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 Zerfallenes Dorf

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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Sa 7 Mai 2011 - 15:25

Von Cyrill

Wir können doch ein bisschen die Gegend erkunden. schlug ich vor. Ich kletterte auf Rayes Schulter und blickte Quinn freundlich an. Du kannst doch mitkommen wenn du willst. Als Ausflug. Mich interessierte es wie es woanders aussah. Immerhin war ich bis jetzt immer hier. Ich drehte meinen Kopf so das ich Raye in die Augen schauen konnte. Fragend blickte ich ihn an.
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Sa 7 Mai 2011 - 15:35

Von Raye

Ich lächelte. Klar, von mir aus können wir gerne woanders hingehen. erwiderte ich und streichelte Cyrill über den geschuppten Körper. Ich würde vorschlagen, wir gehen zum Wald. meinte ich und sah dann Quinn an. "Du kannst gerne mitkommen." sagte ich auch nochmal und grinste schief. Jedoch ohne auf eine Antwort zu warten, ging ich mitsamt Cyrill auf der Schulter los Richtung Wald.

---> Herzen des Waldes
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Sa 7 Mai 2011 - 15:55

Von Cyrill

Ich sah Quinn noch einmal herausfordernd an bevor ich mich von Raye in den Wald tragen lies.

----->Herzen des Waldes
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Daniel
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   So 22 Jan 2012 - 9:15

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Caim
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Fr 12 Okt 2012 - 23:50

Langsam schritt ich durch das Zerfallene Dorf. Mein Schwert fest in der Hand immer wachsam, man wusste ja nie, wer oder was plötzlich auftauchen konnte. Ich war nur auf der Durchreise und würde mich nicht lange in diesem Dorf aufhalten, schon garnicht da es eben verlassen war. Kurz atmete ich tief durch und versuchte einen Klaren Kopf zu bewahren, schließlich reiste ich nun schon seit einiger Zeit, durch das Land.
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Amarie Greenleave
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Sa 23 März 2013 - 11:26

Ich war müde. Mir tat alles weh und mir war schwindelig. Auf meiner Reise war ich auf eine Gruppe von Urukals begegnet. Mithilfe von meiner Drachendame Merenwen hatte ich geschafft sie zu töten, doch hatte mich einer der Urukals mit seinem Schwert an der Hüfte erwischt. Ich hatte meine Wunde zwar gereinigt und verbunden, dennoch hatte sie sich entzündet und das Gift der Urukalklinge hatte angefangen zu wirken. Mir war klar das ich nicht mehr lange durchhalten würde, doch ich hatte keine andere Wahl. Ich musste weiter gehen. Nach einer Weile entdeckte ich ein Dorf, dass nur noch wenige Kilometer vor mir lag.
Erschöpft setzte ich meinen Weg fort, doch dann brach ich ohne Vorwarnung vor Erschöpfung zusammen. Das letzte was ich wahrnahm war der Schrei Merewens. ,,Amarië!"



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Andromex
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Fr 7 Nov 2014 - 17:29

<- Waldrand

Ich kam im Ruinendorf an, kurz bevor die Sonne hinter den Baumkronen verschwand und ein letztes, warmes Licht den Schnee glitzern ließ. Die Säulen der zerfallenen Häuser warfes lange Schatten und ich lobte mich im Stillen selber dafür, diesen Treffpunkt ausgewählt zu haben. Hier würde sich zu dieser Tageszeit kein Mensch mehr hinwagen, zu viele Geschichten wurden über diesen Ort erzählt, besonders über die Nachtstunden, und hier konnten wir ungestört reden.
Zudem war der Wald ein Ort, an dem ich meinen Drachen im schlimmsten Fall auch treffen konnte, da er in der Nacht über den Baumwipfeln kaum zu erkennen war. Ab - und zu hatten wir schon die dichtesten Ecken des Waldes als Treffpunkt ausgemacht, da wir uns sonst kaum zu Gesicht bekamen. Aber es war einfach viel zu gefährlich.
Ich blickte um mich herum und konnte durch meine guten Augen, sehr gut ausmachen, wo umgefallene Hausfragmente und Gerätschaften im Weg lagen.
Ich wanderte ein wenig zielstrebig herum, um als die Sonne dann letzendlich ganz verschwunden war und ich gännzlich auf meine Nachtsicht gestellt war, beschloss ich mir, einen Platz zum Sitzen zu suchen.
Ein kleiner Felsbrocken, der neben mir aus dem Boden ragte, kam mir dafür gelegen und ich setzte mich fast lautlos darauf.
Wyrda, wie geht es dir?, fragte ich meinen Drachen in Gedanken und schloss die Augen, um mich erin wenig auf unser Gespräch zu konzentrieren.
Es ist alles gut Andromex!, kam die Antwort kurz darauf und ein kleines Lächeln huschte auf meine Lippen.
Wachst du über mich? Kann ich auf dich zählen Wyrda?, ein Schnauben brummte durch meinen Kopf und mein Lächeln verwandelte sich zu einem Grinsen.
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Zerean
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Fr 7 Nov 2014 - 17:41

<-- Dorf; Marktplatz

Ohne das ich es mitbekommen hatte war die Dunkelheit hereingebrochen und die schönen Sonnenuntergangsphasen der Dämmerung hatte ich dank der Ablenkung auf dem Marktplatz verpasst. Jedoch hatte ich im Moment genügend anderes, worüber ich mir den Kopf zerbrechen konnte.
Sobald ich den Waldrand erreicht hatte zog ich die Kapuze auf meine Schultern hinunter und schüttelte einmal den Kopf, um meine dunklen, glatten Haare zu befreien. Im Dunkeln würde es nicht nötig sein, mit der Kapuze umher zu wandern.
Die Fußspuren würden im Morgengrauen schon kaum noch auszumachen sein, die ich hinterlassen hatte, somit stapfte ich mit den Händen in den Manteltaschen durch den dichten Schnee. Als erfahrene Wanderin kannte ich den Wald in- und auswendig und so brauchte ich nicht lange, bis die steinernen, zerbrochenen Mauern des Ruinendorfes vor mir aufragten.
Ich kniff die Augen zusammen, da ich aufgrund der hereingebrochenen Dunkelheit kaum noch etwas sehen konnte, doch ich spürte die Gegenwart des Reiters und ließ mich von diesem Gefühl leiten.
Als ich näher kam blieb ich dann schließlich stehen und das Knirschen meiner Schritte im Schnee verstummte. Ich streckte die linke Hand aus und beugte mich leicht vor, dann schirmte ich sie mit der anderen Hand ab.
"Brisingr raudhr", flüsterte ich und ließ nur ganz schwache Magie wirken, sodass ein sehr kleines Werlicht auf meiner Handfläche entflammte. Die kleine, schwach leuchtende Lichtkugel gab mir gerade so viel Licht wie ich benötigte.
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Amarie Greenleave
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Fr 7 Nov 2014 - 21:01

Eine in schwarzen Stoff gewandte Gestalt bahnte sich den Weg durch den Schnee, der im Mondlicht zu leuchten schien. Die Gestalt ging weiter, das Gesicht war kaum sichtbar, so tief hatte war sie ins Gesicht gezogen worden. Von jenem ovalen Gesicht sah man nur das Kinn, den hellroten Mund und zwischendurch eine dunkle Haarsträhne, die der Wind hervor zerrte.
Der lange Umhang ging bis zu den Knöcheln und war aus schwerem Samt. Er verdeckte die Figur des Jenigen und so blieb es ein Ratespiel ob es eine Frau oder ein Mann war, der oder die sich unter dem Umhang verbarg.
Schließlich wurde die Kapuze in den Nacken geschoben und enthüllte das Gesicht einer Frau. Sie hatte dunkle Haare, die sie zurückgeflochten hatte, jedoch hatten sich einige Strähnen aus dem Zopf gelöst und hingen ihr nun ins Gesicht.
Die blaugrünen Augen blickten unergründlich drein.


Zuletzt von Amarie Greenleave am Mi 19 Nov 2014 - 17:59 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Andromex
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Sa 8 Nov 2014 - 11:31

Ich saß auf dem Felsen und ließ ein wenig meine Gedanken schweifen, während ich mit Wyrda sprach, als ich plötzlich einen Geist wahrnahm. Kurz darauf flammte ein kleines Wehrlicht vor meinen Augen auf und ich blickte in Zereans Gesicht. Ich lächelte sie ein wenig zögerhaft an, bevor ich aufstand und mich vor sie stellte.
"Brakka Brisingr", flüsterte ich und das Wehrlicht auf Zerans Handfläche wurde zu einem Schimmern um uns herum, sodass wir uns gegenseitig sehen konnte, aber keine Fremden auf ein Feuer mitten im Wald aufmerksam werden würden.
Ich blickte um mich herum und suchte die Gegend nach möglichen Feinden oder Verfolgern ab, aber das einzige was ich spürte, war ein Geist weit weg auf der anderen Seite des Ruinendorfs.
Ich blickte Die Beauftragt vor mir fest an und begann zu sprechen.
"Ihr seid auf der Suche nach einem Reiter für euer Ei. Doch es sind seit langer Zeit keine Drachen mehr in diesen Landen geschlüpft. Ich vermute, dass dies der Grund für Eriks Flucht war. Nun, was macht den Elfenrat so sicher, dass die Zeit der Drachen noch nicht vorbei ist? Was für einen Grund haben sie nach all der Zeit noch, zu glauben, dass die Eier in dieser Ära noch schlüpfen können?"
Es war wahr, ich hatte seit Jahrzehnten keine Drachen und Reiter ausmachen können. Die letzten Reiter wurden alle von dem Schatten umgebracht worden, und der einzige Drache der noch in diesem Lande flog, war mein Wyrda.
Dasselbe galt für die Dracheneier, die einzigen, von deren Existenz gewusst wurde, waren die zwei Eier des Elfenrats, wenn diese nicht auch von Erik mitgenommen worden waren oder in andere Länder gegeben worden waren, und das Ei, das Zerean mit sich herumtrug. Die Hoffnung, dass neue Drachen schlüpften, war zu gering, als dass ich daran glauben wollte.
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Zerean
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Sa 8 Nov 2014 - 14:44

Vor mir lächelte mich das Gesicht von Andromex zaghaft an, bevor er leise aus meiner kleinen Werlichtflamme ein Glimmern machte, dass uns beide einschloss.
Er vergewisserte sich, dass Niemand in der Nähe war, bevor er zu Sprechen begann.
Seine Frage war verständlich und ich musterte ihn lange Zeit ohne ein Wort zu sagen, bevor ich schließlich antwortete.
"Ich schätze, die Elfen verlieren nie den Glauben." Einen Moment ließ ich den Satz stehen, bevor ich leise weitersprach: "Die Elfen sind ein unglaublich altes Volk und ich bewundere sie für ihre Kraft und ihre unermessliche Weisheit. Manche Mitglieder des hohen Rates sind über 2000 Jahre alt. Sie haben die Drachen in vielen Zeitaltern schlüpfen, leben und sterben gesehen und zweifeln nicht daran, dass die Zeit der Drachenreiter wiederkommen wird." Ein Lächeln huschte über mein Gesicht und als ich begonnen hatte, von dem Glauben der Elfen zu erzählen, hatten meine Augen zu Leuchten begonnen.
"Als der große Schatten das Land verließ, da die Drachen aus dem Land verschwunden waren - auf seinen Verdienst -, hatte er die Reiter und somit auch die Drachen getötet und die Überlebenden lebten fortan in Angst und Schrecken."
Da ich wusste, dass ich damit mich und Andromex einschloss, wartete ich auch hier einen Moment, bevor ich fortfuhr. "Doch er hatte nicht die Macht, zu verhindern, dass wieder neue Drachen schlüpfen konnten. Wer sagt uns, dass es nicht möglich ist? Wer versichert uns, dass die Welt dem Untergang geweiht ist?" Mit großen Augen sah ich zu dem einztigen Meister des Kampfes gegen den Schatten auf. "Die Elfen sind der festen Überzeugung: Solange wir die Hoffnung nicht aufgeben, ist der Kampf nicht vorbei."
Diese Aussage wog für mich schwerer als sie klang, denn sie war die größte Überzeugung in meinem Herzen. Es stimmte, dass die Hoffnung in unseren Herzen auf ein Minimum zurückgegangen ist und viele schon gar nicht mehr glaubten, dass die Drachen tatsächlich einmal existiert hatten, so lange war es her. Doch der Grund, warum ich selbst nach meiner lebenslänglichen, von unzähligen Misserfolgen heimgesuchten Suche nicht aufgab und immer noch weiter suchte, war diese kleine Flamme der Hoffnung, war sie auch noch so klein.. Der Grund, warum ich daran glaubte, dass die einst glorreiche Zeit zurückkehren konnte.
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   So 9 Nov 2014 - 19:06

Ich lauschte geduldig Zereans Worten und bewunderte sie für ihre redegewandtheit. Ich war noch nie ein Meister der großen Worte gewesen und darum wurde mein Respekt für die Botschafterin immer größer. Sollte der Schatten irgendwann zurückkommen und eine Drachenreiterarmee müsste geführt werden, dann würde ich ihr ohne zu zögern folgen. Aber ich betete, dass es niemals dazu kommen würde und dass mein einer Kampf mit dem Schatten auch der letzte war.
Was die Elfen anging, so setzte ich meine Hoffnung letzendlich nicht in sie. Sie waren es schließlich nicht den Verräter in ihren eigenen Reihen erkennen konnten und die sich immer, wenn es zu einem Kampf kam, zurückgezogen hatten. Aufgrund der Vegangenheit der beiden Völker, war es nicht unbedingt die erste Priorität die Menschheit zu schützen.
Zudem war ich ihnen gegenüber ein wenig suspekt eingestellt. Durch meine Herkunft war ich nie ein großer Liebling des Elfenvolkes gewesen und hatte nie die Unterstützung von ihnen erhalten, die ich hätte brauchen können, vorzugsweise im Kampf gegen Erik.
Als Zerean fertig gesprochen hatte, strich ich nachdenklich über meinen Handschuh, an der Stelle, an der sich mein Drachenreiterzeichen befand, bevor ich zu einer Antwort ansetzte: "Die Elfen sind seit Jahrtausenden die weisere Rasse. Wenn sie das denken, entspricht es wohl der Wahrheit. Und ich muss ihnen zustimmen. Solange wir denken, dass die Zeit der Drachenreiter zurückkehren kann, denkt auch der Schatten das, und wird zurückkommen, sobald es soweit ist.
Nichtsdestotrotz brauchen wir neue Reiter, Reiter die unsere Länder verteidigen können und die ein wenig Magie unter die Menschen bringen. Die Erde ist schon dunkel genug geworden!"
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   So 9 Nov 2014 - 19:24

Ich stimmte ihm vollends zu und brachte das durch ein vergewissertes Kopfnicken auch zum Ausdruck.
"Gerade der Winter bringt die unterschiedlichsten Leute zusammen. Sie kommen meist aus der umliegenden Gegend, doch für die kalten Monate suchen sie alle Schutz in Menschensiedlungen wie dieser. Die Gasthäuser sind zu dieser Jahreszeit gut gefüllt, ich werde also diesen Winter ein bisschen unter die Leute gehen." Ich dachte einen Moment nach. "Sagt, wäre es möglich euch bei eurem Haus aufzusuchen, wenn sich etwas ergeben sollte? Ich werde die nächste Zeit sicherlich in der näheren Umgebung bleiben." Es konnte von großem Nutzen sein, auf ihn zählen zu können, sollte ich seine Hilfe brauchen. Ich wusste nicht wo er wohnte, doch wenn er einwilligte und es mir zeigte konnte ich im Ernstfall auch mit meinem schwachmagischen Geist nach ihm suchen.
Mein Blick viel auf seinen dunklen Handschuh, den er kurz berührte - es war mir nicht entgangen. Darunter vermutete ich seine Gedwëy Ignasia, die einzige, die zu diesen Zeiten noch die Farbe eines Drachens trug - Gold, wie ich mich nun erinnerte, ich hatte es in jungen Jahren in meinem Studium erfahren. Wyrda war der Name und er war nun der mächtigste der Drachen, der älteste und der weiseste. Und Andromex der letzte Drachenreiter seiner Zeit.
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   So 9 Nov 2014 - 19:42

Ich musste ihr zustimmen. Zu dieser Jahreszeit, wo reisen nicht mehr möglich waren und der einzige Weg aus dem Tal heraus über die Berge, die im Winter nicht passierbar waren, führte, wurden viele Menschen zum Bleiben gezwungen und hielten sich in einem der vielen Gasthäuser auf. Zudem war im Moment Wintermarkt, was bedeutete, dass zusätzlich noch Händler und Kunden aus allen Ländern der Umgebung kamen. Zerean hatte Recht, es war gut möglich, dass zwischen ihnen ein Reiter gefunden werden konnte. Aber trotzdem fragte ich mich, wie oft sie diese Zeit nun schon erlebt hatte, und wie oft sie schon mit ihrer Suche gescheitert war.
Ich wog für einen Moment ab, was passieren konnte, wenn sie meinen Aufenthaltsort wusste. Aber da ich ihr schon von meiner Vergangenheit erzählt hatte, und es ihr nicht schwerfallen würde, nach einer Aura wie meiner zu suchen, dachte ich mir, dass es keinen Unterschied machte, wenn sie wusste, wo ich war. Außerdem konnte ich dann immer zur Hilfe eilen, wenn sie mich brauchte.
Ich nickte langsam, dann stimmte ich ihr zu: "Mein Haus steht immer Verbündeten der Drachenreiter offen. Ich kann euch dorthin führen, sobald wir unser Gespräch hier beendet haben.
Sagt mir, gibt es noch etwas, was ich wissen sollte? Habt ihr, auf einer euerer Reise irgendwelche Anzeichen bemerkt, dass der Schatten zurückkommt, oder ist all die Jahre, unsere Situation gleichgeblieben?"
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Zerean
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Mo 10 Nov 2014 - 15:26

Ich dankte ihm dafür, dass er mir seinen Aufenthaltsort nach unserem Gespräch offenbaren würde. Besonders da Wintermarkt war würde ich einige Zeit diesen Winters im Dorf verbringen, auf der Suche nach der Person, die Bewegung in mein heilig gehütetes Drachenei bringen konnte. So lange tat ich das jetzt schon und so viele Enttäuschungen hatte ich mein Leben lang erlebt, doch ich blieb stark und die kleine Flamme der Hoffnung in meinem Herzen erlosch niemals.
Andromex' nächste Frage brachte mich dazu, in Gedanken ein Flashback der letzten Jahre zu erleben. In all den Jahren hatte es überall für kurze Zeit Ärger gegeben, jedoch war das nichts ungewöhnliches. Und jedes Mal hatte ich meine Augen und Ohren in Reichweite gebracht, um etwas über den gefürchteten Schatten herauszufinden. "Ich bin Zeit meines Lebens sehr sehr viele Theorien und Möglichkeiten durchgegangen, was seine Beweggründe gewesen sein, könnten fort zu gehen - außer seinem Sieg über die Reiter - und nicht zu bleiben. Und auch was die Beweggründe für seine Rückkehr sein könnten. Ich habe an kaum eine meiner Theorien lange geglaubt. Der Schatten ist mir immer ein Rätsel geblieben."
Nachdenklich richtete ich meinen Blick auf den Schnee zu meinen Füßen, dann sah ich in die weißen Augen meines Gegenübers. "Ich fürchte ich kann Euch von keinen nützlichen Informationen berichten, Andromex. Allerdings befürchte ich", fügte ich leise hinzu, "dass er - falls er zurück kommen könnte - kommen würde, sobald ein Drachenei schlüpft." Ich brauchte nicht laut auszusprechen, dass ich bei meiner Furcht an meinen eigenen Schützling dachte, doch es war nur eine von vielen meiner Theorien. Auch sie musste nicht der Wahrheit entsprechen. Doch nach all den Jahren des Rätselns erschien es mir als der wahrscheinlichste Grund, warum der Schatten erneut in unseren Lande ziehen würde.
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Mo 10 Nov 2014 - 18:42

Ich merkte, dass Zerean auf meine Frage hien erst einmal nachdenken musste. Wahrscheinlich war in der Zeit viel passiert, was ihre Aufmerksamkeit erregte, sich aber dann dennoch als unwichtig herausstellte. Ich nahm an, dass sie mir nur von den wichtigsten Ereignissen erzählen würde. Doch sie beantwortete zuerst nicht meine Frage, sondern begann von Theorien zu erählen, die sie entwickelt hat.
Ich musste ihr zustimmen, was das anging. Auch ich hatte mir über all die Jahre Gedanken gemacht, zu Eriks verschwinden, und zu seiner Wiederkehr. Ich hatte nie geglaubt, dass allein meine Macht ihn vertrieben hatte, eher das ausbleiben der neuen Reiter und dass er nun womöglich an einem Plan saß, wie er die Zeit der Drachenreiter entgültig beenden konnte, sofern man der Meinung war, dass sie wiederkommen würde.
Ich nickte nachdenklich und blickte Zerean an. "Ich bitte euch dennoch, mir demnächst eure Theorien mitzuteilen, vielleicht können wir zu einer Einigung kommen und so herausfinden, wie der Schatten letzendlich zu schlagen ist!"
Dann fuhr sie fort, von etwas, das ich genauso wie sie fürchtete und dem ich nur zustimmen konnte.
"Wenn der Schatten mit den Drachenreitern zurückkommen sollte, ist es an uns, diese von der Wahrheit und Richtigkeit zu überzeugen. Wenn die Drachenreiter nicht auf der Seite des Schattens stehen, wird die Rückkehr dieses zu vertragen sein!"
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Mo 10 Nov 2014 - 20:16

"Ich werde euch meine Theorien offenbaren, sollte es notwendig werden." Ich lächelte zurückhaltend, dann richtete ich meinen Blick gen Himmel.
Es war stockfinster. Nicht nur dunkel - es war nicht einmal das Licht des Mondes zu sehen. Mit zusammengekniffenen Augen sah ich mich um - mein Gefühl hatte gestimmt, es war kälter geworden.
"Ich glaube es zieht ein Sturm auf", kündigte ich dem Reiter an und war dankbar für das Schimemrn das uns umgab, da ich aufgrund des Neumondes sonst die Hand vor Augen nicht hätte sehen können.
"Ich schätze es wäre das beste, wenn wir uns auf den Weg zurück ins Dorf machen", sagte ich dann und zog mir mit einer fließenden Handbewegung die Kapuze wieder über die Haare. Meinen magischen Tastsinnen und meinem Geist war nicht ganz entgangen, dass der aufkommende Sturm nicht nur naturgegeben sein konnte. Irgendwie spürte ich, dass etwas in der Luft lag... Irgendwas war... anders...
Ich wurde langsam wahnsinnig. Noch dazu hatte ich die beiden auf dem Marktplatz völlig grundlos mit vielen Fragen zurückgelassen. Suchte mich der Verfolgungswahn nun auch schon zu solch geschützten Konversationen wie hier mit Andromex auf? Nur wegen Kälte und ein bisschen Dunkelheit?
Ich versuchte nicht darüber nachzudenken und mein Bauchgefühl zu ignorieren, da rieselte mit einem Mal eine große Schneeflocke auf meine Nase herab. Ich sah in den Himmel und erblickte ein nachtschwarzes Himmelszelt, bedeckt mit unzähligen Schneeflocken, deren Wind sich verstärkte.
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Di 11 Nov 2014 - 8:41

Ich folgte Zereans Blick in den Himmel und bemerkte ebenfalls, wie dunkel es geworden war. Kein Mond erhellte den Himmel und die Sterne, die eigentlich die Dunkelheit über uns erhellten sollten, wurden von Wolken verdeckt. Zudem wurde der Wind immer stärker und die Schneeflocken, die vor kurzer Zeit noch um mich herum getanzten waren peitschten mir jetzt ins Gesicht. Und obwohl ich meinen warmen Mantel trug, fror ich doch ein bisschen.
"Ich muss euch zustimmen! Wir treffen uns dort, wo wir vorhin aufeinandergestoßen sind!", antwortete ich Zerean auf ihre Aussage, dass wir langsam zurückgehen sollten.
Dann schlug ich, genau wie sie, die Kapuze über meinen Kopf und steckte meine Hände wieder in die Taschen. Ich blickte mich ein letztes Mal zwischen den Ruinen um, um mögliche Feinde, oder Wesen, die uns hätten belauschen können, zu entdecken. Aber es war niemand da, denn es würde sich niemand bei diesem Schneesturm auf die Straße trauen.
Ich nickte Zerean noch ein letztes Mal zu, dann wirkte ich schnell wieder meinen Zauber, sodass meine Fußspuren im Schnee hinter mir verschwanden.
Ich beschloss, diesmal nicht den Waldweg am Waldrand zurück ins Dorf zu nehmen, sondern über die Bauernfelder zu gehen, auch wenn das schmerzhafte Erinnerungen hervorrufen würde.

-> Bauernfelder
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Di 11 Nov 2014 - 8:47

Ich nickte als er sagte, dass wir uns dort treffen würden, wo wir einander verlassen hatten - in der dunklen Gasse im Dorf, die ich so schnell nicht vergessen würde.
Der Wind wurde immer stärker und tobte mir inzwischen um die Ohren. Es entwickelte sich daraus ein ausgeprägter Schneesturm und ich sah, wohin das führen konnte. Der Sturm würde die Menschen in der Umgebung alle in das Dorf treiben, da bei dem aufziehenden Unwetter draußen kaum Schutz gesucht werden konnte.
Gleich darauf machte ich mich zurück ins Dorf auf und folgte dabei einem Trampelpfad zum Waldrand, von wo aus ich mich durch die kleinen Straßen des Dorfes schleichen würde, um nicht noch einmal über dne Marktplatz gehen zu müssen. Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen machte ich mich auf den Weg.

--> Waldrand
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BeitragThema: Re: Zerfallenes Dorf   Heute um 10:53

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Zerfallenes Dorf
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