Gesichts verdeckte.
"Ich werde mein Bestes geben, sie zu lehren und ich danke euch für eure Hilfe!" Ich lächelte sie ein wenig unbehaglich an, da ich mir nicht ganz sicher war, ob das wirklich das richtige war, zu sagen. Immerhin schien die Fremde vor mir sehr mächtig und sehr wissend zu sein, was mich doch ein wenig einschüchterte.
Doch die Fremde befasste sich nicht lange mit mir und drehte sich kurz darauf wieder zu Kayowa hinüber, um mit ihr weiter in der alten Sprache zu sprechen. Ich hoffte, dass Kayowa mir irgendwann, wenn ihr Wortschatz ausreichte, erklären würde, was sie mit der Fremden besprach, denn es interessierte mich sehr. Und es kam mir vor, als wäre ich durch die Elfe an meiner Seite in eine sehr interessante Situation gekommen.
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Kayowa
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Fr 7 Nov 2014 - 16:33

Ich war so unendlich froh... und diese junge Frau schien außerdem sehr nett zu sein! Aber doch wusste ich außer ihrem Namen nichts über sie! Dass sie nicht von hier war schloss ich instinktiv! Dies war ein kleines Dorf, in dem vermutlich kaum etwas passierte, auch wenn ich gehört hatte, dass Daniel aus dieser Gegend stammte! Naja, sie konnte schon von hier sein.... aber sie hatte eindeutig viel mehr erlebt, als alle hier zusammen! Sie schien mir auch nicht der Typ dafür zu sein sich lange irgendwo nieder zu lassen... doch trotzdem wollte ich es wissen. Aber bevor ich die frage stellen konnte, wandte sie sich an Jake. Ich verstand leider wieder nur Bruchstücke doch schloss ich daraus, dass sie ihm ein wenig erklärte, worüber wir grade sprachen. Er antwortete etwas und schien dankbar zu sein... hm.. eigentlich sollte ich es doch sein oder nicht?
Dann fragte sie mich nach Neuigkeiten... sie war also schon einmal in der Elfenstadt gewesen! Hm... kam darauf an wie lange sie dort nicht mehr gewesen ist... Obwohl meine teil des Rates war (allerdings nur eine recht niedrige Position, nicht im engeren Kreise!), erzählte sie mir nur das, was auch das Volk erfuhr, auch wenn ich mir sicher war, dass es weitaus mehr gab, das dort passierte! "~Es kommt darauf an, wann ihr das letzte mal dort ward~", begann ich also meine Erklärung. "~Ich weiß noch nicht sehr viel, da ich nicht besonders alt bin und erst jetzt den Wald verlassen durfte... aber soviel ich weiß ist nach Djuli's, Daniel's, und Mausestern's verschwinden nicht mehr viel passiert... sie haben anschließend im Rat viele Veränderungen durchgenommen, was letztendlich dazu führte, dass es mich gibt (ich grinste), aber sonst.... wir bekamen auch kaum Besuch von außerhalb...~" Dann kam ich endlich dazu meine lang ersehnte Frage zu stellen: "~Und wo kommt ihr her?~"
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Zerean
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Fr 7 Nov 2014 - 16:53

Naiv von der Elfe, mir Informationen über die Elfenstadt geben zu wollen, die den gesamten Zeitraum nach dem Verschwinden der großen Legenden einschlossen. Ich hatte ihr bereits gesagt, dass es lange her war, dass ich das letzte Mal dort gewesen war, doch nach ihrem Wissen war ich nicht älter als Mitte 20.
Ich schüttelte den Schauer ab, der sich eingestellt hatte, als mir der Gedanke kam, dass sie mehr wusste als ich angenommen hatte. Da ich das für kaum möglich hielt versuchte ich mich von diesem Gedanken abzubringen, konnte jedoch nicht vermeiden, mich in eine Hab-Acht-Stellung zu begeben. Sie kann nicht wissen, wie alt ich bin und ich habe nur nach Informationen gefragt. Vermutlich machte ich mir vollkommen grundlos Sorgen und es war nur die Naivität einer noch viel zu jungen, unerfahrenen Elfe, die mich verunsicherte.
Das sie die Namen der Legenden einfach so ausgesprochen hatte, inmitten von Menschenmassen die jede erdenkliche Gefahr bergen konnten, ließ mich noch achtsamer werden. Denkt sie denn nicht über ihre Worte nach, bevor sie spricht? Es konnte sie sehr schnell in Gefahr bringen, wenn sie weiterhin so unachtsam sprach!
"Shhht!", zischte ich leise. Ich konnte bei der Betitelung von einem der großen Drachen der damaligen Zeit, Mausestern, nicht mehr an mich halten und unterbrach sie. Allerdings huschte danach ein Schatten über mein Gesicht. Ich hatte mich mit meinem Ausruf unweigerlich mit den Legenden in Verbindung gebracht. Sofort änderte ich meine Taktik und ging in die Position der wohlgesonnenen Wanderin, die nur Gutes für die unerfahrene Neue wollte.
"~Gebt acht darauf, was ihr sagt, Kayowa. Solche mächtigen Namen sollten nicht unbesonnen ausgesprochen werden.~" Mit einer wissenden Geste sah ich einmal um mich, um ihr zu verdeutlichen, was ich meinte. Somit hatte ich geschickt überspielt, dass ich vielleicht mehr mit den Legenden zu tun haben könnte.
Nachdem die Elfe mich nach meiner Herkunft fragte richtete ich mich auf. Es war definitiv eine zu instabile Situation, in die sie mich gebracht hatte, und durch den Mangel an menschlicher Sprache den ich verwenden konnte war es mir nicht möglich, ihr meine Deckdaten zu erzählen, da ich in der alten Sprache nicht lügen konnte. Das Ei hatte bis jetzt keine Reaktion gezeigt, das musste mir jetzt reichen.
Mit einem Mal sah ich hektisch um mich, starrte dann in Richtung des Waldes und 'überhörte' die Frage der Elfe. "Die Zeit fliegt, ich komme noch zu spät!" Schnell wandte ich mich an die Elfe. "~Entschuldigt, ich muss gehen. Ich wünsche euch viel Erfolg beim Erlernen der Menschensprache, Kayowa.~" Dann verließ ich im Laufschritt den Stand des Schnitzerjungen.
Als mich die Schatten des nahenden Waldes bereits gefangen genommen hatten, warf ich einen zynischen Blick zurück zum Dorf. Meine Hektik hatte ich gut herübergebracht, sie konnten keinen Verdacht schöpfen. Mit all den Jahren hatte sich bei mir ein Verfolgungswahn ausgeprägt, das war alles, so redete ich mir ein. Allerdings war nicht zu leugnen, dass ich nur knapp der Neugierde der beiden entronnen war.

--> Zerfallenes Dorf
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Jake
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Fr 7 Nov 2014 - 17:21

Ich merkte, dass die beiden immer involvierter in ihr Gespräch wurdne und Kayowa fröhlich drauflosredete, und obwohl ich nicht verstand was sie sagt, bewunderte ich sie doch für ihre melodische Stimme, die irgendwie die Kälte aus meinem Körper trieb. Doch auf einmal änderte sich die Stimmung und Adva beugte sich schnell zu der Elfe hinüber. Ich hörte, dass sie ihr zuzischte und wollte schon gerade aufspringen, um Kayowa irgendwie in Schutz zu nehmen. Was natürlich lächerlich war, da ich noch nichtmal verstanden hatte, worum es ging, und sie sowieso eine Elfe war. Aber dann entspannte sich die Fremde wieder und fuhr fort mit Kayowa in der alten Sprache zu reden.
Und bevor ich irgendwie verstand, was sich da gerade vor meinen Augen abgespielt hatte, wandte sich die Fremde zu mir und verabschiedete sich eilig. Ich nahm an, dass sie das Gleiche nochmal zu kayowa wiederholte und gleich darauf war sie auch schon zwischen den Menschen verschwunden.
Überauß verwirrt blickte ich erst um mich herum und dann Kayowa an. Ich wünschte mir zutiefst, dass ich sie fragen konnte, was gerade vorgefallen war. Aber ich nahm an, dass wenn ich sie jetzt dazu ausfragte, so verwirrt wie ich war, sie kein Wort davon verstehen würde.
Darum beschloss ich, einfach anzufangen, mit Wörtern, die sie womöglich verstand und ihr langsam zu entlocken, was vorgefallen war. Natürlich konnte ich sie nicht zwingen, mich aufzuklären, aber interessiert war ich schon.
"Was?", fragte ich sie und versuchte so verdutzt wie möglich zu gucken, was mir nicht sonderlich schwerfiel.
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Kayowa
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Fr 7 Nov 2014 - 17:46

Ich erzählte munter drauf los, so froh war ich endlich wieder flüssig zu reden und auch verstanden zu werden... Dabei verheimlichte ich auch nicht, dass ich an die alten Geschichte glaubte! Doch sobald die Namen über meine Lippen gekommen waren zuckte Adva zusammen und bedeutete mir still zu sein. Aber warum? Es kannte sie doch jeder! Und dass ich einfach nur ihre Namen verwendete, um die Zeit in etwa klar zu stellen würde doch wohl bitte kein verbrechen sein oder doch?... Aber Moment mal... warum war sie so empfindlich deswegen? Aber... aber.... das würde ja bedeuten... das sie... sie... meine Augen wurden groß...
Glaubte sie etwa auch an die alten Geschichten? Wusste sie vielleicht mehr darüber als ich? Das wäre wunderbar!! Dann würden wir uns darüber austauschen können! Ohhh Maaaaan!!! Aber was sollte das bedeuten, dass ich zu unbedacht sprach? Schließlich wären die Namen allein ja keine Information! Die kannte ja jeder! Hm... es würde wohl schon so seinen Grund haben, dass sie mich warnte... also entschloss ich mich vorsichtiger zu sein. Aber umso mehr interessierte mich die Frage, wo sie herkam! Doch als ich endlich dazu kam sie zu stellen wurde sie plötzlich unglaublich hastig und verließ Fluchtartig den Stand. Verdattert starrte ich ihr hinterher. Das wurde ja immer merkwürdiger!! Die schien ja geradezu auf der Flucht zu sein... also da verbarg sich eindeutig mehr dahinter!
Auch Jake sah deutlich verwirrt aus. Er starrte mich erst hilflos an, bevor er schließlich ein 'Was?' hervorbrachte. Mir hätte allerdings schon der blick gereicht um die Frage zu verstehen. Er hatte ja schließlich kein Wort davon verstanden, was Adva und ich geredet hatten! "Ich fragen wo sie kommen.... dann sie laufen!", versuchte ich zu erklären. "Sie sagen zu du?" Das war schon etwas seltsam... sollte ich jemals die Chance dazu bekommen, so würde ich mehr darüber herausfinden, entschloss ich mich.
Gedankenverloren schaute ich in den Himmel, von dem begannen immer dicker werdende Schneeflocken zu fallen. Inzwischen war es schon recht dunkel geworden, doch mir bereitete dies keine Probleme.
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Jake
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Sa 8 Nov 2014 - 11:16

Kayowa versuchte mir auf meine Frage eine Antwort zu geben und erklärte mir, dass sie nur gefragt hatte, woher die Fremde kam, und sie dann weggelaufen sei. Das verwunderte mich umsomehr und meine Vermutung wurde bestätigt, dass ich durch Kayowa irgendwie in ein Abenteuer geraten war. Was mich zum einen glücklich machte, weil ich mir immer schon gewünscht hatte, dass etwas spannendes auf meinen Reisen passieren würde, aber auf der anderen Seite auch ein mulmiges Gefühl im Magen bereitete. Schließlich hatte ich ja eine Aufgabe hier, und ohne jeglichen Verdienst in meine Heimat zuürckkehren wollte ich auch nicht.
Ich seufzte einmal tief und nickte Kayowa dankend zu, dann schweifte mein Blick über den Markplatz und ich stellte mit Schrecken fest, dass die anderen Händler schon fast alle ihre Waren zusammengepackt hatten. Durch die rätselhafte Fremde war mir gar nicht aufgefallen, dass die Sonne längst hinter den Bergen verschwunden war und die Nacht sich über dem Tal ausgebreitet hatte. Gottseidank war der Marktplatz soweit erleuchtet, dass es nicht so schlimm sein würde, die Waren im Dunkeln zusammenpackenzu müssen.
Ich bedeutete Catos, aufzustehen und mitzuhelfen und zusammen kramten wir schnell alle Waren zusammen und platzierten sie sorgfältig für die Nacht auf dem Karren hinter uns. Mein Freund warf schnell eine große Plane darüber und band diese fest, damit niemand über Nacht auf die Idee kam, Waren wegzunehmen.
Ich nahm die Stühle und Kayowas provisorischen Stuhl und stellte sie direkt an den Karren, dann nahmen wir vorischtig die paar Holzbretter aus denen unser Stand aufgebaut war, auseinander und stapelten sie ebenfalls auf dem Karren.
Und zusammen zogen Catos und ich den Karren mit all den Sachen in den großen Holzschuppen, der als Nachtlager für die Händlerstände galt.
Wir waren ziemlich schnell mit unserem Umbau fertig und als unser Karren verstaut war, war auch der ganze Marktplatz wie leer gefegt. Ich blickte zu Kayowa und lächelte sie an.
"Komm mit uns zum Gasthaus!", bot ich ihr an, und dachte mir, dass es vielleicht gut wäre, wenn sie jemanden hätte, der ihr bei der Verständigung helfen konnte, nicht dass sie dann nachts alleine draußen schlafen konnte.
Als wir heute morgen das Gasthaus verlassen hatten, waren noch nicht allzu viele Reisende dort, daher hoffte ich, dass sie noch ein Zimmer für Kayowa haben würden.

-> Das Dorf
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Kayowa
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Sa 8 Nov 2014 - 14:29

Der Abgang der jungen Frau war wirklich sehr seltsam gewesen... sie schien nicht damit rausrücken zu wollen, woher sie kam, schloss ich. Vielleicht war sie wirklich auf der Flucht vor jemandem und hatte Angst, wir würden sie verraten...  Scheinbar sollte es mich nichts angehen, aber vielleicht brauchte sie auch Hilfe? Ich beschloss niemandem zu erzählen, dass ich Adva getroffen hatte. Wahrscheinlich war es das beste...
Auch Jake schien in diesem Moment mit Schrecken aufgefallen zu sein, dass es bereits dunkel geworden ist. Er und sein Freund Catos (auch seinen Namen kannte ich inzwischen) begannen flugs die Sachen auf einem Wagen zu verstauen. Auch ich klemmte mir ein paar bahnen Stoff unter den Arm und legte sie zu denen, die die beiden soeben verstaut hatten. Es erschien mir nur fair, da Jake schließlich den ganzen Nachmittag damit verbracht hatte mir die Sprache, die er sprach, beizubringen! Und dafür hat er bisher noch nichts bekommen.... würde er es als Beleidigung auffassen, wenn ich ihm ein wenig Geld geben würde? Ach, wir würden schon etwas finden! Vielleicht konnte ich ihm ja die alte Sprache näher bringen?
Sie nahmen vorsichtig den gesamten Stand auseinander und begannen ihn ebenfalls auf dem Wagen zu befestigen. Cato schien ein paar Schwierigkeiten damit zu haben die sperrige Verkaufsplatte zu transportieren, da sie so schwer zu halten war. Kurzerhand nahm ich die andere Seite und half ihm. Er lächelte und ich zurück.
Dann war alles verstaut und die Jungs brachten den Wagen in einen Schuppen, der bereits voller Wagen war. Ich stand ein wenig verloren mit meinem Rucksack zu meinen Füßen auf dem inzwischen wie leer gefegten Marktplatz und wusste niht genau wohin ich mich nun wenden sollte.
Da kamen sie auch schon zurück und Jake fragte ob ich nicht mit ins Gasthaus wolle. Ich strahlte. "Ja! Sehr ja!"
Dann folgte ich den beiden hinein in die Gassen.

--> Dorf
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Chase
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Sa 6 Dez 2014 - 23:14

Ein dunkler Wald... Mein rasselnder Atem... Die klirrende Kälte... Ein einsames Reh... So leise wie ich nur konnte schlich ich mich an, ruhig einen Fuß vor den anderen setzend, den Speer bereit für den Abwurf in der rechten Hand. Ein falscher Schritt... Das Reh schreckte auf, fixierte mich, ich erstarrte. Es setzte zum weglaufen an, ich hinter, ein verzweifelter Versuch das Reh mit dem Speer zu treffen... Vergeblich. Schon wieder ein Fehlversuch... Ich hob den Speer auf, meine Hände berührten den nassen kalten Schnee und nun begann die Kälte in meinen Körper zu kriechen. Es wurde unerträglich. Plötzlich spürte ich Wärme in meinem Gesicht, der Wald wurde heller...

Ich schlug die Augen auf.
Wo war ich? Im Moment befand sich mein Kopf auf meinen Lumpen, die ich sonst auch immer bei mir trug und mein Körper lag auf einem staubigen Boden. Vor mir eine Mauer, die mit Eis überzogen war.
Ich richtete mich auf und schaute um mich. Jetzt fiel es mir wieder ein. Der heftige Schneefall hatte mich gezwungen zurück ins Dorf zu kommen und in dieser kleinen Gasse Schutz zu suchen. Ich fühlte mich sehr unwohl hier, denn mir könnten jederzeit Menschen begegnen, die mich erkennen könnten. Ein kurzer Blick auf den Marktplatz verriet mir, dass nicht viel los war. Also stand ich auf, Strecke meinen müden ausgelaugten Körper, wuschelte mir einmal durch die Haare und zog mir meine Kapuze tief ins Gesicht und stiefelte über den Marktplatz. Die Nässe des Schnees kroch durch meine dünnen Schuhe und somit auch die Kälte, zudem knurrte mein Magen, da ich in den letzten Tagen nicht wirklich etwas gegessen hatte, mein Jagtglück war mir entflohen.
Ich beschloss also mich ins Gasthaus zu trauen und dort vielleicht jemanden zu finden, der mir etwas Essen abgab, da ich kein Geld hatte und auch sonst nichts um zu bezahlen und ansonsten würde ich mich halt nur ein bisschen aufwärmen. Mit meinem Speer am Rücken befestigt und mit schon vor Taubheit schmerzenden Füßen begab ich mich zum Gasthaus.

----> Dorf
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Andromex
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Mo 29 Dez 2014 - 0:06

<- Dorf

Ich trat zwischen den Häusern hindurch und stand kurz darauf auf dem Markplatz. Mein Blick schweifte umher und mir fiel schnell auf, wie wenig los war. Die Menschen mussten sich in ihren Häusern aufhalten, verschreckt von den Ereignissen und verängstigt, dass ihnen das gleiche Schicksal wiederfahren könnte.
Es waren nur eine Handvoll Menschen unterwegs, die hier und da eilig an den Ständen einkauften. Und auch Stände gab es weniger als normalerweise. Die Händler muss die Nachricht der Morde wohl auch erreicht haben, und besonders die Insassen des Gasthauses.
Ich trat auf den Marktplatz und blickte mich um, auf der Suche nach einem bestimmten Stand. Es dauerte nicht lange, bis ich ihn gefunden habe und schnell lief ich zielstrebig darauf zu. Kleidungstücke waren dort an Holzstangen ausgestellt und der ganze Stand war nur so überfüllt mit allen möglichen Dingen zum Anziehen. Er sah immernoch aus, wie vor all den Jahren, als ich ihn das letzte Mal aufgesucht hatte.
Ich trat vor den Stand und blickte dem alten Mann, der vor mir stand, tief in die Augen. Seine Haut war faltig, seine grauen Haare bedeckten nur noch spärlich seinen Kopf und seine Augen hatten gänzlich ihren Glanz verloren. Ich musste nicht seinen Geist erspüren, um zu wissen, dass er nicht mehr lange zu leben hatte. Aber das war egal, ich musste jetzt mit ihm sprechen und jetzt Informationen bekommen.
Ich machte einen Schritt vorwärts und huschte schnell um die Verkaufstheke. "Huildar", zischte ich und augenblicklich versteifte sich der Körper des Mannes und ein panischer Ausdruck trat in sein Gesicht.
Ich packte ihn an seinem Kragen und hob ihn ein paar Zentimeter vom Fußboden hoch.
Verdeckt von all den Kleidungsstücken, die vor dem Stand hingen, konnte niemand sehen, was vor sich ging und durch die Schutzzauber, die ich schnell sprach konnte uns auch niemand hören.
Ich nickte Zerean zu, dann wandte ich meine Aufmerksamkeit dem Mann zu. "Du weißt es, nicht wahr?", flüsterte ich leise, aber laut genug für Zerean, in sein Ohr, "du weißt was vor sich geht nicht wahr?
Wir brauchen Informationen über Eriks Machenschaften! Wir müssen wissen, was er plant. Und wir müssen wissen, wo er zuschlagen will!"
Der Mann blickte mir tief in die Augen und sein Mund verzog sich zu einem spöttischen Lächeln, "Andromex, du suchtest mich vor all den Jahren schonmal auf und stelltest mir die gleichen Fragen. Und ich werde dir die gleichen Antworten geben! Mein alter Freund Erik hatte seit jeher die gleichen Absichten. Die Welt von diesem unnatürlichen, dieser bösen Magie, die in ihr herrscht, zu befreien. Ihr habt ihn nicht vernichtet Andromex! Und so wie es aussieht, hat er wieder Kraft gesammelt, um diese Mission zu beenden!"
Der alte Mann fing an zu husten und krümmte sich einmal kurz unter der Magie, die ihn festhielt, bevor er weitersprach, "Ich habe ihn nie dabei unterstütz, aber ich war auch nicht derjenige, der ihn davon abhalten wollte. Derjenige ist mittlerweile tot, und so wie es aussieht, durch Eriks Hand." Das spöttische Lächeln trat wieder auf sein Gesicht und seine Augen wanderten wieder zur Seite. Ich wusste, wohin sein Blick trat, selbst ohne ihm zu folgen. Der Gastwirt schoss mir durch den Kopf.
Doch ich blickte dem Mann vor mir fest in die Augen. "Er will also wieder Drachenreiter vernichten! Wo fängt er an, womit will er das schaffen?", ich schüttelte den Mann ein wenig, doch er grinste weiter. "Drachenreiter, Elfen, alle von euch unreinen Wesen!
Aber ich kann dir leider nicht mehr sagen! Seine Pläne damals sind nicht mehr ganz aktuell, wie es mir scheint. Er hat wohl einen Helfer, aber ich denke, das wisst ihr schon.", er zwinkerte mir zu, bevor er fortfuhr, "aber sollte er an meine Tür klopfen, ich würde ihn hereinlassen!"
Ein wütender Ausdruck trat in mein Gesicht und auf einmal spürte ich Hass in mir hochkommen. Er war dafür verantwortlich, dass Selena tot war, er unerstützte all die Morde an meinen Freunden, wie konnte ich ihm sein Leben jemals gestatten?
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Zerean
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Mo 29 Dez 2014 - 0:21

<-- Dorf

Aufmerksam folgte ich Andromex hinaus auf den Marktplatz und dort bestätigten sich meine Vermutungen, was die Leere des Marktes betraf. Kaum einer wagte sich nach den nächtlichen Ereignissen vor die Tür.
Ich folgte dem Reiter über den Platz zu einem Stand, der über und über mit Kleidung behängt war - offenbar verkaufte dieser Händler nicht viel, so viel wie er an Vorrat hatte. Dann hörte ich Andromex einen Zauber sprechen und meine Aufmerksamkeit war sofort wach. Ich blieb hinter einem Vorhang aus unterschiedlichsten Kleidern stehen, während Andromex mit seinem Verhör begann.
An der Stimme des Mannes konnte ich sein Alter heraushören und an seiner Redensart erkannte ich dann auch, dass ich ihm tatsächlich schon das eine oder andere Mal über den Weg gelaufen war. Ich hatte ihm nie größere Beachtung geschenkt und nachdem er vor ungefähr 10 Jahren etwas zu genau nachgehakt hatte, was ich denn in meiner Tasche mit mir herumtragen würde, hatte ich mich von ihm distanziert. Das er einer von Eriks früheren Freunden war hätte ich mir eigentlich denken können.
Nach einer Weile deutete er daraufhin, dass sich um einen Gegner von Erik bereits gekümmert wurde und als ich einen Schritt vortrat sah ich an Andromex' Blick, dass er ebenfalls an den Gastwirt dachte. daraufhin trat ich noch weiter vor und tauchte neben dem Reiter auf.
Er war alt geworden, er besaß kaum noch Haare und man sah ihm an, dass er nicht mehr viel Zeit zum leben besaß. Als er mich sah fingen seine Augen an verschmitzt zu funkeln.
"Adva, das ist ja Ewigkeiten her", begrüßte er mich als wären wir gute alte Freunde. Mein Blick glich Eiseskälte.
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Andromex
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Mo 29 Dez 2014 - 0:30

Adva? Verwirrt wollte ich mich herumdrehen, doch ich besann mich schnell und schloss, dass sie während ihrer Suche viele Decknamen benutzt haben musste. Ich hatte nie gebrauch von diesen gemacht. Ich hatte mich in all den Jahrzehnten nie so innig unterhalten, dass ein namen von Nöten war. Aber Eriks alte "Freunde", kannten mich durch ihn natürlich unter meinem echten Namen.
Böse blickte ich ihn an und zog dann meinen Dolch aus der Tasche. Ich hielt ihm den Mann an seinen offenbarten Hals und schnitt mit der kalten Klinge einen kleinen Schnitt in seine Haut, sodass ein winziger Tropfen Blut langsam seinen Hals herunterlief. Es war eine Drohung und der Mann verstand sie, aber er ging nicht darauf ein.
"Aaah der Dolch!", entfuhr seinem Mund und die Bewegung seinen Adamsapfels beim Sprechen ließ die Klinge in meiner Hand wackeln. "Erik hat mir viel von dir erzählt... vor all den Jahren! Fehlt da etwa ein Stein?"
Sein Augen blitzten spöttisch und ich fühlte mich dazu verleitet, die Klinge weiter in seine Haut zu drücken. Er sollte nicht weitersprechen, er durfte nicht, nicht solange Zerean seine Worte hörte. Daher musste ich schnell das Wort ergreifen. "Wer ist noch übrig von deinen Freunden? Wen wird Eriks Helfer als nächstes aufsuchen? Was hat er mit den Drachenreitern vor, wenn sie zurückkehren?"
Ich musste nicht lange auf die Antwort des Mannes warten, er holte kurz Luft bevor er sprach. "Sie sind tot, alle! Bis auf ich!" Sein breites Grinsen ließ mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen, "was dich betrifft, weiß ich es nicht. Aber ich weiß, dass Erik böse Dinge mit den Reitern vorhat! Aber vielleicht solltest du deine kleine Freundin fragen! Sie scheint sehr viel über diese Dinge zu wissen. Und über geheimnisse in Taschen!"
Er bleckte die Zähne und ich konnte den Geruch des Alters aus seinem Mund riechen.
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Zerean
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Mo 29 Dez 2014 - 0:44

Ich blieb tiefgefroren neben Andromex stehen, als dieser einen Dolch zog und ihn drohend an den Hals des alten Mannes legte. Doch die Worte die folgten verwirrten mich. Ob ein Stein fehlte? Was wusste der alte Mann über Andromex und seine Verwandlung? Doch ich war nicht diejenige, die gerade Fragen stellte, und es gab wesentlich wichtigeres zu klären. Ich versuchte mir nicht den Kopf über Dinge zu zerbrechen, die aktuell nicht von Bedeutung waren. Es gelang mir nur bedingt.
Helfer war ein nettes Wort für das, was dieser Mörder tatsächlich war. Wir hatten ihn nicht gesehen, wir wussten aber durch unsere Geißel hier, dass es ein Mann war - höchstwahrscheinlich. Außerdem, wenn es stimmte und er tatsächlich nur begrenzt über die neuen Ereignisse in Kenntnis gesetzt worden war, sagte uns das auch etwas über Eriks Gemütszustand. Er ließ seinen alten Freund im Ungewissen? Das sah ihm nicht ähnlich. Oder er hatte sich von ihnen abgewandt, ob demonstrativ oder aus Eigeninteresse war dahingestellt.
Als er auf meine Tasche zu sprechen kam zischte ich unweigerlich durch die Zähne. Doch ich legte gleich sofort wieder meine eiskalte Miene auf. ich trat noch einen Schritt vor, um ihm noch frostiger ins Gesicht blicken zu können.
"Du scheinst von deinem alten Freund ganz schön im Dunkeln gelassen worden zu sein", sagte ich und sah, wie er versuchte sein gehässiges Gesicht aufrecht zu erhalten. Offenbar war es ein wunder Punkt. "Erik scheint sich nicht mehr dazu herabzulassen, seine alten, unnützen Freunde noch zu informieren." Ich wechselte einen stummen Blick mit Andromex.
"Du glaubst nicht wirklich, mich alten Mann mit solchen Sprüchen treffen zu können, oder?" Er lachte, doch er kam ins Röcheln und seine Stimme blieb kratzig, da er sich wegen der Klinge an seinem Hals nicht richtig räuspern konnte.
"Wie mächtig ist Erik? Wie sehr wurde er geschwächt, sagt es mir!"
Der alte Mann röchelte er, dann lachte er finster. "Erik wird euch alle auslöschen! Er ist mächtiger als je zuvor und dies sind nur die Vorboten seiner glorreichen Rückkehr!" Er war wohl völlig übergeschnappt.
Ich näherte mich ihm mit sorgenvollen, doch zu Schlitzen verengten Augen. "Sprichst du da von Erik ... oder der Mordmaschine, die er ausgesandt hat?" Ich schwieg einen Moment und als der Greis nicht sofort eine Antwort gab, ging ich wieder auf Abstand und tauschte einen sorgenvollen Blick mit Andromex aus.
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Andromex
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Drache/Reiter : Wyrda

BeitragThema: Re: Marktplatz   Mo 29 Dez 2014 - 0:54

Als der Greis auf Zereans Tasche zu sprechen kam, zischte sie ihn an und trat vorwärts, um selbst Fragen zu stellen. Und es waren gute Fragen, doch nicht nur ich bemerkte, wie wenig der alte Mann doch tatsächlich wusste, wobei er doch vorgab, so gut mit Erik in Verbindung zu stehen. Und damit traf Zerean einen wunden Punkt bei ihm.
Ich nahm an, dass er damals zu Eriks Freundeskreis gehörte, als dieser noch als Daniels Vater bei den Bauernfeldern lebte und danach ihn weiter unterstützte, bis ich meinen Kampf mit Erik hatte und ihn zum Rückzug zwung. Anscheinnd hatte sich Eriks während seiner Rehabilitationszeit zurückgezogen und jeglichen Kontakt und jede Hilfe von hier abgelehnt.
Das verschaffte uns einen Vorteil, das bedeutete, dass Erik nicht alles wissen konnte, was im Dorf während all der Zeit vorgegangen war. Ich hatte zwar keine Idee, was wichtiges vorgefallen war, was uns helfen konnte, aber es war schonmal ein Anfang.
Der alte Mann prophezeite uns Eriks Macht und Eriks Rache, doch das alles war mir schon klar gewesen. Natürlich hatte er in all den Jahren an Stärke gewonnen. Und das Dorf war immer schwacher geworden. Aber im Augenblick mussten wir uns erst einmal seinen Boten vornehmen.
"Die Mordmaschine! Was hat er vor? Warum ist er hier? Und wer könnte der nächste sein?"
Der Mann blickte mich nur mitleidig an und schaute dann auf den Boden, ich merkte, dass er seine Kraft verbraucht hatte und sich nicht sehr vor dem Tod, dem ich ihm bescheren konnte, fürchtete, "Drachen töten? Nehme ich an. Erik die Bahn frei machen für seinen großen Zug?"
Ich blickte ihn böse an, lockerte allerdings den Dolch an seiner Kehle ein wenig. "Es gibt keine Drachen mehr!", fauchte ich. Der Mann schmunzelte und sah mir tief in die Augen. "Vielleicht ja doch!" Das Grinsen das folgte, erschreckte mich mehr, als all seine taten vorher. Wyrda!, schoss es mir durch den Kopf.
Plötzlich merkte ich Zereans Finger auf meine Schulter und drehte mich um. Die Magie hielt den alten Mann noch immer fest, doch ich behielt ihn weiterhin im Augenwinkel. Fragend sah ich Zerean an.
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Zerean
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Mo 29 Dez 2014 - 1:10

Andromex fragte ihn Fragen die auch mir durch den Kopf schossen, doch konnte sie uns der Greis ganz offensichtlich auch nicht beantworten. Seine schlussendliche Antwort viel dann sehr vage aus, Drachen töten. Das war Eriks Prinzip. Natürlich. Doch das war etwas, dass uns von Anfang an klar gewesen war, weshalb wir hier bei der Befragung in eine Sackgasse zu laufen schienen.
Zwar brachte uns die Tatsache, dass er weniger wusste als wir dachten, einen Vorteil, allerdings brachte es uns wenig bis kaum neue Informationen. Inzwischen war seine Angst vor Andromex' Dolch ebenfalls verblasst. Ich unterdrückte nur mit Mühe einen Seufzer.
Doch als Andromex' Gesicht ganz leicht die Farbe wechselte wurde auch mir klar, was die letzte Aussage des Greises bedeutete. Wyrda, Andromex' Drache, der letzte lebende Drache dieser Lande!
Ich funkelte den Greis wütend an, ich konnte meinen Zorn nicht länger im Zaum halten. Zornig packte ich den ohnehin in der Bewegung eingefrorenen alten Mann am Kragen. Er hatte damit auch meinem Drachenei gedroht, das er sowieso schon vorher in meiner Tasche vermutet hatte. Er wusste zu viel und es behagte mir ganz und gar nicht. Bevor ich aber Hals über Kopf Entscheidungen fällte musste ich mich mit dem Reiter absprechen. Ich ließ von der Geisel ab und drehte mich demonstrativ von ihm weg, dann berührte ich Andromex' an der Schulter und entfernte mich ein paar Schritte von dem Mann. er war ohnehin bewegungsunfähig und ich musste mich mit dem Reiter beraten.
"Er weiß zu viel, das behagt mir ganz und gar nicht." Ich suchte seine weißen Augen in der Dunkelheit seiner Kapuze. "Er ist ohnehin schon alt, mit einem schnellen Tod würden wir ihm wohlmöglich sogar helfen." Es gab noch andere Methoden ihn daran zu hindern, etwas preiszugeben. Ich teilte meine Gedanken dem Reiter mit. "Ich würde mich sicherer fühlen, wenn er wenigstens nicht mehr sprechen kann."
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Andromex
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Mo 29 Dez 2014 - 1:25

Zerean sah mich mit einem gemischten Gesichtsausdruck an. Ich spürte ihren Hass auf den Mann durch seine Aussagen und auch die Sorge die sie mit mir teilte. Wir mussten schnell hier weg und so schnell wie möglich zu meinem Drachen.
Die Beauftragte sprach an, was mir ebenfalls durch den Kopf ging. Der Mann wusste zu viel, er konnte Erik mit Informationen versorgen und er wusste nun von uns beiden, was ebenfalls zu Eriks Vorteil kommen konnte. Er musste zum Schweigen gebracht werden. Aber ich wollte nicht nur das, ich wollte ebenfalls eine Warnung an Erik aussenden. Eine Warnung, dass wir ihm auf der Spur waren. Auch wenn es nur gering war im Gegensatz zu seinen Taten. Und vielleicht hatte Zerean recht und es würde den Mann befreien.
Ich nickte ihr zu, dann drehte ich mich wieder zu dem Mann herum. Er konnte in meinen Augen lesen, was nun kam, das spürte ich, und ich merkte, wie er all seine Kraft zusammennahm, um zu sagen: "Er wird Euch kriegen! Alle von euch!"
Aber das ängstigte mich nicht. Er war ein alter, verrückter Mann und er wusste nichts von Eriks jetzigen Plänen. "Deyja", flüsterte ich in sein Ohr und steckte meinen Dolch wieder in meine Tasche. Unberührt sah ich zu, wie der Mann langsam zu Boden rutschte. Die Augen geschlossen und das Herz still.
Ich erwies ihm keinerlei Respekt, kein elfischer Gruß hätte jemals die bösen Dinge bei denen er geholfen hatte, gerechtfertigt.
Daher drehte ich mich einfach zu Zerean um und blickte sie an. "Wir müssen in den Wald!" Ich drehte mich um und stapfte in Richtung Wald davon, darauf bedacht, dass Zerean mir folgte.

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Zerean
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Mo 29 Dez 2014 - 1:32

Mit unterdrücktem Hass stand ich da und sah den Reiter vor mir an. Es war nicht an mir, diese Entscheidung zu fällen, er musste es tun. Er sah mich an und ich erkannte, dass er sich entschlossen hatte.
Auch der Greis tat das. Er schien sich zu wappnen, doch ich musste ihm lassen, dass man ihm kaum Angst ansehen konnte. Er wollte in Würde sterben und da Andromex ihm keine großen Schmerzen zufügen würde wusste ich, dass er das vermutlich auch tun würde - in seiner eigenen, verworrenenen Vorstellung von Würde.
Andromex sprach den elfischen Zauber und steckte dann seinen Dolch wieder weg, wodurch er die Klinge nicht mit Blut besudelte. Ich konnte nicht verhindern einen Moment auf die Lücke im Metall zu starren und die Worte des Alten hallten noch einmal in meinen Gedanken wider. dann schüttelte ich den Kopf und wandte mich ebenfalls von dem Sterbenden ab, um dem Reiter zu folgen. Zurück blieb ein Mann, der allem Anschein nach an einem Herzinfakt gestorben war. Und bei seinem Alter war es nur zu gut möglich, wodurch ein Verdacht nahezu unrealistisch war.
Ein sauberer Schachzug.

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Thalia
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BeitragThema: Re: Marktplatz   Di 30 Dez 2014 - 0:27

<---- Dorf

Als wir den Marktplatz nun endlich erreichten hörte ich von allen Seiten verschrecktes Gemurmel und entsetzte Rufe. Das ganze Dorf war in Aufruhr wegen der Morde. "Es heißt er habe sie mit nur einem Schlag getötet!", erzählte eine Frau aufgeregt. "Einfach niedergestreckt! Mit einem Schlag seines gigantischen Schwertes!"
"Nein... Was redest du da!? Er hat sie nur mit der Kraft seiner Gedanken getötet! Er hat nicht einen Finger gerührt!", widersprach eine andere. Mir kam dies alles lächerlich vor. Sie wollten sich bloß aufspielen! Aber in einem schienen sich alle einig zu sein. Er war mächtig! Und keiner wusste wer es war.
Neue rufe machten sich breit. Jemand hatte das abgebrannte Bauernhaus und das frische Grab entdeckt und verbreitete nun die Nachricht im Dorf. Es sei ein Brandstifter gewesen, meinten die Leute. Vielleicht sogar der Mörder aus dem Gasthaus? So unwahrscheinlich erschien mir das gar nicht... Normalerweise stand so ein ganzer Bauernhof nicht all zu schnell in Flammen... mal eine Scheune... im Sommer! Aber im Winter? Da musste jemand dran herum gedreht haben... anders war das Feuer nicht zu erklären. Aber wer tat so etwas? Wer bitteschön brachte eine unschuldige Familie um? Einen Wirt? Und einen Unbekannten? Wer war verantwortlich für diese sechs Morde?
Ich würde so etwas keinem Menschen zutrauen... aber es war nun einmal geschehen...
Trotz der seltsamen Vorkommnisse machte ich mich auf die Suche nach dem Stoffhändler, den ich gestern gesehen hatte. Er schien mir sehr gut gewesen zu sein. Doch ich konnte ihn nirgends entdecken. "Entschuldigung", sprach ich also einen Händler an, der seinen Stand gestern neben dem des Gesuchten aufgebaut hatte. "Ich suche nach dem Stoffhändler, der gestern neben ihnen verkauft hatte... er ist nicht zufällig noch da?"
"Nein, tut mir leid Mädchen, er und sein Freund sind heute morgen nicht aufgetaucht, obwohl ihr Wagen noch in der Scheune steht. Ich hörte sie seinen gestern Abend in dem Gasthaus eingekehrt, wenn du verstehst, was ich meine.... wenn die da mal nicht was mit zu tun haben...". Er schaute grimmig drein.
"Ihr meint...? Sie sollen...?", fragte ich ein wenig ungläubig.
"Nun ja... verdächtig ist das schon... und so richtig kennt sie hier auch keiner... dass sie jetzt verschwunden sind, nach den zwei Morden... man weiß nicht mehr wem man trauen kann Mädchen!"
Wieder wurde es lauter um uns her.
"Zur Seite! Lasst uns durch!", rief jemand. Ein drahtiger Typ, ich glaube er wohnte in einem der Nachbarhäuser meiner Freundin, schob sich durch die Menge und zog etwas hinter sich her.
Ein weiterer Toter.

Es war der Klamottenhändler, der schon seit Jahren hier seine Kleidung verkaufte. Teils zu unmenschlichen Preisen. Ich konnte ihn nie wirklich leiden... Aber dass er jetzt auch Tot war? NOCH ein Toter?  das währen ja insgesamt sieben... sieben Tote...
Herzinfarkt - meinten die Leute.
Sechs Morde.
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